Berlin: Aufbruch in die digitale Ära

Dirk_Bornemann_0071 1 Der digitale Aufschwung hat Berlin längst erfasst. Alle 20 Stunden entsteht hier eine neue Digitalfirma, Berlin zieht inzwischen mehr Venture Capital an als London. „Das macht deutlich, wie attraktiv diese Stadt ist und welche Zukunftshoffnungen mit ihr verbunden werden“, zeigte sich Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller im Microsoft Atrium Unter den Linden überzeugt. Ohne Zweifel: Die deutsche Hauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum digitalen Musterschüler entwickelt. Aber ist Berlin tatsächlich auf dem richtigen Weg zur digitalen Hauptstadt Europas? Im Mittelpunkt der Diskussion Müllers mit dem Journalisten Wolfram Weimer stand die Frage, wie die Politik den Aufbruch Berlins in die digitale Ära fördern kann. Continue reading

Der Zusammenbruch des US-EU Safe Harbor: Lösungen für den neuen datenschutzrechtlichen Zauberwürfel

Brad Smith

Brad Smith

Wenn Menschen, denen Technologie wichtig ist, auf das Jahr 2015 zurücksehen werden, werden sie sich an diesen Oktober als den Monat erinnern, in dem der US-EU Safe Harbor zusammengebrochen ist. Ein internationales Rechtsabkommen, das 15 Jahre wirksam war, wurde an einem einzigen Tag außer Kraft gesetzt. Am 6. Oktober hat der Europäische Gerichtshof ein internationales Rechtskonstrukt für ungültig erklärt, auf das sich über 4.000 Firmen verlassen haben, nicht nur, um Daten über den Atlantik zu übertragen, sondern auch, um auf zwei Kontinenten mit über 800 Millionen Menschen Geschäfte zu machen und Verbraucher zu bedienen.

Die Entscheidung hat verdeutlicht, was viele schon seit einiger Zeit vertreten haben: Rechtsnormen, die zu Beginn der PC-Ära geschrieben wurden, sind in einer Zeit allgegenwärtiger Mobilgeräte, die mit der Cloud verbunden sind, nicht mehr zeitgemäß. Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa benötigen wir an die neue technologische Welt angepasste neue Gesetze. Continue reading

EU CodeWeek: Digitale Skills für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Author: Inger PausDie Zahlen haben sich im Laufe der letzten Jahre kaum verändert. Noch immer hat Deutschland zu wenige IT-Fachkräfte. 43.000 Stellen sind laut Bitkom unbesetzt. Auch andere europäische Länder beklagen den Mangel an Computerexperten. Deshalb startete die EU 2014 gemeinsam mit Unternehmen eine Coding-Offensive für jungen Menschen mit der jährlich stattfindenden EU Code Week. Aktionen zum Programmieren lernen laufen in diesem Jahr noch bis zum 18. Oktober.

Mit unserer Initiative Code your Life haben wir uns an der EU Code Week beteiligt. 70 Achtklässler nahmen an einem Projekttag unter dem Motto „Creative Coding & Gamification“ teil. Continue reading

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner der #UpgradeYourWorld-Kampagne stehen fest

Author: Inger PausVor ein paar Wochen haben wir zum Launch von Windows 10 die Internet-Community dazu aufgerufen, uns Non-Profit-Organisationen vorzuschlagen, die wir im Rahmen unserer weltweiten Kampagne #UpgradeYourWorld mit einer Geldspende in Höhe von 50.000 US-Dollar bei ihrer Arbeit unterstützen können.

Auf der Kampagnen-Website oder direkt über die Facebook-Seite von Windows sowie auf Twitter und Instagram hatte jeder Einzelne die Möglichkeit, unter dem Hashtag #UpgradeYourWorldDE eine gemeinnützige Organisation seiner Wahl vorzuschlagen. Heute präsentieren wir nun die fünf Non-Profits, die innerhalb des Abstimmungszeitraums von der Community die meisten Likes, Shares und Retweets bekommen haben und dadurch – neben den bereits im Vorfeld ausgewählten Förderverein für Jugend und Sozialarbeit, den Mobilen Rettern, dem Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ sowie den Vereinen Lichterkette und Sozialhelden – von uns unterstützt werden. Continue reading

Kinder fit für die digitale Zukunft machen: Kooperation mit Kiggi stärkt Medienkompetenz von Kindern

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Neue Medien gehören von Beginn an zur Lebenswelt der Kinder dazu – mit allen Chancen und Risiken. Umso wichtiger ist es, dass Medienbildung in den Familien bewusst stattfindet und in der gemeinsamen Erziehungspartnerschaft mit Kindertageseinrichtungen Unterstützung findet. Kita-Kinder verantwortungsvoll auf die digitalen Herausforderungen der Zukunft vorbereiten und gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse fördern, das ist das Ziel des neuen Partner-Projekts der Microsoft Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ und dem Kinderhilfsprojekt Kiggi, Deutschlands erster Sponsoring-Plattform für Kindergärten.

Vielen der über 50.000 deutschen Kindertageseinrichtungen fehlen die finanziellen Mittel, um den Mädchen und Jungen pädagogisch wertvolle Spiel- und Lernanreize zu bieten. Das soll sich mit unserem Projekt ändern. Um die Medien- und Sprachkompetenz der Kinder frühzeitig zu stärken, wird das kinderfreundlich gestaltete Tablet Odys Junior Tab 8 Pro mit der vorinstallierten Schlaumäuse-Sprachlernsoftware über die Kita-Onlineplattform www.kiggi.de angeboten. Dort haben alle Kindergärten in Deutschland die Möglichkeit, sich kostenlos zu registrieren und vier Wünsche aus einer umfangreichen Produktliste einzugeben. Im Anschluss daran macht sich das Kiggi-Team auf die Suche nach engagierten Privatpersonen und Unternehmen, die helfen, die Herzenswünsche der Kitas wahr werden zu lassen. Mit kleinen und großen Geschenken kann so zum Erhalt und Ausbau der Einrichtungen beigetragen werden.

Die VR Bank Südliche Weinstraße geht mit gutem Beispiel voran und engagiert sich als erste Bank in Deutschland mit dem Projekt „Kita 2.0“ für die Kindergärten in ihrem Geschäftsgebiet. Mehr als 40 Kitas will die Bank mit den Kinder-Tablets ausstatten. Beim Spielen mit der darauf installierten Schlaumäuse-Lernsoftware verbessern die Kinder nicht nur ihre Deutschkenntnisse, sie erlernen auch spielend den sinnvollen Umgang mit dem Computer und gewinnen so wichtige Medienkenntnisse, die sie für die digitale Zukunft benötigen.

Veröffentlicht von Stephan Hohmann, Leiter der Initiative „Schlaumäuse – Kinder lernen Sprache“

Die digitale Revolution bei der Bundeswehr

Dirk_Bornemann_0071 1Die zunehmende Komplexität wirtschaftlicher, politischer und humanitärer Konflikte und Krisenherde zeigt, wie wichtig es ist, den Dialog mit den transatlantischen Partnern nicht nur aufrechtzuhalten, sondern zu intensivieren. Dazu soll unsere Veranstaltungsreihe „Transatlantischer Dialog“ einen Beitrag leisten. In der vergangenen Woche berichtete Volker Wieker, Generalinspekteur der Bundeswehr, im Microsoft Atrium in Berlin über die Herausforderungen für das transatlantische Bündnis. „Jedermann ist bewusst, dass diese Herausforderungen nicht allein militärisch bewältigt werden können. Sicherheit bedarf immer eines vernetzten Ansatzes“, hob Wieker im Gespräch mit dem Journalisten Udo van Kampen hervor.

Einen vernetzten Ansatz in mehrfacher Hinsicht: Zunächst durch Kooperation innerhalb der Nato. Zweitens durch die Vernetzung von militärischen Operationen, Diplomatie und humanitären Einsätzen. Und nicht zuletzt durch eine umfassende Vernetzung der Streitkräfte mit digitalen Informationssystemen, die längst auch für Bundeswehr und Nato eine Zeitenwende eingeläutet haben. Continue reading

Eine Nachricht an unsere Kunden in Bezug auf EU-US Safe Harbor

Brad Smith

Brad Smith

Wir verstehen, dass einige unserer Kunden Fragen in Bezug auf die Auswirkungen der heutigen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs („EuGH“) im Zusammenhang mit dem Safe-Harbor-Abkommen zwischen der EU und den USA haben. Insbesondere mögen sich einige Kunden fragen, ob das nun heißt, dass Kundendaten nicht mehr aus der Europäischen Union in die USA übertragen werden können.

Wir glauben, dass die eindeutige Antwort für die Kunden der Microsoft „Enterprise-Cloud“ ist, dass sie weiterhin Daten übertragen können und sich hierbei auf die zusätzlichen Schritte und rechtlichen Absicherungen verlassen können, die wir eingerichtet haben. Diese beinhalten zusätzliche und strenge Schutzmaßnahmen zur Einhaltung des Datenschutzes und Microsofts Einhaltung der EU „Model Clauses“ (Standardvertragsklauseln), die es Kunden ermöglichen, Daten grenzüberschreitend zwischen der EU und anderen Staaten – auch den USA – zu übertragen – auch ohne Geltung des Safe Harbor Konzeptes. Sowohl das Urteil als auch die Kommentierung der Europäischen Kommission haben diese Arten von Maßnahmen heute Vormittag anerkannt.

Der Microsoft Cloud Service inklusive der Azure Core Services, Office 365, Dynamics CRM Online sowie Microsoft Intune befolgen die EU Model Clauses allesamt und sind damit auch abgesichert.

Ferner gehen wir davon aus, dass die heutige Entscheidung keinen erheblichen Einfluss auf unsere Verbraucher-Services haben wird. Unsere Nutzungsbedingungen machen deutlich, dass im Rahmen der Zurverfügungstellung unserer Services Daten zwischen Nutzern übertragen werden. Das findet zum Beispiel statt, wenn ein Nutzer einem anderen Nutzer eine E-Mail oder anderen Online-Content übersendet. Wir betreiben auch Datenzentren in verschiedenen Ländern und Regionen; einige davon sind in Europa lokalisiert.

Unsere Fähigkeit, uns auf diese zusätzlichen rechtlichen Sicherungsmittel verlassen zu können, ist kein Zufall. Wir haben die Möglichkeit der heutigen Entscheidung erkannt und daher Notfallmaßnahmen für unsere Unternehmenskunden installiert. Diese beruhen auf Arbeit, die wir seit mehr als vier Jahren betreiben, um den Schutz unserer Kunden zu verbessern und sicherzustellen, dass es ihnen möglich ist, im Einklang mit den Gesetzen und Richtlinien mit ihren Daten in die Microsoft Cloud zu wechseln. Wir haben folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Wir haben intensive Ingenieursarbeiten, operative Maßnahmen und juristische Arbeiten vorgenommen, um in unseren Cloud-Verträgen die EU Model Clauses bereits seit 2011 anbieten zu können. Seit Beginn dieses Jahres sind wir außerdem der erste große Cloud-Anbieter, der die weltweit ersten internationalen Standards für Cloud Sicherheit, die ISO 27018, eingeführt hat.
  • Im April 2014 haben wir außerdem von der Artikel 29 Datenschutzgruppe die Bestätigung erhalten, dass die Einführung der EU Model Clauses in unseren Verträgen mit ihren strengen Anforderungen im Einklang stehen. Die Datenschutzgruppe setzt sich aus den Kontrollstellen der einzelnen Mitgliedstaaten zusammen, und diese sind die führenden Experten auf diesem Gebiet. Wir waren das erste Technologieunternehmen, das diese Bestätigung erhalten hat. Wie wir bereits letzten April mitgeteilt haben, heißt das für unsere Kunden, die unsere Cloud-Services benutzen, dass diese sich auf den Schutz verlassen können, um weiterhin Daten in die USA oder anderswohin zu übertragen.
  • Wir wollten sicherstellen, dass all unsere Kunden der „Enterprise-Cloud“ diesen Vorteil genießen, daher haben wir im letzten Jahr begonnen, die Einhaltung der EU Model Clauses als Standard in die Verträge unserer größeren Unternehmens-Cloud-Services mit jedem Kunden einzuführen. Microsoft Cloud Kunden müssen nichts weiter tun, um hier abgesichert zu sein.

Unser Engagement für den Datenschutz geht über die schwierige Aufgabe, die Übereinstimmung mit den EU-Model Clauses sicherzustellen, hinaus.

  • Im Dezember 2013 haben wir eine Vielzahl von weiteren Maßnahmen angekündigt, um die Sicherheit der Kundendaten zu erhöhen. Diese beinhalteten einen erheblichen Ausbau der Verschlüsselung quer durch unsere Services, eine erhöhte Transparenz unseres Codes und die Stärkung des rechtlichen Schutzes der Kunden für den Fall, dass Regierungsbehörden die Herausgabe von Kundeninformationen anfragen.
  • Für den Fall, dass eine Regierungsbehörde Zugang zu Kundendaten anfragt, müssen diese den für das betreffende Konto oder Identifizierungsobjekt vorgesehenen zutreffenden rechtlichen Prozess einhalten. Die von uns veröffentlichten Daten zeigen, dass nur ein sehr geringer Teil unserer Kunden von solchen Anfragen von Regierungsbehörden betroffen ist.
  • Wenn es angemessen war, haben wir bestimmte rechtliche Anordnungen mit Erfolg gerichtlich angegriffen.
  • Wir haben signifikant in die Einrichtung von Datenzentren auf der ganzen Welt investiert, auch zum Teil um die Daten näher an den Kunden zu halten. Wir haben inzwischen über 100 Datenzentren in 19 Regionen und 40 Ländern.

Die heutige Entscheidung hat wichtige Punkte aufgeworfen und macht es sogar noch wichtiger, dass die Europäische Kommission und die amerikanische Regierung eine Einigung über einen zukünftigen Weg finden. Wir unterstützen diese Bemühungen. Die Entscheidung macht auch deutlich, wie sehr weltweit weitreichendere Reformen des digitalen Datenschutzrechts benötigt werden, um ein besseres Gleichgewicht zwischen den Privatsphäre-Interessen des Einzelnen und dem der öffentlichen Sicherheit herzustellen. Dies ist etwas, für das wir schon länger plädieren.

Es gibt aber auch Schritte, die schnell auf Seiten der USA gemacht werden könnten, wie zum Beispiel die Verabschiedung des ECPA Amendment Act („Änderung des Gesetzes über die Vertraulichkeit der elektronischen Kommunikation”), den „LEADS Act“ („Gesetz zur Durchsetzung des Zugangs von im Ausland gespeicherten Daten“) sowie des Judical Redress Act („Gesetz zur Einlegung von Rechtsmitteln“). Dies würde alles helfen.

Wir hoffen, dass die Regierungen auf beiden Seiten des Atlantiks in dieselbe Richtung arbeiten. Viele Europäische Nationen überlegen derzeit, ihre Gesetze zur Überwachung zu ändern. Besser als die Überwachung von Regierungen einfach auszuweiten, wie es manche anstreben, sollte das Augenmerk darauf liegen, das richtige Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Privatsphäre herzustellen, ohne das eine für das andere aufzugeben.

Während die Microsoft Cloud-Kunden ihr Geschäft schon heute weiterführen können, ist es klar, dass die Welt von einer erneuerten Vereinbarung – sowie von Reformen – in diesem Bereich zwischen Europa und den USA profitieren wird. Wir sind entschlossen, in enger Zusammenarbeit mit anderen in der Industrie und durch Unterstützung der Datenschutzbehörden und Regierungen dabei zu helfen, die Ziele, die der Europäische Gerichtshof festgelegt hat, zu erreichen. Menschen werden keine Technologien benutzen, denen sie nicht vertrauen. Wir müssen zusammenarbeiten, um dieses Vertrauen aufzubauen.

Veröffentlicht von Brad Smith – President and Chief Legal Officer, Microsoft Corporation

Das englische Original des Blogposts vom 6. Oktober 2015 finden Sie hier.