Eine Freiheitswerkstatt für geflüchtete Menschen

Alles begann mit einer Suppen-Küche in Athen: Wir wollten geflüchteten Menschen helfen und sind Ende 2015 zu acht in einem Kleintransporter von Heidelberg nach Griechenland gefahren. Im Gepäck hatten wir Kochutensilien, die uns mein Vater von seinem Catering-Service geliehen hatte sowie Geld- und Sachspenden. Während der Fahrt standen wir täglich über Smartphone und Internet mit anderen Initiativen in engem Kontakt, um zu erfahren, wo die Not am größten ist. So kamen wir nach Athen und verteilten dort zwei Wochen lang Suppen und Kleidung an die Geflüchteten.

Zurück in Deutschland ließ uns das Schicksal der Menschen nicht los. Wir gründeten den Verein Soup & Socks e.V. und fuhren ein zweites Mal, diesmal noch besser ausgestattet, Richtung Griechenland. Von zwei Spanierinnen, die ehrenamtlich ein Flüchtlingscamp mit rund 1200 Menschen in Nordgriechenland managten und die mit uns während unserer Fahrt kommunizierten, wurden wir nach Katsikas geleitet. Continue reading

Smart Silver Economy: EU-Kommission nennt RetroBrain auf Basis von Microsoft Kinect als Vorreiter für digitale Innovationen



Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der in Deutschland lebenden Über-65-Jährigen um rund 200.000 steigen. Diese Verschiebung der Altersverhältnisse wird jeden Einzelnen, aber auch die gesamte Gesellschaft betreffen. Sie wird die Art, wie wir leben und arbeiten verändern. Sie wird neue Anforderungen an die Wirtschaft stellen und gleichzeitig neue Geschäftsfelder in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Pflege, sowie Ernährung, Tourismus und Freizeit ermöglichen. Zukunftsforscher sprechen dabei schon lange von der „Silver Economy“. Continue reading

Bodo Ramelow: Die digitale Welt human gestalten

Author: Dirk Bornemann Für Bodo Ramelow ist klar: Die Digitalisierung verändert alles und hat bereits einen fundamentalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft ausgelöst. Dabei sind Bits und Bytes nach Überzeugung des Thüringer Ministerpräsidenten keine Naturgewalt. „Wir müssen die digitale Welt für uns verändern und erobern“, forderte er in der Gesprächsreihe „Digitales Deutschland“ im Microsoft Atrium Unter den Linden. Das funktioniert nach Einschätzung des ersten Ministerpräsidenten der Partei Die Linke nur mit klaren gesetzlichen Leitplanken. „Es gilt beispielsweise, durch eindeutige Regelungen die Netzneutralität zu sichern, damit alle das Netz in gleicher Weise nutzen können“, sagte der 61-Jährige im Gespräch mit dem Verleger Wolfram Weimer.

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Die im Herbst 2015 beschlossene EU-Verordnung zur Netzneutralität ist nach Einschätzung der Linken schwammig und lückenhaft. Ramelow sprach sich ferner dafür aus, dass Arbeitszeit, die durch die Digitalisierung eingespart werde, der Gesellschaft durch Arbeitszeitverkürzung zugutekommen müsse. Dann könne die Digitalisierung nach dem Verständnis der Linkspartei zu Entlastung, einem höheren Grad an Selbstbestimmung und mehr Arbeits- und Lebensqualität beitragen. Auch die Veränderungen bei der SPD waren ein lebhaft diskutiertes Thema beim Digitalen Deutschland. Seit Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten gekürt wurde, verzeichnen die Sozialdemokraten ein stabiles Umfragehoch. Bodo Ramelow zeigte sich erfreut über den Umstand, „dass in Deutschland etwas in Bewegung geraten ist“. Der Linken-Politiker, der in Thüringen eine rot-rot-grüne Koalition führt, sieht darin ein Modell für den Bund. Eine konstruktive Zusammenarbeit gestalte sich bei drei Koalitionspartnern zwar nicht einfach, in Thüringen aber sei sie erfolgreich. Gerade bei der Digitalisierung habe man große Fortschritte im Freistaat auf den Weg gebracht. So initiierte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) das Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0. Der Zehn-Punkte-Plan sieht unter anderem vor, den Breitbandausbau im Freistaat zu fördern und Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen besser zu vernetzen.

Als jüngstes Erfolgsbeispiel nannte Ramelow das künftig in Jena angesiedelte Datenforschungsinstitut. Das Institut für Smart & Big Data wird mit mehreren Millionen Euro vom Bund, von Thüringen und vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. „Aus dem Institut werden wichtige Forschungsimpulse zur Datenanalyse, Künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit kommen, der Wissenschaftsstandort Jena wird weiter gestärkt“, so Ramelow. Damit auch Thüringer Mittelständler die Digitalisierung nutzen, hat die Landesregierung gemeinsam mit der IHK das Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 ins Leben gerufen. Das Interesse Thüringer Unternehmen an Themen wie Digitaler Arbeitsplatz, Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Cloud Computing ist groß, berichtet die Landesregierung.

Großen Nachholbedarf für Thüringen – aber auch für ganz Deutschland – sieht Ramelow beim Thema E-Government. Hier seien Länder wie Estland oder sogar Tatarstan besser aufgestellt als die größte Volkswirtschaft Europas. „Die Tataren können sich im Supermarkt an einem Terminal einloggen und da fast alles klären, was staatlicherseits zu klären ist – zum Beispiel auch elektronisch das Aufgebot bestellen“, berichtete Ramelow. Gewiss: In Deutschland sind die Verwaltungsstrukturen erheblich komplexer. Trotzdem darf der digitale Wandel nicht vor der öffentlichen Verwaltung Halt machen, forderte der Ministerpräsident. Denn auch eine digital gut aufgestellte öffentliche Verwaltung gehört aus Sicht der Linken dazu, damit möglichst viele Menschen von der Digitalisierung profitieren.

Veröffentlicht von Dr. Dirk Bornemann, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Rechts- und Unternehmensangelegenheiten, Microsoft Deutschland GmbH

NPO-Tag 2017: Fünf Momentaufnahmen, die beweisen, wie lebendig das Ehrenamt in Deutschland ist

Astrid AupperleAm vergangenen Freitag haben wir gemeinsam mit Stifter-helfen.de den NPO-Tag bei Microsoft Berlin ausgerichtet. Ein Tag, an dem der Austausch, Vernetzung und Dialog im Mittelpunkt stehen.
Heute möchte ich auf einen Tag voller Inspiration mit fünf Bildern zurückblicken. Mehr gibt es natürlich auf Twitter unter #NPOTag sowie in dieser Feature Story auf dem Microsoft Newsroom.

Digitale Transformation? Keine Frage des Alters!
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B20: Grenzüberschreitender Datenverkehr und Vertrauen

Die Bundesregierung hat Ende letzten Jahres die G20-Präsidentschaft übernommen. Der Wirtschaftsdialog B20 ist ein integraler Bestandteil des G20-Prozesses und vertritt die Wirtschaft aus allen G20-Mitgliedern. Aufgabe der B20 ist es, die G20 durch konkrete Handlungsvorschläge, konsolidierte Interessenvertretung und Expertise zu unterstützen. Gemeinsame Empfehlungen werden in B20-Taskforces durch Vertreter von Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und internationalen Organisationen aus der ganzen Welt erarbeitet. Continue reading

Wir brauchen eine Genfer Konvention für die digitale Welt

Nachfolgend lesen Sie die Übersetzung eines Blogbeitrags von Brad Smith, President und Chief Legal Officer von Microsoft.


Wir brauchen eine Genfer Konvention für die digitale Welt

Auf der diesjährigen RSA Conference in San Francisco trafen sich Sicherheitsexperten der ganzen Welt, um in einer kritischen Zeit über Cybersicherheit zu diskutieren. Denn im vergangenen Jahr gab es einen weiteren Anstieg der Cyberkriminalität, und es gab zahlreiche Cyberangriffe, die neuartig und entsprechend beunruhigend sind. Dabei ging es nicht mehr nur um finanzielle Bereicherung, sondern auch um neue, von Nationalstaaten gelenkte Angriffe. Beim Treffen der Technikspezialisten und weiterer Fachleute aus dem gesamten Technologiesektor wurde in San Francisco gefragt, wie wir darauf reagieren sollten.

Zunächst sollten wir verstehen, dass Einzelmaßnahmen nicht ausreichend sein können, um diese Probleme zu lösen. Selbstverständlich muss jedes einzelne Unternehmen künftig mehr für den Schutz und die Verteidigung seiner Kunden rund um den Globus tun. Wir von Microsoft haben uns genau das vorgenommen. Das gilt auch für andere Unternehmen unserer Branche. Darüber hinaus ist es jetzt an der Zeit, die Regierungen weltweit aufzufordern, internationale Vorschriften zum Schutz der zivilen Nutzung des Internets zu erarbeiten und umzusetzen. Continue reading

Transparenz schafft Vertrauen

Welche juristischen Fragen wirft die Nutzung von Cloud-Services auf? Wo werden meine Daten in der Microsoft Cloud gespeichert? Werden Kundendaten und personenbezogene Daten unterschiedlich behandelt? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten, damit die Datenverarbeitung in der Cloud rechtmäßig erfolgen kann? Diese und andere Fragen erörtern wir mit IT- und Datenschutz-Experten verschiedener Kanzleien bei den Microsoft Cloud-Workshops. Die Workshops veranstalten wir als Rechtsabteilung von Microsoft Deutschland seit drei Jahren in mehreren großen deutschen Städten. Dazu laden wir über eine Website öffentlich ein und nehmen uns einen ganzen Tag Zeit, um mit IT-Fachleuten, Juristen, Datenschützern, aber auch Betriebsräten und Mitarbeitern unserer Partnerunternehmen in den Dialog zu treten. In über 20 Workshops konnten wir bereits mehr als 2500 Teilnehmer erreichen. Continue reading