IT-Report zeigt: Ohne Ehrenamt geht auch in der IT nichts

Inger Paus_80x80Mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich in gemeinnützigen Vereinen. Doch wie organisieren sich die rund 600.000 Non-Profit-Organisationen (NPOs)? Welche Informations- und Kommunikationstechnologien setzen sie ein? Welche NPOs arbeiten digital? Wer kümmert sich um ihre IT?

Antworten auf diese Fragen wurden erstmals in einer empirischen Studie veröffentlicht, dem IT-Report für Non-Profits 2015. Die Studie solle zukünftig alle zwei Jahre durchgeführt werden, sagte Petra Röhrl von stifter-helfen.de, die den IT-Report im Februar beim NPO-Tag von Microsoft vorstellte. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählt, dass rund 41 Prozent der teilnehmenden Vereine keine hauptamtlichen Mitarbeiter beschäftigen und 71 Prozent von ihnen nur über einen Standort verfügen. Bei über der Hälfte der Vereine kümmern sich ehrenamtlich Tätige um die IT. Jeder fünfte Verein hat für Personal- und Sachkosten weniger als 2500 Euro pro Jahr zur Verfügung. Bei kleinen Vereinen gibt es in Sachen IT deshalb keine Planungssicherheit, ergab die Studie.

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Das Fazit der Studie: ohne Ehrenamt geht auch in der IT nichts. Wie sehr die NPOs von ihren Ehrenamtlern profitieren, zeigte sich an der Zahl der Geräte, die im Besitz der antwortenden Vereine, Stiftungen und anderen gemeinnützigen Organisationen bzw. im Privatbesitz von deren Mitarbeitern sind. Dabei übersteigt die Zahl der privaten Endgeräte mit 68.600 sogar die Zahl der betriebseigenen von 66.700. Und: Bei 53% der antwortenden NPOs kümmert sich außerdem ein ehrenamtlicher Mitarbeiter um die IT. Im Klartext heißt das: Ohne Ehrenamtler, deren PCs, Laptops & Co. und ihrem Einsatz als ‚IT-Kümmerer‘ würde es bei vielen Non-Profits ziemlich düster aussehen.

Nutzung von Cloud-Diensten eher bei kleineren Organisationen
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Cloud-Dienste, vor allem Webmail und Speicherdienste, werden vor allem von NPOs bis unter fünf hauptamtlichen Mitarbeitern genutzt. Große nutzen diese deutlich weniger, da sie in der Regel beispielsweise über eigene Mail-Server, Netzwerke und betriebseigene Server mit Speichermöglichkeiten verfügen.

Ein Grund mehr für Microsoft, NPOs weiter mit Produkten und (Cloud-)Services zu unterstützen. Deshalb bietet Microsoft ihnen künftig neben Office 365 auch die stark nachgefragten Cloud-Services Azure, Power BI, CRM Online sowie die Enterprise Mobility Suite kostenlos oder mit signifikanten Preisnachlässen an, damit Ehrenamtler sich auf ihre eigentliche Tätigkeit konzentrieren können: anderen zu helfen.

Veröffentlicht von Inger Paus, Leiterin Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

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