Lasst die Kinder an die Tasten

Am Klischee von den IT-Nerds, die den ganzen Tag im dunklen Keller hocken, stur auf den Bildschirm starren und einsam vor sich hin hacken, ist schon seit Langem nichts mehr dran. Coden macht Spaß! Davon konnte ich mich diese Woche im Rahmen der Hour of Code bei Microsoft Berlin wieder einmal selbst überzeugen.

Besonderen Anklang fand unser Coding-Workshop für Familien, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam in die Welt des Programmierens eintauchen, zusammen verschiedene Coding-Tools und Programmierumgebungen kennenlernen und mit Minicomputern und Robotern experimentieren konnten.

Immer mehr Eltern erkennen, dass der souveräne Umgang mit dem Computer sowie Teamfähigkeit oder kreatives Denken in Zukunft entscheidend für die Arbeitswelt sein werden. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung fordern sogar 59 Prozent der Bundesbürger, dass Kinder bereits in der Schule Programmieren lernen sollten.

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Hier setzt auch unsere Coding-Initiative Code your Life an. Kinder lernen in spielerischer Atmosphäre zum Beispiel in der Programmiersprache Logo erste Befehle oder entwickeln mit Turtle-Grafiken kreative Kunstwerke und experimentieren mit Minicomputern und Robotern. Dabei sind die unmittelbaren Ergebnisse nicht nur für die Kinder eine Bestätigung und Motivation. Auch viele Eltern hatten in dieser Woche diesen Aha-Moment, in dem sie gesehen haben, dass es gar nicht nur darum geht, Algorithmen zu schreiben, sondern viel mehr um Abstraktionsfähigkeit, Kreativität, Problemlösungskompetenz und Teamarbeit ihrer Kinder. Und sie konnten wirklich stolz auf ihre Nachwuchs-Entwickler sein, die unter anderem auch kleine winterliche Songs mit Sonic-Pi komponierten.

Weitere Informationen zur Initiative Code your Life und unseren Mitmachangeboten für Lehrer und Schüler finden Sie auch hier: „Fit in die digitale Zukunft“.

Veröffentlicht von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement, Microsoft Deutschland

Cem Özdemir: Die Digitalisierung fördert grüne Ideen

Author: Tanja Böhm„Ohne Digitalisierung geht‘s gar nicht“: Cem Özdemir hat eine klare Grundhaltung zum digitalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Im Microsoft Atrium Unter den Linden in Berlin warb der Parteivorsitzende der Grünen am 29. November in der Reihe Digitales Deutschland für einen chancenorientierten Blick auf die Veränderungen in der digitalen Ära. „Wir sehen immense Chancen durch die Digitalisierung – und das gerade für unser Kernanliegen, die Ökologie“, betonte Özdemir im Gespräch mit dem Verleger Dr. Wolfram Weimer. Ohne digitale Innovationen seien beispielsweise Elektrofahrzeuge und Energiewende gar nicht denkbar. Zugleich outete sich der Grünen-Chef als Wirtschaftsliberaler: „Freihandel bringt Wohlstand und öffnet die Gesellschaften. Wir brauchen mehr Freihandel, gerade in Zeiten von Donald Trump.“

Nach den Worten Özdemirs neigt Deutschland zwar ein Stück weit zum Kulturpessimismus. „Das darf aber nicht dazu führen, dass wir uns über das ‚Ob‘ der Digitalisierung unterhalten“, warnte er. „Das ist eine absurde Debatte.“ Heute gehe es vielmehr um die Frage, wie die Politik die Digitalisierung zum Vorteil für Wirtschaft und Gesellschaft gestalte. Digitalisierung und neue Jobs, Digitalisierung und Datenschutz – für Özdemir sind das keine Antipoden. Im Gegenteil. Der in der öffentlichen Debatte diskutierte Gegensatz sei ein künstlich konstruierter. „Da darf kein ‚Oder‘ dazwischenstehen, das muss ein ‚Und‘ sitzen! Wir müssen die Daten schützen, eben weil Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind. Dafür brauchen wir vernünftige Regelungen.“

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Mit Blick auf die digitalpolitische Agenda Deutschlands ist für Özdemir die Schaffung eines Digitalministeriums, in dem Kompetenzen gebündelt werden, essentiell: „Es muss eine Person geben, die den Hut auf hat. Das halte ich für ganz wichtig, damit es vorangeht.“ Er kritisierte, dass heute bei der Verteilung digitalpolitischer Themen auf mehrere Bundesministerien zu viele Reibungsverluste entstünden. Zudem setzt sich Özdemir für einen raschen Ausbau der schnellen Breitband-Infrastruktur ein. „Nicht nur in den Großstädten, sondern auch für die Hidden Champions, die auf dem Land aktiv sind.“ Drittens schließlich macht sich der Grüne für das Prinzip „digital by default“ stark: Alle Leistungen der öffentlichen Verwaltungen sollen standardmäßig digital angeboten werden. Dabei müsse der „once-only“-Grundsatz gelten: Die Daten der Bürger werden nur einmal erfasst, aber von allen Verwaltungen verwendet.

Bei allem grundsätzlichen Optimismus zur digitalen Zukunft zeigte sich Özdemir jedoch auch ein wenig besorgt. Die Herzkammer der deutschen Wirtschaft, die Automobilindustrie, müsse dringend „einen Zahn zulegen“, um nicht den Anschluss an Elektropioniere wie Tesla zu verlieren. „Die Zukunft wird vernetzt, die Zukunft wird elektrisch, und die Zukunft wird selbstfahrend sein“, betonte Özdemir. „Und ich will nicht, dass Stuttgart-Zuffenhausen das deutsche Detroit wird.“ Die Herausforderung für die Automobilindustrie sei auch im Hinblick auf den Erhalt von Arbeitsplätzen enorm, weil Elektroautos weit weniger Komponenten benötigen als Fahrzeuge mit klassischem Antrieb. Aufgabe der Politik sei es, steuerliche Anreize für Elektroautos zu geben, Forschung zu fördern und zügig die benötigte Lade-Infrastruktur aufzubauen. „Wir wollen zeigen, dass Wirtschaftswachstum und Wohlstand mit einer nachhaltigen Politik verbunden werden können. Dafür brauchen wir die Digitalisierung“, zeigte sich der Grünenchef überzeugt. „Wenn wir das schaffen, dann kann Deutschland für viele in der Welt zu einem Modell werden.“

Veröffentlicht von Tanja Böhm, Leiterin Industrie- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

„Neue Nähe-Hackathon“ entwickelt Anwendungen für mehr Barrierefreiheit

Astrid AupperleÜber zehn Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Behinderung. Dank der fortschreitenden Digitalisierung kann ihnen durch intelligente Technik immer mehr geholfen werden, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Um die Entwicklung von neuen Inklusions-Ideen voranzutreiben, hat Microsoft gemeinsam mit Aktion Mensch den „Neue Nähe-Hackathon“ ins Leben gerufen. Vom 25. bis 27. November 2016 entwickelten 60 Teilnehmer zehn innovative IT-Anwendungen, die einen wertvollen Beitrag zu einem gleichberechtigten Miteinander leisten können. Drei der Projekte wurden am 1. Dezember in Berlin mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro ausgezeichnet.

  • Das Team „Good Vibrations“ aus Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, hörgeschädigten Menschen Alltagslaute und Signale durch ein vibrierendes Gerät fürs Handgelenk spürbar zu machen. Die fünf jungen IT-Entwickler wurden nicht nur mit einem Gewinn geehrt, sie haben auch die Chance, sich für das viermonatige Microsoft-Accelerator-Programm zu qualifizieren und ihr Projekt gemeinsam mit Experten zur Marktreife zu bringen.
  • Mehr soziale Teilhabe ermöglicht auch das zweite prämierte Projekt „Emotionserkennung“, das sich an Personen richtet, denen es schwerfällt, Emotionen wahrzunehmen und einzuordnen. Auf Basis einer digitalen Körper- und Spracherkennung werden die Gefühlsregungen des Gegenübers bei diesem Projekt visualisiert und verständlich gemacht.
  • Mit dem Ziel, auch schwer beeinträchtigten Menschen die Kommunikation und Interaktion mit ihrer Umwelt zu ermöglichen, konnte auch der dritte Preisträger beeindruckende Ergebnisse beim Hackathon erzielen. Im Fokus des Projekts „Werner“ steht die Gesichtserkennung über eine 3D-Kamera, die es dem Anwender ermöglichen soll, ein Kommunikationssystem anhand von Mundbewegungen zu steuern und damit sowohl den direkten Dialog als auch die Bedienung des Internet-Browsers zu ermöglichen.

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Die Premiere des „Neue Nähe-Hackathons“ hat unter Beweis gestellt, dass barrierefreie IT ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche digitale Inklusion ist. Am Leben teilzunehmen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und Dinge zu tun, die vorher unerreichbar schienen, werden durch Technologien möglich. Microsoft treibt deshalb nicht nur die Entwicklung barrierefreier Softwarelösungen voran, auch innerhalb des Unternehmens wird selbstverständliches Miteinander gelebt. So arbeiten beispielsweise autistische Softwareingenieure und sehbehinderte Entwickler gleichberechtigt mit ihren Kollegen in einem Team zusammen. Daraus ergeben sich neue Formen der Zusammenarbeit und viele innovative Ideen, die Menschen einander näher bringt.

Veröffentlicht von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

#neueNähe zu Gast bei Microsoft Berlin: Hacktivisten programmieren Anwendungen für mehr Barrierefreiheit

astrid_aupperleAm letzten Wochenende wurde gehackt – rund 60 Programmierer mit und ohne Behinderung legten sich in der Digital Eatery bei Microsoft Berlin kräftig ins Zeug und entwickelten beim #NeueNähe Ideen-Hackathon von Microsoft und Aktion Mensch in 72 Stunden verschiedene Anwendungen für mehr Inklusion und Teilhabe.

Kann Technologie der Schlüssel zu einer inklusiveren Gesellschaft sein? Rund 1,2 Milliarden Menschen mit Behinderungen leben auf der Welt. Sie alle müssen mit technologischen Produkten und Diensten ihren Alltag meistern.

Eines unserer Herzensanliegen bei Microsoft ist deshalb die Entwicklung barrierefreier Technologien, mit denen wir jeden einzelnen mit seinen individuellen Stärken und Schwächen befähigen wollen, voranzutreiben. Technologien, mit denen wir alle mitnehmen wollen; die helfen, Barrieren im Zusammenleben abzubauen und so Nähe möglich machen.

Come as you are and do what you love!
Ein fester Anker unserer Unternehmenskultur ist gelebte Vielfalt: Bei uns arbeiten autistische Softwareingenieure und sehbehinderte Entwickler nicht mit einem Bug, sondern mit einem Feature, wie das Raul Krauthausen mal über seine Behinderung gesagt hat. Sie erfinden und entwickeln daraus innovative Technologie – Diversity ist für uns zweifellos eine Chance.

Dazu muss Technologie so gestaltet sein, dass sie den individuellen Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird: dass sie sich natürlich von Menschen mit dauerhaften Beeinträchtigungen nutzen lässt, dass sie aber auch jeden Menschen dazu befähigt, Dinge zu tun, die zuvor nicht vorstellbar waren. Das kann durch intelligente Haustechnik sein, die ein selbständiges und möglichst unabhängiges Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht, ein Sprachassistent, der beim Einkaufen behilflich ist. Oder eine künstliche Intelligenz, die sehbehinderte Menschen unterstützt.

Seeing AI identifiziert dank Künstlicher Intelligenz Emotionen
Die Seeing AI Software – zu Deutsch „Sehende künstliche Intelligenz“ – kann ihrem Nutzer unter anderem per Bild- und Spracherkennung die Umgebung beschreiben, Texte vorlesen oder Fragen beantworten. Seeing AI kann sogar Emotionen auf den Gesichtern anderer Menschen identifizieren. Ein tolles Projekt, das letztes Jahr bei einem Hackathon entstanden ist und jetzt bei Microsoft UK umgesetzt wird.

Digitale Sprachassistenten schaffen mehr Teilhabe
Seit vier Jahren ermöglicht der Lorm-Handschuh die digitale Kommunikation für taubblinde Menschen. Das sind nur einige Meilensteile technologischer Innovationen, die Menschen das Leben leichter machen. Aber auch digitale Sprachassistenten wie Cortana, Videotelefonie via Skype oder Social Media Plattformen schaffen #NeueNähe und neue Möglichkeiten der zwischenmenschlichen Interaktion und digitalen Teilhabe.

Barrierefreiheit beginnt auch bei uns im Kleinen – bei Schriftgröße oder Kontrast am Bildschirm: unter Windows 10 gibt es in Microsoft Word eine Funktion, die Texte auf Barrierefreiheit überprüft. Wenn also schon bei der Konzeption und Entwicklung von neuen Technologien grundsätzlich an jeden Menschen gedacht wird, wenn Inklusion bei Produktdesign prinzipiell einbezogen und standardmäßig gelebt wird, dann spiegelt sich das auch im Großen wider.

Eine Cloud für alle
So sehen wir bei Microsoft auch das Thema Cloud-Computing als große Chance für Teilhabe und Verantwortung: Es kann Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen helfen, effektiver zu lernen, einfacher mit anderen in Kontakt zu treten, zusammenzuarbeiten und sich verständlicher zu äußern. Damit alle Menschen die Vorteile und Chancen des Cloud-Computing nutzen können, setzen wir uns dafür ein, dass die öffentliche Hand barrierefreie Technologien anschafft, die unsere Gesellschaft inklusiver gestalten. Barrierefreie IT kann nebenbei dafür sorgen, dass die Bevölkerung eGovernment-Angebote besser annimmt und auf diese Weise die digitale Transformation der deutschen Verwaltung beschleunigen.

Wenn wir jeden Menschen auf diesem Planeten mitnehmen wollen, brauchen wir weltweit einheitliche Qualitätsmerkmale, Kriterien und Standards. Nicht zuletzt können Regierungen durch Standards ökonomische Anreize für Unternehmen schaffen, in noch mehr innovative barrierefreie Produkte zu investieren. Wir setzen uns dafür ein, dass der EN-Standard europaweit und damit auch in Deutschland verpflichtend wird.

Eine Welt ohne Barrieren nützt uns allen. Deshalb an dieser Stelle abschließend noch einmal mein großer Dank an Aktion Mensch, die jederzeit und mit großer Hingabe für das Recht jedes Menschen auf Teilhabe an der Gesellschaft eintritt.

Veröffentlicht von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

Coding in Action: Microsoft lädt Eltern, Kinder und Lehrer zur Hour of Code ein

thumb_80x80_StephanHohmannIm Rahmen der Hour of Code, der internationalen Computer Education Week (5. bis 11. Dezember 2016) veranstaltet die Initiative Code your Life bei Microsoft Berlin zahlreiche Veranstaltungen und Workshops, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene fürs Programmieren zu begeistern. Noch immer programmieren hierzulande zu wenig Kinder und Jugendliche, obwohl bereits heute 99 Prozent der Schüler der Meinung sind, dass digitale Themen viel stärker in den Unterricht involviert werden müssen (Quelle: Bitkom 2015).

Programm:

  • Berlin meets Brussels. YouthSpark Live Event. 5. Dezember, 9 – 14 Uhr
    Gemeinsamer Coding Workshop in Berlin und Brüssel mit 100 Teilnehmern. Die Gruppen sind per Skype miteinander verbunden und bekommen in Teams Aufgaben, die sie gemeinsam lösen.
  • Coding Nikolaus, Dienstag, 6. Dezember, ab 9 Uhr
    Passend zum Tag wird der Nikolaus zum Coding Claus. Ab 9 Uhr lernen Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren programmieren, schreiben in der Programmiersprache Logo erste Befehle und entwickeln mit Turtle-Grafiken digitale Weihnachtssterne. Highlight des Tages: das Programmieren eines digitalen Nikolauses. Veranstalter ist die Initiative Code your Life als Teil des weltweiten Programms Microsoft YouthSpark, das vom 21st Century Competence Center im Berliner Förderverein für Jugend und Sozialarbeit (21CCC) umgesetzt wird.
  • Minecraft Day, Dienstag, 6. Dezember, ab 14:30 Uhr
    Darf Schule Spaß machen? Ja, natürlich. Gehört Computer spielen in den Unterricht? Ja. Nein. Ich mein: Jein. Immer mehr Lehrer nutzen die Begeisterung für Computerspiele der Schüler für ihren Unterricht. Das Zauberwort heißt Gamification. Dabei ist das beliebte Spiel Minecraft in aller Munde. Am 6. Dezember, können Pädagogen bei Microsoft die neue Minecraft Education Edition kennenlernen, die vielen Einsatzmöglichkeiten diskutieren und gemeinsam anhand von Best-Practice-Beispielen Inspirationen für ihre eigene Arbeit sammeln. Ab 16.30 treffen sich dann die Kids vom Minecraft-Stammtisch und zeigen anschaulich, warum Minecraft so beliebt ist. Auch das neue Minecraft Web-Tutorial kann unter Anleitung von Experten ausprobiert werden.

„Für mich ist Minecraft mehr als nur ein erfolgreiches Spiel. Es ist die Plattform einer offenen Welt. Wenn man darüber nachdenkt, dann ist es das eine Spiel, was Eltern ihre Kinder spielen sehen wollen. Wenn wir über STEM-Bildung sprechen, dann ist Minecraft der beste Weg, das Interesse daran zu wecken.“ Microsoft-CEO Satya Nadella zum Thema spielerisches Lernen

  • Coding Families. Donnerstag, 8. Dezember, ab 15:30 Uhr
    Früher gab es Vater-und-Sohn-Geschichten, heute gibt es Coding Workshops für die ganze Familie. In vorweihnachtlicher Atmosphäre der Digital Eatery treffen sich am Donnerstag, 8. Dezember, ab 15:30 Uhr Eltern mit ihren Kindern zu einem offenen Coding Schnupper-Angebot. Gemeinsam tauchen die Familien in die Welt des Programmierens ein, lernen verschiedene Coding-Tools und Programmierumgebungen kennen und experimentieren mit Minicomputern und Robotern.
  • Coding Winter Beats. Schulklasse wird zum DJ-Kollektiv. 9. Dezember, ab 9 Uhr
    Wie hört es sich an, wenn der Schnee leise fällt und Eiskristalle knistern? Oder das Feuer im Kamin flackert? Und wie setzt man das in elektronische Musik um? Der Workshop Coding Winter Beats nutzt die Programmierumgebung Sonic Pi, um mit den Kindern Klangteppiche des Winters mit Beats und Sounds zu komponieren. Die Schulklasse wird quasi zum DJ-Kollektiv.

„Coden macht Spaß! Damit aus Kindern und Jugendliche kompetente Fachkräfte, Erfinder oder Unternehmensgründer werden, ist es wichtig, sie schon früh an Informationstechnologogien und das Programmieren heranzuführen.“ Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland

Über die Hour of Code der Computer Science Education Week:
Jedes Jahr im Dezember ruft Code.org zur internationalen Computer Science Education Week auf. Unter dem Motto „Mach mit bei der Hour of Code“ sind Schulen, Initiativen, Lerngruppen und NGOs aufgerufen, eine Coding-Aktion zu veranstalten und sich (mindestens) eine Stunde Zeit mit Kindern und Jugendlichen zu nehmen und zu programmieren. Im Rahmen von Code your Life sind bei Microsoft Berlin gleich mehrere Veranstaltungen geplant. Microsoft engagiert sich seit langem mit zahlreichen Bildungsprojekten, Förderprogrammen für Schulen, IT-Plattformen zur Vernetzung von Forschung und Lehre und gezielter Nachwuchsförderung im Technologiebereich.

Veröffentlicht von Stephan Hohmann, Manager Public Affairs und Leiter der Initiative „Code your Life“ bei Microsoft Deutschland

Macht Technologie unsere Gesellschaft inklusiver?

michel-arriens1,2 Milliarden Menschen mit Behinderungen leben auf der Welt. Sie haben Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und noch zu viele Steine im Lebenslauf. Sie müssen auch heute noch, im Zeitalter von Pizzadrohnen, Flügen zum Mond und selbstfahrenden Autos, oft nach teuren, kräftezehrenden und zeitfressenden Wegen suchen, um ihren Alltag barrierefrei zu gestalten. Kann Technologie der Schlüssel zu einer inklusiveren Gesellschaft sein? Und wie schaffen wir es, nach vorne zu schauen, ohne dabei Menschen hinter uns zu lassen?

Teilhabe AN digitalen Innovationen
Die meisten meiner FreundInnen tummeln sich auf Facebook, Twitter, Instagram, haben WhatsApp & Co. Einige von ihnen sind blind, gehörlos, mobilitätseingeschränkt oder haben Lernschwierigkeiten. Sie haben sich die digitale Welt an ihre Bedürfnisse angepasst, sodass sie auf Augenhöhe mit mir und der Welt kommunizieren können. Das funktioniert nur, wenn die Dienste barrierefreie Kommunikation auch ermöglichen. Sprich: Untertitelung und Gebärdensprachübersetzung von Videos, Anpassungsmöglichkeiten in der Darstellung, einfache und leichte Sprache (ja, es gibt Unterschiede) und Screenreader-freundliche Formatierungen müssen angeboten werden.

Viele Firmen zögern noch, entscheiden sich oft aus Kostengründen gegen barrierefreie Angebote. Schauen wir uns die eingangs genannte Zahl von 1,2 Milliarden Menschen an, lassen sich die geringen Mehrkosten pro Kopf ziemlich schnell mit der neu gewonnen, tendenziell online-affinen Zielgruppe erwirtschaften. Außerdem helfen bspw. Untertitel und leichte/einfache Sprache Kindern beim Lese-/Spracherwerb oder Nicht-MuttersprachlerInnen beim Deutsch lernen. Jede/r Social-Media Guru empfiehlt außerdem Untertitel als reichweitensteigernde Maßnahme, und über Anpassungsmöglichkeiten am Text freut sich spätestens im Alter jede/r.

Teilhabe DURCH digitale Innovationen
Innovationen wie das Smartphone, kompakte Notebooks oder Apps wie die „Wheelmap“, eine community-gestützte Weltkarte für barrierefreie Geschäfte, Bars und andere POIs, erleichtern mir das Leben immens. Durch das Zusammenspiel von fortschrittlicher Soft- und Hardware kann ich meine Reisen überall auf der Welt barrierefrei planen, meine Steuer im Zug machen, mich über ausgefallene Aufzüge informieren, unabhängig von zu hohen Geldautomaten meinen Kaffee bargeldlos bezahlen oder mit Menschen, die nicht ohne Probleme von A nach B fahren können, in Kontakt bleiben. Insbesondere durch das Internet und Dienste wie change.org, WordPress, Facebook, MailChimp etc., ist es mir und anderen AktivistInnen möglich, unabhängig von den strukturellen oder baulichen Barrieren, politische und gesellschaftliche Arbeit zu leisten. Wir können jederzeit, an jedem Ort der Welt, unsere Gedanken per Skype austauschen, papierlos Unterschriften für unsere Anliegen sammeln, UnterstützerInnen mobilisieren, Bündnisse bilden oder Gelder für Aktionen einwerben.

Einige Apps, die ich nutze oder gut finde:

  • Wheelmap – Onlinekarte für barrierefreie POIs
  • Lern lormen – Lormen, die Sprache vieler taubblinder Menschen, lernen
  • Be My Eyes – Blinde Menschen können sehende Menschen per Livevideo um Hilfe bitten
  • ColorVisor – Farben erkennen per Knopfdruck
  • Ava – Automatische Audiotranskription in Gruppengesprächen

Und wo ist der Haken?
Viele Behinderungsformen können mit technischen Hilfsmitteln bereits ausgeglichen werden. So ermöglichen Cochlea-Implantate einigen gehörlosen Menschen das Hören oder Exoskelette querschnittsgelähmten Menschen einen aufrechten Gang. Leider ist die medial gemachte Wirklichkeit der Realität aber um Jahre voraus. So gibt es auch heute noch keine unplattbaren Reifen für meinen Roller, viele E-Rollstühle fallen nach Flügen einfach komplett aus und Klamotten muss ich immer noch in der Kinderabteilung kaufen. Wenn Krankenkassen schon bei der Kostenübernahme von bis zu 60.000 Euro teuren Armprothesen oder individuell angefertigten Laufrädern Probleme machen, wer soll dann eine bionische, also gedankengesteuerte, Hand bezahlen? Und wenn es jemanden gibt, der diese Hilfsmittel aus eigener Hand zahlen kann, haben wir dann in Zukunft eine neue Zwei-Klassen-Gesellschaft? Auf der einen Seite die, die Zugriff auf „Cyborgisierung“, also technische Erweiterbarkeit haben, auf der anderen Seite die, die sich gegen die Möglichkeiten entscheiden, nicht genug Geld haben oder am falschen Fleck der Erde leben.

Ich sehe außerdem die Gefahr eines neuen „Normbegriffs“. In Zeiten von vorgeburtlicher Selektierung durch Pränataldiagnostik müssen sich Eltern von Kindern mit Behinderung schon heute oft Sätze wie „So ein Kind muss doch heute nicht mehr sein!“ anhören. Der Druck auf die Verweigerer von technischem Fortschritt steigt mit den Möglichkeiten, sie werden ausgegrenzt und das Konstrukt „Behinderung“ als persönliches, nur selbst zu lösendes Problem begriffen. Sätze wie „Du hättest ja keine 5 im Sportunterricht haben müssen, hättest du mal im Exoskelett Fußball gespielt“ werden in Zukunft normal sein.

Digitale Teilhabe sehe ich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Als gegenseitiges Aufeinander Zukommen, als Möglichkeit des Austauschs und des gegenseitigen Respekts. Hilfsmittel wie Exoskelette oder Apps a la „Be My Eyes“ und Wheelmap dürfen nicht dazu führen, dass wir keine Rampen mehr bauen oder Informationen nicht in Brailleschrift zur Verfügung stellen. Damit niemand abgehängt wird, muss Barrierefreiheit in allen Bereichen, auch im Netz, mitgedacht und an den Bedürfnissen orientiert weiterentwickelt werden. Technische Innovation kann Motor und Getriebeschaden zugleich sein, verschließen können und sollten wir uns aber auf keinen Fall vor ihr.

Gastbeitrag von Michel Arriens, Blogger und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Kleinwüchsiger Menschen (@RollerUndIch)

Unter dem Motto „Neue Wege gehen und damit Begegnungen schaffen“ haben sich Aktion Mensch und Microsoft in einer Kooperation das Ziel gesetzt, digitale Anwendungen und Angebote zu fördern, die für mehr Barrierefreiheit und ein selbstverständlicheres Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung sorgen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit findet vom 25. bis 27. November 2016 im Microsoft Office in Berlin der „Neue Nähe“-Hackathon statt. Ziel des Programmiermarathons ist es, Ideen und Ansätze für mehr Teilhabe und Inklusion in echte Anwendungen und innovative Lösungen zu verwandeln.
Mehr Informationen & jetzt anmelden: aka.ms/neuenaehe

Smart School made in Saarbrücken

Inger Paus_80x80Nach Smartphone und Smart Home, der Smart Factory und den Smart Cars folgt nun auch die gute alte Institution Schule der anhaltenden technologischen Entwicklung und wird zur Smartschool. Und zwar ganz konkret: Die Gemeinschaftsschule Bellevue in Saarbrücken, wo in diesem Jahr am 16. und 17. November der nationale IT-Gipfel mit einem Schwerpunkt auf digitale Bildung stattfand.

In der IT-Gipfel Plattform „Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft“ unter Federführung des Bundesbildungsministeriums, in der auch Microsoft Mitglied ist, haben Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Unternehmen zentrale Fragen zum Thema digitale Bildung in Deutschland diskutiert: „Wie können digitale Medien das Lernen erleichtern?“ „Wie vermitteln wir die richtigen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt von morgen?“ Und „wie können sich Bildungsakteure besser vernetzen?“ Eines der konkreten Ergebnisse aus dieser Zusammenarbeit ist die erste Smart School in Saarbrücken, die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka und der saarländische Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon, am Vortag des IT-Gipfels vorstellten.

Wie neues Lernen in der Praxis aussieht
Ziel ist es, die Gemeinschaftsschule Bellevue in Saarbrücken unter Federführung des Bitkom zu einer komplett digitalisierten Schule und zu einem Ökosystem zu machen, in dem Digitalisierung stattfindet und Lernende auf die digitale Gesellschaft vorbereitet werden. Das klingt erstmal toll – aber wie funktioniert das?

Die Smart School basiert auf den drei wesentlichen Säulen: Infrastruktur, Pädagogik und Lehrerfortbildung. Beim Thema Infrastruktur liegt der Fokus auch bundesweit auf Breitband-Zugängen. In Saarbrücken surfen die Schüler der Smart School nun mit 100 Megabit Datenrate. Dazu steht ihnen im gesamten Schulgebäude WLAN zur Verfügung, mit dem sie beispielsweise auf eine Lernplattform zugreifen, aber auch interaktive Whiteboards per Smartphone bedienen können. Im digitalen Lernlabor experimentieren die Saarbrücker Schülerinnen und Schüler unter realen Problemstellungen mit 3-Druckern oder Micro-Controllern. Im Rahmen der Initiative „Code your life“ lernen die Schüler mit Microcomputern wie dem Calliope mini oder Arduinos praxisnah und kollaborativ zu programmieren´.


Günter Hoffmann, Lehrer an der Ganztagsschule Saarbrücken-Bellevue, erklärt das Smart Learning-Konzept und die Rolle der Wirtschaft in der digitalen Bildung.

Neue pädagogische Konzepte für die digitale Bildung gehören natürlich ebenfalls zum Smart School-Modell der Gemeinschaftsschule Bellevue. Die Schule demonstriert bereits seit vielen Jahren, dass digitales Lernen funktionieren kann und hat bei den pädagogischen Ansätzen ebenfalls schon viel Pionierarbeit geleistet. Die didaktischen Ansätze im digitalen Lernlabor basieren dabei auf den vielen Erfahrungen, u.a. aus der Einführung unseres Code your Life-Programms schon mit Schülern gesammelt werden konnten. Die didaktischen Konzepte, die in dieser Schule zum Tragen kommen werden, werden später auch anderen Schulen in einem Leitfaden zur Verfügung gestellt.

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Voraussetzung für digitalen Wandel: Lernen in der Schul-Cloud
Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Innovationen im Bildungsbereich“ wurde zum IT-Gipfel außerdem das Konzept der „Schulcloud“ präsentiert. Sie soll künftig die Vernetzung zwischen Lehrenden, Lernenden und Bildungsinstitutionen erleichtern indem sie schul- und fächerübergreifend digitale Lehr- und Lernangebote zentral verwaltet. Das hätte den Vorteil, dass die Schüler und Lehrer überall Zugriff auf Inhalte über Tablets oder Smartphones hätten. Das Konzept zur bundesweiten „Schul-Cloud“ entstand in Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten aus Wirtschaft und Bildungseinrichtungen unter Federführung des HPI und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Mit dem MINT-EC Excellence-Schulnetzwerk als Kooperationspartner soll die Schul-Cloud im nächsten Jahr in die Pilotphase gehen. Mehr als 25 MINT-EC-Schulen haben bundesweit bereits zugesagt, daran teilzunehmen.

Veröffentlicht von Inger Paus, Leiterin Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland