Die Cloud mit deutschem Datentreuhänder

Der Markt für Cloud Computing wächst jährlich um durchschnittlich 22 Prozent – schneller als prognostiziert. 2015 lagen die weltweiten Umsätze noch bei 87 Milliarden Dollar, bis zum Jahr 2020 könnte der weltweite Cloud-Markt auf ein Volumen von 236 Milliarden Dollar wachsen. Die deutsche Wirtschaft hat die Potenziale der Cloud spät erkannt, hierzulande nahm die Cloud-Nutzung spät zu. Vorbehalte im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit waren größer als anderen Ländern.

Mit Einführung der Microsoft Cloud Deutschland hat Microsoft die Vorbehalte der deutschen Nutzer ernst genommen und zusammen mit der Deutschen Telekom ein Angebot geschaffen, das speziell auf die Bedürfnisse des deutschen Marktes zugeschnitten ist. Über die Rechenzentren in Magdeburg und Frankfurt am Main können Nutzer Microsofts Cloud-Dienste abrufen. Die Daten, die dort gespeichert sind, werden von T-Systems, einer Tochterfirma der Telekom, als Datentreuhänder verwaltet. Microsoft hat ohne Zustimmung des Datentreuhänders oder der Kunden keinerlei Zugang zu den Daten. Das Unternehmen kann also somit auch nicht von Dritten zur Herausgabe verpflichtet werden. Der Datenaustausch läuft über ein privates, vom Internet getrenntes Netzwerk.

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Bei einer Informationsveranstaltung für Interessenten aus Politik und Wirtschaft konnten die Teilnehmer auch das Berliner Cloud Control Center besichtigen. Von den Standorten Berlin und Magdeburg aus steuert der Datentreuhänder die Rechenzentren der Microsoft Cloud Deutschland. Durch den redundanten Aufbau kann der Ausfall eines Control Centers problemlos abgefangen werden.

Mehr über das Datentreuhändermodell und das Cloud Control Center für die Microsoft Cloud finden Sie in diesem pdf.

Veröffentlicht von Tanja Böhm, Leiterin Industrie- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

Die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz

Die Einführung von Diensten, die auf künstlicher Intelligenz (KI), basieren, rücken mehr und mehr in den Fokus unserer Arbeits- und Lebenswelt. So forscht die Automobilbranche schon lange im Bereich des automatisierten Fahrens. Auch die Gesundheitsbranche nutzt immer häufiger die Ergebnisse von Millionen ausgewerteter Daten für individuelle Therapiezwecke.

Im Rahmen unseres jüngsten Politikfrühstücks diskutierten die Teilnehmer mit dem National Technology Officer von Microsoft Europe, Andreas Ebert, über die Chancen und Risiken von Daten, die auf Algorithmen bzw. auf maschinellem Lernen basieren.

Für Microsoft ist künstliche Intelligenz eine Allzweck-Technologie, die dazu dient, Menschen zu helfen. KI soll allen Menschen zur Verfügung stehen; Ziel ist daher die Demokratisierung der KI. Damit dies gelingt, müssen bestimmte Herausforderungen und Fragen schon jetzt gelöst werden. Dazu gehören u.a. die Modernisierung von Gesetzen und die Prüfung von Datenzugriffsrechten. Denn die Entwicklung künstlicher Intelligenz setzt voraus, dass große Datenmengen analysiert werden können. Dieser Prozess wiederum wirft ethische Fragen auf, die die Politik gemeinsam mit Wirtschaft und Gesellschaft diskutieren muss, um neue Rahmenbedingungen zum Schutz der Privatsphäre erarbeiten zu können.

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Ein wichtiger Schritt, um KI-Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig den Datenschutz zu gewährleisten, ist die Entwicklung von Anonymisierungstechniken. Diese ermöglichen die Auswertung großer Datenmengen, ohne dabei Rückschlüsse auf die Identität von Personen schließen zu können. Ihre Entwicklung sollte unbedingt von der Politik gefördert werden.

Künstliche Intelligenz wird durch Cloud Computing erst möglich gemacht. Von daher ist die Stärkung des Vertrauens in diese Technologie ein Hauptkriterium, um die Entwicklung von KI-Innovationen vorantreiben zu können.

Veröffentlicht von Tanja Böhm, Leiterin Industrie- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

Grundlagen für eine datengesteuerte Wirtschaft in Europa

Nur knapp zwei Wochen des neuen Jahres sind vergangen, und wir haben bereits unseren ersten digitalen Meilenstein für 2017 erreicht: die letzten Bausteine für den digitalen Binnenmarkt in Europa wurden am 10. Januar mit der Mitteilung der Europäischen Kommission zur Schaffung einer europäischen Datenwirtschaft, dem Vorschlag für eine Verordnung über Datenschutz und elektronische Kommunikation sowie der Mitteilung über den Austausch und Schutz von personenbezogenen Daten in einer globalisierten Welt vorgelegt. Alle Initiativen zielen darauf, Europa für die vielen durch cloudbasierte Technologien entstehenden positiven Entwicklungen zu öffnen.

Microsofts Geschäftsgrundlage beruht auf dem vertrauensbasierten Datenverkehr und unserer Überzeugung, dass das Recht auf Privatsphäre ein Grundrecht ist. Durch das Vertrauen zwischen unseren Kunden und uns, aber auch zwischen deren Kunden und Partnern ermöglichen wir unseren Klienten europaweit die Nutzung der intelligenten Cloud, die Umsetzung des digitalen Wandels und die Erweiterung ihrer Geschäftsaktivitäten. Mit dem Ausbau der Mechanismen für den globalen Datenverkehr und die Bereitstellung von kundenspezifischen Lösungen zur Sicherung von personenbezogenen Daten schützt die EU-Kommission die Rechte der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten für Innovation, Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze maximiert. Continue reading

Schlaumäuse-Sprachlernsoftware für Berliner Schulen

Der Bedarf an Sprachförderung ist im Jahr 2017 höher denn je. Über 60.000 Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren stehen laut Bundesamt für Migration in Deutschland vor der Herausforderung, Deutsch lernen zu müssen. Eine integrative Herausforderung für Deutschland, die dort ansetzen muss, wo Eingliederung anfängt: bei der Sprache. Denn der Erwerb der deutschen Sprache ist für Kinder mit Fluchthintergrund ein wichtiger Schlüssel für die erfolgreiche Integration. Hier setzt die neue Version der Schlaumäuse Software an. Unser Ziel ist es, dass alle Kinder mit der Schlaumäuse-App Deutsch lernen können.

Berliner Schinkel-Grundschule wird zur „Schlaumäuse-Schule“
Dazu stattet Microsoft ausgewählte Berliner Schulen mit einem Starterpaket aus, das aus Tablets, didaktischem Begleitmaterial und einem Schlaumäuse-Workshop besteht. Das digitale Sprachlern-Programm Schlaumäuse unterstützt Lehrer dabei einfach und spielerisch bei der Sprachförderung der Kinder – insbesondere in Willkommensklassen. Den Auftakt machte die Schinkel-Grundschule, die als eine der ersten Schulen in Berlin die neuste Version der App in ihre Arbeit mit Willkommensklassen integrieren wird.

Im Beisein von Anja Tempelhoff, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin, nahm die Schule die Starterpakete im Rahmen eines Schlaumäuse Workshops mit Kindern und Lehrern in Empfang. Darüber hinaus bietet Microsoft allen pädagogischen Fachkräften aus Berliner Kitas und Schulen die Möglichkeit zur Teilnahme an kostenlosen Qualifizierungen, die von dem medienpädagogischen Partner Bits 21 im fjs e.V durchgeführt werden.

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Schlaumäuse-App als digitaler Integrationshelfer
Die Schlaumäuse Sprachlern-App steht allen Schulen und Kindertagesstätten kostenlos zur Verfügung und unterstützt Lehrer, Erzieher und Eltern dabei, Kindern von fünf bis neun Jahren beim Erlernen der deutschen Sprache zu helfen.

Als Begleitsprachen der App sind neben Deutsch auch Englisch, Französisch und Arabisch verfügbar. Die Erweiterung um die drei Sprachen zielt darauf ab, dass auch Kinder, die den Umgang mit der deutschen Sprache noch nicht gewohnt sind, die Aufgabenstellungen leicht verstehen. Die neue Sprachauswahl in der Schlaumäuse-App macht es somit auch Kindern mit Fluchthintergrund beziehungsweise ohne deutsches Hörverständnis möglich, sich ganz selbständig und intuitiv der deutschen Sprache anzunähern und Buchstaben, Silben und Worte zu lernen.

Über die Initiative
Seit 2003 unterstützt die Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ Kinder im Vor- und Grundschulalter auf ihrem Weg, die deutsche Sprache zu entdecken und das Sprachverständnis zu entwickeln.

Der große Vorteil von Sprachlernprogrammen ist, dass die Kinder diese eigenständig entsprechend ihres individuellen Entwicklungsstandes nutzen können. Denn leider kann nicht immer ein Erwachsener beim Spielen dabei sein und bei Verständnisproblemen die Aufgabe noch einmal erläutern. Dies übernehmen in der Schlaumäuse-App Lette und Lingo. Gemeinsam mit den beiden Mäusen können Kinder selbständig das Land der Sprache – die Welt von Lette, Lingo und dem Wörterwichtel – erforschen und lernen dabei ganz spielerisch Buchstaben, Silben, Wörter und vieles mehr kennenlernen. Die übersichtliche Struktur und die einfache Bedienung der Software sowie die stete Begleitung durch die beiden Protagonisten machen es den Kindern leicht, sich in der Software zurechtzufinden.

Ein Beitrag von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

Volle Zugänglichkeit für alle Menschen: Unser Versprechen für barrierefreie Technologie gilt auch 2017

Technologie ermöglicht die Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen – denn Inklusion braucht auch Innovation. Mit diesem Auftrag sind wir 2016 gemeinsam mit der Aktion Mensch angetreten, um neue barrierefreie Apps und Lösungen zu entwickeln, die Menschen ein Mehr an Digitaler Teilhabe mit und durch Technologien ermöglichen. Und auch für das neue Jahr lautet unser Vorsatz weiter daran zu arbeiten, die Digitale Transformation als inklusiven Prozess voran zu treiben und unsere Mission zu verwirklichen: jeden Menschen und jede Organisation auf der Welt dazu zu befähigen, mehr zu erreichen. Wesentlich dafür ist unser Engagement für eine vielfältige und integrative Kultur – eine Kultur, in der unterschiedliche Perspektiven willkommen sind und Menschen mit Beeinträchtigungen Talente haben, die für uns unentbehrlich sind.

Das gilt für Lösungen, die beispielsweise im Rahmen des #NeueNähe-Hackathons entstanden sind, aber auch für unsere Kernprodukte Windows 10, Office 365 oder Microsoft Edge – wir wollen eine gesteigerte Benutzerfreundlichkeit und mehr Flexibilität für jeden Nutzer erreichen.

Windows 10: Creators Update kommt mit verbesserten Narrator-Program

2015 wurde Windows 10 weltweit eingeführt. Unser Betriebssystem integriert bereits wesentliche Funktionen für die Barrierefreiheit, wird aber stetig weiter verbessert. Einige Beispiele:

  • Wir arbeiten daran, allen Benutzern den einfachen Zugriff und die Nutzung des Startmenüs, Sperrbildschirms und der Einstellungen sowie von Cortana, Microsoft App Store, Musik und Videos zu ermöglichen.
  • Windows 10 Mail wird in gängigen E-Mail-Szenarien über verbesserte Bildschirmlesefunktionen verfügen. Hier hilft das sogenannte „Narrator-Program“, eine Art „Erzähler“, der als Screen-Reader meine Mails vorlesen kann.
  • Das „Creators Update“ unterstützt Brailleschrift in der Beta-Version von mehr als 35 Herstellern und in mehr als 40 Sprachen – installieren lässt sich das Creators Update übrigens dann ganz einfach via Sprachsteuerung.
  • Diese Optimierungen lassen sich gezielt umsetzen: in eine schnellere Sprachausgabe und verbesserten Kompatibilität, die gleichzeitige Nutzung von Apps wie Windows 10 Mail und Microsoft Word, gezieltere Anpassung der Tastaturbefehle an Benutzererwartungen und eine Erhöhung der unterstützten Sprachen zulässt.

Office 365: Barrierefreiheit über alle Geräte hinweg

Unser Ziel bei Office 365 ist es, die Kommunikation, Nutzung und das Erstellen von Inhalten für Menschen mit Beeinträchtigungen auf jedem Gerät zu vereinfachen. Tipps, Tricks und Neuerungen haben wir in diesem Blogpost sowie hier zusammengefasst:

Unsere Grundsätze – ein guter Vorsatz für 2017

Technologie ist der Schlüssel für eine inklusive Gesellschaft und deshalb hat Barrierefreiheit bei der Entwicklung von unseren Produkten und Diensten oberste Priorität – basierend auf drei Grundsätzen:

  1. Transparenz: Microsoft kommuniziert offen seine Pläne für die Entwicklung von barrierefreien Produkten.
  2. Verantwortung: Microsoft integriert bereits bei der Entwicklung seiner Produkte und Dienste die Aspekte der Barrierefreiheit, dabei gilt „Technologie ist für alle da“.
  3. Inklusion: Microsoft will allen Menschen zu mehr Teilhabe verhelfen, nicht nur durch unsere Produkte, Dienste und Technologien, sondern auch direkt in unserem Unternehmen durch unsere integrative Kultur.

Ich freue mich darauf, diesen dynamischen Prozess, der nicht nur eine Chance für unser Unternehmen, sondern für die gesamte Gesellschaft ist, auch 2017 gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen weiter voran zu treiben.

Ein Beitrag von Astrid Aupperle
Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

Microsoft-Programmierteam gewinnt beim Regierungs-Hackathon

Was für ein großartiger Erfolg! Unser Studenten-Team aus Hannover wurde von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit dem 1. Preis in der Kategorie Wirtschaftspotenzial beim diesjährigen DataRun ausgezeichnet. Ganze 24 Stunden hatten die Studierenden Zeit, aus den Datenschätzen des Mobilitäts-Daten-Marktplatzes (MDM) und der mCloud, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für diesen Wettbewerb zur Verfügung stellte, eine Lösung zu entwickeln. Das Ziel: Die entwickelten Ideen sollen den Verkehrsbehörden aufzeigen, wie sie Daten besser auswerten und zur Verfügung stellen können und welche Vorteile die auf Basis dieser Daten entwickelten Ideen der Gesellschaft bringen.

Die Studierenden der Leibniz Universität hatten sich beim Microsoft Hackathon Hack@Home im Herbst bereits den dritten Platz erkämpft und traten beim Regierungs-Wettbewerb unter dem Namen Water.RUNers an. Für den zweiten DataRun, der unter dem Motto „Echtzeitdaten im Verkehr“ stand, entwickelten sie einen digitalen Assistenten für Binnenschiffer. Zum Hintergrund: Bisher müssen sich Binnenschiffer Informationen zu Verkehrsaufkommen, Wetter, Baustellen, Brückendurchfahrtshöhen oder Wasserständen mühsam aus unterschiedlichen Datenquellen auf verschiedenen Geräten zusammentragen. Informationen, die ihren Alltag auf den Gewässern erleichtern würden, wie z.B. die Existenz von Apotheken- oder Arztpraxen an Liegeplätzen, werden bis dato gar nicht zur Verfügung gestellt.

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Dem Team gelang es, in der Kürze der Zeit aus den über 290 Datentöpfen der mCloud die relevanten Daten auszuwählen und mit Echtzeitdaten zu veredeln. Es wurden die Daten über die Microsoft Azure Cloud elf aggregierte Datenquellen als standardisierte REST Webschnittelle zur Verfügung gestellt. Parallel wurde eine mobile Anwendung entwickelt, welche die Daten aggregiert und übersichtlich auf einem Dashboard für den Binnenschiffer darstellt. Anhand einer beispielhaften Schifffahrt von Nürnberg nach Passau auf dem Main-Donau-Kanal legten sie dar, dass ihre Lösung nicht nur für mehr Effizienz in der Binnenschifffahrt sorgt, sondern gleichzeitig die CO2-Belastung und den Spritverbrauch verringert und die Auslastung von Schleusen verbessert – um nur einige der Vorteile aufzuzählen.

Das BMVI ist das erste Ministerium, das einen Hackathon veranstaltet, um daraus Mehrwerte für ihre Behörden und den Standort Deutschland zu generieren. Insgesamt stellt das Bundesministerium 100 Millionen Euro in dem mFUND zur Verfügung für Lösungen und Services, die Verkehrswege effizienter gestalten und gleichzeitig Vorteile für die Gesellschaft schaffen.

Unser Team, das sich gegen über 100 Teilnehmer durchsetzen konnte, hat ein Preisgeld von 1000 Euro gewonnen und kann sich jetzt als Start-up oder in einem Forschungsverbund um Fördergelder im mFUND bewerben. Seine Chancen sind nach dem Sieg in einer der insgesamt drei Kategorien sehr gut.

Es hat mir viel Spaß gemacht, dem Team in den 24 Stunden mit technologischem Wissen zu helfen und ich bin gespannt, wann die Studenten, die zuerst ihr Masterstudium beenden wollen, wieder von sich reden machen. Microsoft würde sie sehr gerne weiter begleiten.

Veröffentlicht von Matthias Buchhorn-Roth, Cloud Solution Architect bei Microsoft Deutschland

Integration durch Sprache: Neue, mehrsprachige Version der Schlaumäuse-App jetzt verfügbar

thumb_80x80_StephanHohmannLaut Bundesamt für Migration stehen in Deutschland derzeit über 60.000 Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren vor der Herausforderung, deutsch zu lernen und sich über die Sprache in unsere Gesellschaft zu integrieren. Hier setzt die aktuelle Version der Schlaumäuse-App an: sie ist für die Arbeit mit Willkommensklassen und Kindern mit Fluchthintergrund in Kitas konzipiert und steht nun mit zusätzlichen Anleitungen in Arabisch, Englisch und Französisch kostenlos als Universal-App zum Download bereit.

LingoTab: Tablet für Menschen mit Fluchthintergrund
Der Hardwarehersteller TrekStor bietet mit dem sogenannten „LingoTab“ ein eigens für die Bedürfnisse von Menschen mit Fluchthintergrund entwickeltes Tablet an, auf dem die neue Schlaumäuse-App bereits vorinstalliert ist. Es kann zunächst über das IT-Spendenportal Stifter-helfen.de bestellt werden. Neben der Schlaumäuse-Lernsoftware gibt es sich auf dem TrekStor-Tablet weitere digitale Integrationshelfer wie die „Welcome App“, die Informationen über Asyl, Hilfsstellen und Kontakte zu Behörden und Beratungsstellen bietet. Weitere Informationen zum LingoTab-Projekt gibt es hier: LingoTab.de.

Eine Software für alle Plattformen
Unsere Sprachlernsoftware ist neben Windows 10 nun erstmals auch für Android und iOS verfügbar. Die plattform- und geräteübergreifende App kann auf einem Tablet oder Desktop-PC eingesetzt werden und eignet sich besonders, um Non-Profit-Organisationen, Erzieher und Lehrer bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und das spielerische Lernen der deutschen Sprache zu fördern.

Schlaumäuse-App als digitale Integrationshelfer
Die mehrsprachige Version der Schlaumäuse-App deckt jetzt noch breiter die vier Lernbereiche des Spracherwerbs ab: mündlicher Sprachgebrauch, Lautbewusstsein, erstes Lesen und erstes Schreiben lassen sich auf dem LingoTab spielerisch entdecken und üben. Die neue Version der Schlaumäuse-App steht unabhängig davon Kindergärten, Grundschulen und Freizeiteinrichtungen in ganz Deutschland kostenlos zur Verfügung.

Dieses Angebot hilft Kindern mit Fluchthintergrund, spielerisch die deutsche Sprache zu lernen und ist deshalb ein wichtiger Schlüssel für ihre erfolgreiche Integration. Mit den Schlaumäusen setzen wir uns für die Förderung von Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein.

Veröffentlicht von Stephan Hohmann, Manager Public Affairs und Leiter der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“