Windows 10: Sicherheit geht vor

Author: Thomas LangkabelAm 29. Juli ist es soweit: Windows 10 geht an den Start und wird eine neue Ära in der Welt der Betriebssysteme einläuten. Das künftige Microsoft-Flaggschiff beschränkt sich keineswegs auf ein schlichtes Update. Hinter der nächsten Windows-Generation steckt ein völlig neuer Ansatz: Als erstes Betriebssystem überhaupt wird Windows 10 eine einheitliche Plattform über alle Gerätetypen hinweg schaffen. Ob Smartphone, Tablet, Desktop der Laptop: Windows-Nutzer werden sich künftig überall sofort zuhause fühlen.

Wichtiger noch: Nutzer dürfen sich sicher fühlen. Denn die Microsoft-Entwickler haben ihr Augenmerk ganz besonders auf Datenschutz und Sicherheit gerichtet. Datensicherheit steht für uns in einer zunehmend vernetzten Welt im Zentrum aller Entwicklungen. Hacker und Cyber-Kriminelle suchen und finden immer neue Angriffsflächen. Sie haben sich zu einer der größten Bedrohungen für offene, moderne und vernetzte Gesellschaften entwickelt. Erst kürzlich hat der Cyber-Angriff auf den Bundestag gezeigt, wie ernst das Thema zu nehmen ist. Microsoft ist sich seiner Verantwortung vollständig bewusst. Als Hersteller des weltweit am meisten genutzten Betriebssystems setzen wir alles daran, das Rückgrat von IT-Systemen so sicher wie nur möglich zu machen. Dabei gehen wir aktiv voran.

Ein paar Beispiele, warum Windows 10 das wohl sicherste Betriebssystem der Welt werden wird: Sicherheit beginnt für uns mit dem Datenschutz. Für Konsumenten gilt unter Windows 10 nur noch eine einzige Datenschutzerklärung. Alle relevanten Datenschutzbestimmungen können so auf einen Blick erfasst werden – und, das ist neu, sie gelten auf allen Endgeräten gleichermaßen. Chaotische Datenschutzeinstellungen gehören mit Windows 10 der Vergangenheit an. Datenschutz bedeutet freilich auch umfängliche Transparenz. Darüber, welche Daten Microsoft zu welchem Zweck wie und wo verarbeitet. Denn Cloud-Services bringen es nun einmal mit sich, dass mehr Daten erfasst und verarbeitet werden. Das an sich ist ja nicht das Problem. Die Gretchenfrage ist, ob die Daten in sicheren Händen liegen. Und ob sie sparsam und verantwortungsvoll genutzt werden. Windows-10-Nutzer wissen zu jeder Zeit, welche Daten erhoben, wie sie genutzt und wo sie gespeichert werden. Wichtig: Ein „on by default“ wird es nicht geben. Sowohl unsere Sprachassistentin Cortana als auch unser neuer Browser Edge sind optionale Features – sie können zu jeder Zeit aktiviert und deaktiviert werden. Ebenso hoch sind unsere Anforderungen an Telemetrie-Daten: Das sind jene Daten, die Microsoft erfassen muss, um das Betriebssystem stabil zu halten. Wir garantieren: Die Daten werden nur verschlüsselt übertragen und Windows-Nutzer wissen jederzeit, welche Daten Microsoft abfragt. Alle Daten werden zu jeder Zeit verschlüsselt: Auf dem Weg vom Anwender zur Cloud, auf ihrem Weg zwischen unseren Rechenzentren und bei der Speicherung im Rechenzentrum.

Last but not least: Microsoft Passport und Windows Hello. Microsoft trägt mit diesen beiden wegweisenden Neuerungen der Erkenntnis Rechnung, dass die größte Bedrohung in einer vernetzten Welt von Identitätsdiebstählen ausgeht. Hacker erbeuten Benutzernamen und Passwörter, um sich in sensible Netzwerke einzuklinken, dort Schadsoftware zu verbreiten oder Daten zu stehlen. Passport und Hello schieben hier einen wirksamen Riegel vor:

  • Windows 10 CortanaMit Windows Hello erkennen die Computergeräte jetzt ihre Anwender. Die Technologie erlaubt es, ohne den Aufwand eines Passworts einen sicheren Zugang zum Gerät zu erhalten. Windows Hello erkennt biometrische Merkmale wie Gesicht, Fingerabdrücke oder die Iris und generiert daraus einen einzigartigen Schlüssel, der nur auf dem Gerät gespeichert wird. Für potentielle Angreifer gibt es nichts mehr holen, weder Nutzerkennungen, PINs noch Passwörter.
  • Microsoft Passport basiert auf lange erprobten und sicheren Verschlüsselungsverfahren, welche zuverlässig die Identifikation des Nutzers gegenüber Anwendungen oder Online-Diensten ermöglichen. Im Zusammenspiel mit Windows Hello und der Gerätehardware entfällt die Übermittlung von Anmeldedaten der Nutzer. Identitätsdiebstahl, beispielsweise durch das Hacken von Nutzerdaten die auf Firmen-Servern gespeichert sind, wird bald der Vergangenheit angehören.
  • Device Guard und Windows Defender runden das umfassende Sicherheitspaket ab: Der App-Wächter Device Guard weist Schadsoftware die Tür, bevor sie sich in die Hardware einnisten kann. Der Defender wiederum bietet einen Basisschutz gegen Viren. Nicht als Ersatz für hochentwickelte Virenprogramme, sondern als Grundimmunisierung für den Start des Geräts.

Ich hoffe, es ist deutlich geworden: Microsoft stellt die Sicherheit und den Schutz seiner Benutzer bei der Entwicklung aller Produkte und Services in den Mittelpunkt, auch und gerade bei Windows 10. Denn Datenschutz ist uns eine Herzensangelegenheit. Weil wir wissen: Daten sind die Triebfeder für das digitale Wirtschaftswunder. Und der Datenschutz ist untrennbar damit verbunden.
Es lohnt sich also, über die neue Optik von Windows 10 und die Rückkehr des Start-Buttons hinaus zu blicken. Mich persönlich begeistern am kommenden Windows 10 gerade die deutlich verbesserten Sicherheits- und Schutzfunktionen, die den Nutzern nicht im Weg stehen und die Risiken unseres Lebens in der digitalen Welt reduzieren.

Veröffentlicht von Thomas Langkabel, National Technology Officer bei Microsoft Deutschland

2 thoughts on “Windows 10: Sicherheit geht vor

  1. Also alles wunderbar? Ich mag W10, und als Insider habe ich Vieles von dem mitverfolgt, was da entwickelt wurde. Ob alles „wunderbar“ ist, das wird sich zeigen. Leider hieß es das schon ZU oft.

  2. Mir gefällt der Gedanke des AMSI. Das Proaktive Anleiten des Virenscanners bestimmte Dateien zu untersuchen. Ob das am Ende des Tages wirklich mehr „Schutz“ bietet, das muss die Erfahrung zeigen.

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