Gemeinsam für mehr IT-Sicherheit

Dr. Matthias Sachs

Matthias Sachs

In Industrienationen wie Deutschland verwendet über die Hälfte der Bevölkerung über 16 Jahre mehr als drei digitale mobile Endgeräte, ermittelte das Marktforschungsinstitut IDC. Nach Informationen des deutschen IT-Verbandes BITKOM nutzen fast 80 Prozent der Bundesbürger soziale Netzwerke. Neun von zehn Unternehmen werten IT-gestützte Daten für Entscheidungsprozesse aus (BITKOM). Jeder dritte Bundesbürger kann sich laut BITKOM vorstellen, seine persönlichen Daten in der Cloud zu speichern.

Die Zahlen der vier aktuellen IT-Trends – Mobiles Internet, soziale Kommunikation, Big Data und Cloud – überzeugen jeden letzten Zweifler, dass die digitalen Technologien aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind. 212 Milliarden vernetzte Endgeräte, Sensoren und Maschinen sollen laut McKinsey 2020 weltweit im Einsatz sein. Die Zahl möge vielleicht nicht ganz stimmen, so Dr. Christian Illek in seiner Eröffnungsrede auf der Konferenz zum Thema IT-Sicherheit bei Microsoft Berlin. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland warnte jedoch, dass das digitale Ökosystem durchaus mit einigen Stürmen zu kämpfen habe. „Wir müssen uns massiv mit IT-Sicherheit auseinandersetzen“, lautet daher seine Forderung.

Microsoft tut dies bereits seit vielen Jahren sehr intensiv. Dazu gehören beispielsweise hohe Sicherheitsstandards, die bereits bei der Produktentwicklung berücksichtigt werden, ein Transparenzzentrum in Brüssel, in dem die Quell-Codes der Produkte eingesehen werden können, und der Ausbau der End-to-End-Verschlüsselung. Zudem arbeitet das Unternehmen eng mit deutschen Partnern zusammen, die für Microsoft-Produkte spezielle Sicherheitslösungen entwickelt haben – wie die Unternehmen, welche ihre Lösungen bei der Konferenz am 24. September vorgestellt haben: brainloop und Corisecio, die mit ihren Sicherheitslösungen den Austausch von Dokumenten über Microsoft-Plattformen noch sicherer machen, Genua und iTwatch, die Firewall-Systeme oder Passwortsafes anbieten, E-Mails auf Knopfdruck verschlüsseln (Net at Work) oder Tablet-PCs mit einer speziellen Sicherheitstechnologie noch sicherer machen (secunet).

Gemeinsam für mehr IT-Sicherheit

Prof. Norbert Pohlmann, Vorsitzender des TeleTrusT – Bundesverband IT-Sicherheit e.V., betonte, dass zwar die marktführenden Technologien aus den USA kommen, es in Deutschland aber große Kompetenzen im Bereich Datenschutz sowie eine erfahrene mittelstandsgeprägte IT-Sicherheitsindustrie gibt. Er forderte Kooperationen der deutschen Unternehmen mit den IT-Marktführern, damit diese Schnittstellen zu ihren Produkten zur Verfügung stellen, so dass deutsche Sicherheitstechnologien angedockt werden können. Dies schaffe Vertrauen für die IT-Marktführer, eine größere Produktauswahl für Kunden und sorge dafür, dass die deutsche Sicherheitsindustrie Zugang zum globalen IT-Markt erhalte.

In einem Punkt waren sich alle Teilnehmer der Konferenz einig: Viele Sicherheitslücken entstehen von innen, da es den Nutzern nach wie vor an Wissen im Bereich IT-Sicherheit fehlt und viele immer noch zu unbedarft mit Daten und Dokumenten umgehen.

Veröffentlicht von Dr. Matthias Sachs, Government Affairs Manager, Microsoft Deutschland GmbH

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