Ohne IT geht nichts und ohne Ehrenamt auch nicht

thumb_80x80_clemens_fredeModerne Technologien, Internet, soziale Medien und vieles mehr – all das ist aus dem Arbeitsalltag von Vereinen, Stiftungen und anderen gemeinnützigen Organisationen nicht mehr wegzudenken. Sei es bei der Planung von Veranstaltungen, der Kommunikation mit Mitgliedern und Ehrenamtlichen, der allgemeinen Vereinsverwaltung oder bei der Einsatzplanung von Rettungsdiensten – ohne IT geht nichts mehr.

Wie groß der Informationsbedarf und das Interesse an digitalen Themen ist, zeigte sich auf dem dritten Technologie- und Trendtag für Non-Profits von Microsoft und Stifter-helfen.de in Berlin. Rund 145 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen – von Denkmalschutz über Suchtprävention bis hin zu Jugendhilfe – hatten am Freitag, den 19. Februar den Weg zur Microsoft-Niederlassung in Berlin, Unter den Linden, gefunden.

Inspirierende Vorträge
Die Non-Profit-Vertreter ließen sich inspirieren von interessanten Vorträgen, unter anderem über digitales Marketing bei den Sozialhelden, über eine lebensrettende App mit GPS-Ortung der Mobilen Retter e.V. oder über die Kraft von Fotos und Videos in der Kommunikation vom Fundraisingnetz. Großes Interesse fand auch der Vortrag „IT-Sicherheit in der NPO-Praxis“.

Wie wichtig moderne Technologien im gemeinnützigen Sektor sind, zeigten auch die Erkenntnisse des IT-Reports für Non-Profits 2015. Hier wurde jedoch deutlich, dass die Non-Profits zwar Technologien nutzen, dies aber mit sehr begrenzten finanziellen und personellen Mitteln tun.

1.000 Euro für IT pro Jahr
So liegt der Median für die jährlichen IT-Ausgaben bei 1.000 Euro (Zur Erklärung: Der Median teilt die antwortenden Non-Profits in zwei gleich große Hälften. Er wird verwendet, wenn das arithmetische Mittel auf Grund einer zu starken Verzerrung nicht aussagekräftig ist.) Von dem genannten Betrag versuchen die zumeist kleineren Non-Profits ihre jährlichen Ausgaben für Hard- und Software zu bestreiten. Dabei bleibt in der Regel wenig bis kein Geld für IT-Beratung, Schulungen, Installation, Systembetreuung durch externe Dienstleister oder gar für eigenes Personal übrig.

Ehrenamt ist Dreh- und Angelpunkt
So verwundert es nicht, dass das Ehrenamt auch im IT-Bereich der Dreh- und Angelpunkt für gemeinnützige Organisationen ist. Denn bei über 50 Prozent der Non-Profits kümmert sich ein ehrenamtlicher Mitarbeiter um die IT. Zusätzlich übersteigt die Zahl der Geräte, die sich im Privatbesitz befinden, leicht die Zahl derer, die sich im Besitz der Non-Profits befinden. Ehrenamtler bringen also nicht nur ihre Arbeitszeit und ihr Know-how bei ihrem Engagement mit ein, sondern auch noch ihre eigenen PCs, Laptops, Drucker & Co.

Informationsbedarf zu IT-Themen bei Non-Profits
Der IT-Report zeigt – ebenso wie die Gespräche mit Non-Profit-Vertretern auf dem Technologie- und Trendtag – die Notwendigkeit für weitere Unterstützungsangebote im gemeinnützigen Sektor. Dies betrifft nicht nur Produkte oder Services, sondern auch das Thema Know-how, bei dem vor allem bei der Software-Auswahl, bei IT-Sicherheit, sozialen Medien und Cloud-Lösungen großer Informationsbedarf besteht. Wie wichtig hier der Technologie- und Trendtag ist, wird vor diesem Hintergrund umso deutlicher.
An dieser Stelle möchten wir uns für die Gastfreundschaft und ein tolles Event bei Inger Paus, Leiterin Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik Microsoft Deutschland, und ihrem Team bedanken sowie bei den IT-Partnern und Organisationen, die zum Erfolg des Technologie- und Trendtags beigetragen haben. Und wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung mit und für Non-Profits!

Gastbeitrag von Clemens Frede, Leiter Programmentwicklung www.stifter-helfen.de


Alle Informationen zum NPO-Tag 2016 finden Sie hier.

Kommentar verfassen