Digitales Deutschland mit Andrea Nahles: „Die Arbeit wird uns nicht ausgehen“

Inger Paus_80x80Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Durch die fortschreitende Digitalisierung werden viele Tätigkeiten zunehmend automatisiert. Werden Roboter und Algorithmen in der Wirtschaft 4.0 zum Jobkiller, wie Skeptiker mutmaßen? „Das ist Unsinn“, zeigt sich Andrea Nahles überzeugt. Die Bundesarbeitsministerin hält nichts von solchem „Alarmismus“. Im Gegenteil: „Durch die Digitalisierung entstehen jeden Tag massiv neue Arbeitsplätze“, betont die SPD-Politikerin im Gespräch mit dem Verleger Wolfram Weimer im Microsoft Atrium Unter den Linden. „Und wenn es irgendein Land in Europa gibt, das die Digitalisierung positiv für sich nutzen kann, dann ist das Deutschland.“

Die Besucher der Microsoft-Veranstaltung „Arbeiten 4.0 – Wie erfasst die digitale Revolution die Arbeitswelt?“ erlebten eine optimistische Bundesministerin, die die Chancen des digitalen Wandels eindeutig in den Mittelpunkt rückt. Mögen die Amerikaner gegenwärtig die Nase vorn haben, so sei Deutschland Nahles zufolge gerade sehr erfolgreich dabei, seinen starken Industriestandort mit den Möglichkeiten der Digitalökonomie zu verschränken.

Wie stellen Sie sich den idealen Arbeitstag in 5-10 Jahren vor?

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist auch Nahles davon überzeugt, dass heutige Berufe nicht gänzlich verschwinden. Tätigkeitsfelder, Berufsbilder und die Arbeitswelt insgesamt werden sich dabei in den nächsten Jahren gewiss massiv verändern., heißt es dazu in einer IAB-Studie. Forscher weisen darauf hin, dass der technologische Fortschritt bislang immer mehr neue Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet hat. Schließlich ermöglicht die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Produkte. Die Produktivität steigt, Waren werden günstiger, mehr Nachfrage schafft mehr Wachstum und Beschäftigung.

Welche Rolle spielt Technologie bei der Veränderung der Arbeitswelt?

Zugleich gilt es aber auch, die Beschäftigten auf dem Weg der „schöpferischen Zerstörung“ (Schumpeter) mitzunehmen. Arbeiten 4.0 wird vernetzter, digitaler, flexibler. Unternehmen und Beschäftigte brauchen mehr Flexibilität. Eine Deregulierung nach US-Vorbild kann nach Einschätzung der SPD-Politikerin aber nicht die Lösung für Deutschland sein, weil das nicht zur Sozialen Marktwirtschaft passe. Die Ministerin macht sich deshalb für ein neues arbeitsmarktpolitisches Leitbild, einen neuen sozialen Kompromiss, einen „Flexibilitätskompromiss“ stark: „Die Schutzregeln der Industrie 3.0 passen nicht mehr zur Wirtschaft 4.0. Ich versuche deshalb, einen Kompromiss zwischen Schutzinteressen und Flexibilitätsanforderungen zu finden. Die Revolution des Digitalen erfordert eine behutsame Evolution des Sozialen.“

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Auch Arbeitnehmer sollen von der Digitalisierungsdividende durch flexible Arbeitszeitmodelle oder die freie Wahl des Arbeitsortes profitieren – „durch gute, sichere und gesunde Arbeit“, wie es Nahles ausdrückt. Microsoft hat schon vor zwei Jahren die Anwesenheitspflicht im Büro abgeschafft. Solche Modelle prägen nach den Vorstellungen der Ministerin die Zukunft der Arbeit. Betriebliche und tarifvertraglich vereinbarte Arrangements haben dabei ganz klar Vorfahrt vor neuen Bundesgesetzen, die nicht auf die spezifischen Anforderungen einzelner Branchen und Unternehmen abstellen können. Deshalb schweben Nahles künftig „Experimentierräume“ in verschiedenen Unternehmen und Branchen vor, in denen neue Arbeitsmodelle jenseits gesetzlicher Regelungen zeitlich befristet ausprobiert werden können. „Wir brauchen dringend weniger Ideologie, dafür mehr Erfahrungswissen!“

Hilfreiche Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Gestaltung der künftigen Arbeitswelt erhofft sich die Ministerin zusätzlich aus dem „Dialogprozess Arbeiten 4.0“, den das Ministerium im April 2015 mit einem Grünbuch initiiert hat. Sozialpartner, Beschäftigte und Unternehmen beteiligen sich an der Debatte, die bis Ende des Jahres in einem Weißbuch „Arbeiten 4.0“ münden soll. Eine Antwort ist für die Ministerin allerdings jetzt schon klar: „Wir brauchen dringend eine Weiterbildungsoffensive in den Betrieben, um den Transformationsprozess zu gestalten. Betriebe müssen noch mehr als bisher zu Lernorten werden. Das ist das Entscheidende, worum es in den nächsten Jahren geht!“

Warum haben Sie im letzten Jahr den Dialogprozess Arbeiten 4.0 gestartet? Was wünschen Sie sich als Ergebnis?

Veröffentlicht von Inger Paus, Leiterin Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

Schritt halten mit dem technologischen Wandel: Gemeinsam dem Löwen begegnen

Renate_RadonAllein auf Amerikas Straßen sind 2015 mehr als 35.000 Menschen gestorben. Der tägliche Verkehrstod gehört dort wie anderswo so selbstverständlich zum Alltag, dass er kaum noch eine Randnotiz in der Lokalzeitung wert ist. Doch die fatale Kollision eines Tesla-Fahrers mit einem Lastwagen in Florida sorgte im Sommer 2016 weltweit für Schlagzeilen. Der Grund: Es handelt sich um den ersten tödlichen Unfall eines selbstfahrenden Autos. Der Unglücksfahrer hatte sich auf seinen Autopiloten verlassen, doch das System hat den LKW nicht als Hindernis identifiziert.

Seither ist die Diskussion um Sicherheitsrisiken autonomer Fahrzeuge neu entflammt. Dabei spielt kaum eine Rolle, dass mehr als 90 Prozent aller Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Autonomes Fahren dagegen kann den Straßenverkehr deutlich sicherer machen. Das US-Transportministerium geht davon aus, dass 19 von 20 Unfällen in Zukunft verhindert werden können.

Es liegt in der menschlichen Natur, Unbekanntes mehr zu fürchten als Bekanntes, meinen Experten wie der Potsdamer Risikoforscher Ortwin Renn. „Was ich nicht kenne ist mir unheimlich“, sagt Renn in einem Interview mit dem Spiegel. Dass die größte Angst oft sogar dort herrscht, wo die reale Gefahr am geringsten ist, führt er auf die Zeit der Besiedlung der Savanne durch unsere Urahnen zurück. „Es gibt einen Löwen, aber keiner hat mit dieser Sorte von Löwen irgendeine Erfahrung, und schon steigt die Angst ins Unermessliche.“ Das erklärt auch, warum neue Technologien in der Bevölkerung oft auf starke Vorbehalte stoßen – es fehlt uns schlicht an Erfahrung.

Technologien sind nicht einfach da
Doch anders als der Löwe in der Savanne sind Technologien nicht einfach da. Wir müssen sie entwickeln und ihre Verbreitung vorantreiben, damit wir sie nutzen können. Und nur indem wir sie nutzen, können wir die notwendigen Erfahrungen sammeln, um Ängste ab- und Vertrauen aufzubauen. Es gehört also durchaus ein wenig Mut dazu – ohne den hätte die Menschheit schließlich nie den sicheren Urwald verlassen, um in der Savanne Erfahrungen mit Löwen zu sammeln.

Beispiel digitale Bildung: In einer Welt, die immer stärker durch digitale Technologien geprägt wird, ist digitale Kompetenz die entscheidende Voraussetzung für Bildung, für beruflichen Erfolg und für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Rund 90 Prozent der Berufe werden in naher Zukunft digitale Kompetenzen erfordern. Das Beherrschen digitaler Technologien entscheidet über die Chancen des Einzelnen auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig hängt die Zukunft unserer Wirtschaft davon ab, dass sie genügend Fachkräfte mit digitalen Qualifikationen findet. Doch derzeit ist Deutschland laut „International Computer and Information Literacy Study“ (ICILS) in Sachen digitaler Bildung bestenfalls Mittelmaß. So setzen beispielsweise in keinem anderen ICILS-Teilnehmerland Lehrkräfte Computer so selten im Unterricht ein wie in Deutschland. Damit verschenken sie gewaltige Chancen. Denn der Einsatz digitaler Technologien im Unterricht ermöglicht nachweislich lebendigere Lernerfahrungen und nachhaltigere Lernerfolge.

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Renate Radon mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Stand der Microsoft-Initiative IT-Fitness beim DsiN-Jahreskongress


Digitaler Bildungspakt für Deutschland

Deshalb hat Microsoft 2016 einen Digitalen Bildungspakt für Deutschland angestoßen, der inzwischen eine Vielzahl von Unternehmern, Wissenschaftlern, Bildungsexperten und Pädagogen, kommunalen Entscheidern und Technologie-Spezialisten vereint. Schließlich können wir nur durch gemeinsames, mutiges und verantwortungsvolles Handeln dafür sorgen, dass auch zukünftige Generationen die Chancen neuer Technologien voll nutzen können.

Auch die digitale Transformation unserer Wirtschaft müssen wir jetzt mutig vorantreiben. Denn die Welt da draußen dreht sich immer schneller. Junge Hightech-Unternehmen drängen mit Macht in gewachsene Märkte und stellen die Spielregeln in allen Branchen auf den Kopf. Entscheidend ist es, die digitale Transformation jetzt als Chance und nicht als Bedrohung wahrzunehmen.

Beispiel Cloud Computing: Zwar können firmeneigene IT-Infrastrukturen heute kaum noch dieselbe Sicherheit gegen Datenmissbrauch und Datenverlust bieten wie die Cloud. Dennoch verhindern Sicherheitsbedenken immer noch, dass Unternehmen konsequent in diese wichtige Basistechnologie investieren. Auch hier müssen wir gemeinsam mit umfassender Aufklärungsarbeit und absoluter Transparenz gegensteuern. Denn Cloud Computing ist die Voraussetzung für sämtliche Zukunftskonzepte – vom Internet der Dinge und Industrie 4.0 über vernetzte Wissensarbeit bis zur intelligenten Auswertung großer Datenmengen. Die Nutzung der Cloud ist deshalb keine Frage des „ob“, sondern allenfalls eine Frage des „wie“.

Nur digital mündige Nutzer können neue Technologien richtig anwenden
Fakt ist: Es liegt in der Verantwortung der IT-Wirtschaft, nutzerfreundliche und sichere Lösungen zu entwickeln und deren Funktionsprinzipien sowie mögliche Risiken transparent zu machen. Außerdem brauchen wir eine Politik, die Rahmenbedingungen vorgibt, in denen sich neue Technologien so entwickeln können, dass sie der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Verwaltung und dem Bürger möglichst großen Nutzen bringen können. Aber wir brauchen auch digital mündige Nutzer, die Risiken realistisch einschätzen können, Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen, neue Technologien kompetent beherrschen und angebotene Sicherheitslösungen auch wirklich anwenden.

Und letztlich müssen alle drei Gruppen an einem Strang ziehen, um gemeinsam mit Mut und Verantwortungsbewusstsein die Verbreitung neue Technologien voran zu treiben. Darum sind Initiativen wie „Deutschland sicher im Netz“ so wichtig. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat DsiN viel erreicht. Mit der fortschreitenden Digitalisierung, der zunehmenden Vernetzung und der steigenden Komplexität unserer Welt wächst auch der Aufklärungsbedarf. Wir müssen weiter sensibilisieren, Basiswissen vermitteln, die Umsetzungsbereitschaft verbessern und Vertrauen aufbauen.

Dabei müssen wir mit dem rasanten technologischen Wandel Schritt halten. Um das in Zukunft leisten zu können, müssen wir alle Kräfte bündeln und möglichst viele Akteure einbinden. Denn es ist keine Lösung, im Urwald abzuwarten, bis andere Erfahrungen mit dem Löwen gesammelt haben. Diese anderen gewinnen in der Zwischenzeit sonst einen so großen Wissensvorsprung, dass sie kaum noch einzuholen sind. In Zeiten rasant fortschreitender Digitalisierung gilt das mehr denn je. Wir können es uns als Gesellschaft und als Wirtschaftsstandort schlicht nicht leisten, allzu lange zu zögern.

Beitrag von Renate Radon, Senior Director Public Sector, Microsoft Deutschland und Mitglied der Geschäftsleitung, in der Festschrift zu „10 Jahre DsiN

Warnung: Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus

joachim-rosenoeggerTechnische Geräte wie Smartphones, Tablets und Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie helfen uns, mit unseren Familien, Freunden und Kollegen in Kontakt zu bleiben. Mit der Bedeutung dieser Geräte wächst aber auch die Gefahr des Missbrauchs. Zwar ist die kriminelle Masche, bei der sich Betrüger als Mitarbeiter des technischen Supportcenters von Microsoft ausgeben, nicht neu; gewandelt haben sich aber die Methoden: Zusätzlich zu Telefonanrufen nutzen die Betrüger heutzutage vermehrt E-Mails, infizierte Webseiten und Pop-ups, um illegal an Nutzerdaten zu gelangen.

Wer ist betroffen?
Die Microsoft Digital Crime Unit hat in den vergangenen zwölf Monaten eine Studie in zwölf Ländern und Regionen durchgeführt, die das Ausmaß und den Einfluss des sogenannten „Tech Support Scam“ misst. Demnach gaben weltweit zwei Drittel aller Befragten an, in den vergangenen zwölf Monaten Erfahrungen mit der Betrugsmasche gemacht zu haben. In Deutschland sind mehr als die Hälfte aller Befragten betroffen.

Interessant ist, dass entgegen allgemeiner Erwartung vor allem die Millenials betroffen sind, also die 18 – 34 Jährigen. 50% der Personen, die auf Grund eines Telefonbetrugs weitere Aktionen durchführten, gehören zu dieser Altersgruppe.

Während global jeder Zehnte durch den Cyberbetrug finanziellen Schaden erlitt, liegt die Zahl der finanziell Geschädigten in Deutschland glücklicherweise bei nur drei Prozent.

Wie gehen die Betrüger vor?
Die Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus und behaupten am Telefon oder via Mail, auf Webseiten und über Pop-up-Fenster, dass der Computer der Nutzer von Viren befallen sei. Dann bieten sie telefonisch oder über das Internet Software an, die angeblich bei der Säuberung des Geräts helfen soll. Wer diese angebliche Fernwartungssoftware installiert, richtet in Wahrheit einen Trojaner ein, über den die Betrüger auf das Gerät zugreifen und Daten ausspähen können.

Wie unterscheiden sich diese betrügerischen Anrufer und Dienste von legitimen Microsoft-Support-Angeboten?

  • Microsoft führt unter keinen Umständen unaufgeforderte Telefonanrufe durch, in denen das Unternehmen anbietet, ein schadhaftes Gerät zu reparieren. Selbst auf offizielle Support-Anfragen erfolgen Hilfestellungen fast ausschließlich per E-Mail.
  • Microsoft schickt unaufgefordert weder E-Mails, noch fordert das Unternehmen per Telefonanruf persönliche oder finanzielle Daten an.
  • Gibt sich der Anrufer als Mitarbeiter der Microsoft-Lotterie aus, dann stimmt dies nicht: Es gibt keine Microsoft-Lotterie.
  • Microsoft fragt niemals aktiv nach Kreditkarteninformationen, um die Echtheit von Office oder Windows zu verifizieren.
  • Microsoft kontaktiert Nutzer nicht ungefragt, um über neue Sicherheitsupdates zu informieren. Ein Kontakt zum Microsoft-Support erfolgt ausschließlich auf Initiative der Nutzer, niemals umgekehrt.

Was kann ich als Betroffener tun?
Beenden Sie derartige Telefongespräch so schnell wie möglich und erwerben oder installieren Sie keine Fremdsoftware auf ihrem Endgerät. Fragen Sie den Anrufer, ob für das Gespräch oder den Service irgendwelche Gebühren anfallen. Wenn ja, beenden Sie das Telefonat sofort. Geben Sie niemals während eines solchen Gesprächs einen Fernwartungszugriff auf Ihr Endgerät frei. Falls Sie auf Drängen des Anrufers oder durch Anweisungen im Internet bereits Software installiert haben, trennen Sie das Gerät so schnell wie möglich vom Netz. Kümmern Sie sich um die Beseitigung der installierten Software und ändern Sie von einem sicheren Gerät aus Ihre Passwörter, speziell für Ihren Online Banking-Account.

Microsoft nimmt dieses Problem sehr ernst und geht mit eigenen Ermittlern sowie in enger Zusammenarbeit mit Polizeibehörden weltweit gegen die Urheber dieser Betrügereien vor. Betroffene bitten wir ebenfalls, den Weg zur Polizei zu gehen und den Betrugsversuch dort anzuzeigen.

Weiter möchten wir Sie bitten, Ihren Fall auf unserer Internetseite zu melden, damit auch wir noch gezielter gegen diese Betrüger vorgehen können. Den Link zu dem entsprechenden Formular finden Sie hier (engl.): http://support.microsoft.com/reportascam.

Weitere Details zu den betrügerischen Anrufen stehen Ihnen hier sowie im Newsroom der Microsoft Digital Crimes Unit zur Verfügung.

Ein Beitrag von Joachim Rosenoegger, Microsoft Digital Crimes Unit

EU-Code Week bei Microsoft Berlin

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Seit dem Wochenende grassiert in weiten Teilen Europas das jährlich wiederkehrende Coding-Fieber, das in hunderten Projekten von Schulen, Organisationen und privaten Initiativen vor allem Kinder und Jugendliche für die Welt des Programmierens begeistern soll. Am stärksten von der Coding-Euphorie betroffen sind die Teilnehmer der EU-Code Week. Menschen jeden Alters aus insgesamt 46 Ländern erholen sich nur langsam von den Symptomen wie übermäßiger Kreativität und ansteigenden Programmier-Skills.

Auch Microsoft beteiligt sich in 16 verschiedenen Ländern mit zahlreichen Programmiersessions an der EU-Code Week und ermutigt junge Menschen dazu, ihr Computerwissen und ihr digitales Können zu vertiefen. In Deutschland verwandelte sich das Atrium bei Microsoft Berlin in einen großen Makerspace. Über 60 Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 16 Jahren aus drei verschiedenen Bundesländern konnten in unterschiedlichen Workshops und Projektarbeiten der Microsoft YouthSpark-Initiative Code your Life lernen, welche kleinen Alltagshelfer sich mit Mikrocontrollern programmieren lassen oder wie man Lichtschranken oder Tanzassistenten baut. Erstmalig in Deutschland war im großen Stil auch der Minicomputer micro:bit dabei.

Als besonderer Gast eröffnete Sven Volmering, Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, die Veranstaltung mit einem spannenden Impulsvortrag zum Thema „Bildung in der digitalisierten Welt“. Zwischen den programmierenden Junior-Codern war zudem eine junge Nachwuchsreporterin unterwegs, die Interviews zum Thema Coding & Making durchführt und alle Eindrücke des Tages auf den Social-Media-Kanälen von Code you Life (Twitter & Instagram) teilte, die nicht selbst vor Ort sein konnten.

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Nicht nur Microsoft ist es besonders wichtig, Kinder und Jugendliche schon früh an Informationstechnologien und das Programmieren heranzuführen, sondern auch mehr als die Hälfte der Deutschen findet laut einer aktuellen Studie von Forsa und der Körber Stiftung, dass Kinder bereits in der Schule Programmieren lernen sollten. Dabei geht es nicht nur darum, zu lernen, wie Algorithmen geschrieben werden, sondern auch um die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts, wie Problemlösekompetenz, Reflexionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Weitere Informationen, wie man fit in die digitale Zukunft kommt, bietet auch folgender Artikel, der einen detaillierten Überblick über die Microsoft-Projekte zum Thema Digitale Bildung und Herausforderungen in der heutigen Zeit bietet.

Veröffentlicht von Stephan Hohmann, Manager Public Affairs und Leiter der Initiative „Code your Life“ bei Microsoft Deutschland

Eine deutsche Cloud für mehr Sicherheit

Dirk_Bornemann_0071 1Was wäre geschehen, wenn Carl Benz nicht an den Erfolg seines Motorwagens geglaubt und sein Fahrzeug mit den drei Rädern Ende des 19. Jahrhunderts als kuriose Idee eingemottet hätte? Der rasante technologische Fortschritt, den er damit ausgelöst hat, hätte sich um viele Jahre verzögert.

In der heutigen Zeit sorgt Cloud Computing für tiefgreifende Veränderungen unserer Lebens- und Arbeitswelten. Doch die Nutzung cloudbasierter Technologien ist in Deutschland noch zurückhaltend. Erst 44 Prozent der Unternehmen setzen sie in ihrem Geschäftsumfeld laut Bitkom-Cloud-Monitor 2015 (pdf-Download) ein. Über die Hälfte der Unternehmen dagegen befürchtet, dass Cloud Computing Compliance-Anforderungen gefährdet.

Microsoft-CEO Satya Nadella spricht in Berlin über die digitale Transformation

Microsoft-CEO Satya Nadella spricht in Berlin über die digitale Transformation

Vertrauen stärken
Microsoft ist sich darüber bewusst, dass nur die Stärkung des Vertrauens der Nutzer in die Sicherheit von Cloud-Diensten, ein verantwortlicher Umgang mit den Daten und der unkomplizierte Zugang zu den neuen Technologien dafür Sorge tragen kann, dass deutsche Bürger, Unternehmen und politische Organisationen die Potenziale von Cloud Computing voll ausschöpfen werden. Deshalb hat Microsoft die Kapazitäten seiner europäischen Cloud-Angebote allein im vergangenen Jahr verdoppelt und insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro in neue Rechenzentrumsregionen in Europa investiert. Diese Investitionen sollen Unternehmen bei der digitalen Transformation helfen, da sie die Entwicklung und Bereitstellung von zukunftsfähigen Public-Cloud-Lösungen auch bei besonders strengen Anforderungen an Datensouveränität und Compliance ermöglichen.

Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, über die deutsche Cloud

Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, über die deutsche Cloud

Partnerschaft mit einem verlässlichen Datentreuhänder
Mit Einführung der Microsoft Cloud Deutschland hat Microsoft die Vorbehalte der Nutzer ernst genommen und zusammen mit der Deutschen Telekom ein Angebot geschaffen, das speziell auf die Bedürfnisse des deutschen Marktes zugeschnitten ist. Über die Rechenzentren in Magdeburg und Frankfurt am Main können Nutzer Microsofts Cloud-Dienste abrufen. Die Daten, die dort gespeichert sind, werden von T-Systems, einer Tochterfirma der Telekom, als Datentreuhänder verwaltet. Das garantiert, dass ohne Zustimmung des Datentreuhänders oder der Kunden Microsoft keinerlei Zugang zu den Daten erhält. Das Unternehmen kann also somit auch nicht von Dritten zur Herausgabe verpflichtet werden. Der Datenaustausch läuft über ein privates, vom Internet getrenntes Netzwerk.

Geschäftskunden können Microsoft-Dienste aus deutschen Rechenzentren beziehen oder die bisherigen öffentlichen, privaten und hybriden Microsoft Cloud-Lösungen nutzen. Die neuen Services ermöglichen auch streng regulierten Branchen, wie beispielsweise dem Finanzsektor oder der Gesundheitsbranche, ihre digitale Transformation erfolgreich mit Public-Cloud-Lösungen voranzutreiben und mit dem Wandel auf dem Weltmarkt mitzuhalten.

Veröffentlicht von Dirk Bornemann, Leiter Recht und Corporate Affairs, Mitglied der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland

Das Holodeck für Unternehmen

sven-haeberleinVirtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality. Man findet kaum Begrifflichkeiten, die gerade mehr im technologischen Markt gehypt werden – allenfalls noch Artificial Intelligence. Nur was ist eigentlich dran an dieser Welle und was bringt es uns? Wie wird es unsere Welt verändern? Und wie kann ich es in meiner Firma einsetzen? Lesen Sie dazu einen Gastbeitrag von Sven Haeberlein von Trotzkind nach der 2. Digitalkonferenz Microsoft Explained.

Das Konzept von virtuellen Welten ist nicht neu. In eine künstliche virtuelle Welt eintreten zu können, um darin umherzulaufen und diese beeinflussen zu können – davon träumt die Menschheit schon recht lange. In der Science Fiction-Literatur finden wir schon sehr frühe Beispiele, und wenigstens seit der ersten Star Treck-Serie ist die Idee eines Holodecks der breiten Masse zugänglich gemacht worden. Die reale Umsetzung gestaltete sich bisher allerdings als recht schwierig und sehr kostspielig. Mal abgesehen von einer nicht konsumentenfähigen Version in den 90er Jahren, waren Virtual Reality-Systeme nur sehr wenigen Einsatzzwecken und Industrien vorbehalten. Hier sind beispielsweise das Militär und die Fahrzeugkonstruktion zu erwähnen. Der Verbraucher konnte zwar virtuelle Welten in Spielen wie z.B. GTA besuchen, allerdings musste er bisher mit einem klassischen 2D-Screen vorliebnehmen.

Schon heute können Arzte Virtual Reality zur Patientenkommunikation einsetzen. Aber auch Studenten können damit in der Ausbildung immersiv lernen.

Schon heute können Arzte Virtual Reality zur Patientenkommunikation einsetzen. Aber auch Studenten können damit in der Ausbildung immersiv lernen.

Seit ein paar Monaten ist es nun möglich, mit einem 2.500 Euro-Virtual Reality-System dem Holodeck so nahe zu kommen wie technisch gerade möglich. Und die damit erreichte Qualität übertrifft viele ältere Systeme der großen Industrien, die Millionen gekostet haben. Für ein paar Euro bekommt man auch schon Geräte, die weniger können, aber trotzdem begeistern. Man kann also sagen: Virtual Reality steht in den Startlöchern, ein Massenmedium zu werden.

Die Visualisierung von 3D-Welten ermöglicht sowohl in der Architektur als auch in der Reiseindustrie enorme Möglichkeiten

Die Visualisierung von 3D-Welten ermöglicht sowohl in der Architektur als auch in der Reiseindustrie enorme Möglichkeiten

Wie kann ich diese Technologie sinnvoll für mich, meine Firma, meine Behörde oder mein Museum nutzen?
Im Gegensatz zum allgemeinen Trend, Geschäftsaktivitäten nur noch online anzubieten, bietet Virtual Reality die Chance, Leute wieder zu mir in mein Geschäft zu locken. Das Einrichten eines Holodecks mag vielleicht für Privatpersonen noch recht teuer sein, doch gerade für Firmen sind die Kosten sehr überschaubar geworden. Kunden und Besuchern gegenüber bietet das ein klares Alleinstellungsmerkmal. Habe ich mir damit einen Namen gemacht, werden meine Kunden zu meinem virtuellen Geschäft zurückkommen, wenn sie dann ihr eigenes System zu Hause haben.

Nicht nur der Konsum wird in der virtuellen Welt stattfinden. Auch Bereiche wie Wissensvermittlung und Journalismus werden davon profitieren.

Nicht nur der Konsum wird in der virtuellen Welt stattfinden. Auch Bereiche wie Wissensvermittlung und Journalismus werden davon profitieren.

Ob ich nun eine Kette von Reisebüros betreibe, Fahrschulen besitze, Küchen plane und verkaufe, Makler bin, eine Arztpraxis betreibe oder ein Museum bin – ich habe derzeit die Möglichkeit, mit einem überschaubaren Kostenaufwand meinen Kunden und Besuchern ein einzigartiges Erlebnis zu liefern und meine Marke und meine Position am Markt zu stärken. Und ob ich dann anfangs mit einem Google Cardboard, einer HTC Vive oder einer Microsoft HoloLens gearbeitet habe, wird in ein paar Jahren keinen mehr interessieren. Ohne eine Präsenz in der virtuellen Welt wird es in vielen Branchen in ein paar Jahren schwierig sein zu existieren. Die Frage ist nur, ob ich dann nachziehen möchte oder jetzt schon vorne mit dabei sein will.

Gastbeitrag von Sven Haeberlein, CEO der Trotzkind GmbH

Virtual & Augmented Reality – Hype oder „The next big thing”?

sebastian-paasPlötzlich gibt es Virtual Reality Brillen überall – sogar beim Kaffee-Großhändler – und beinahe täglich erscheinen Artikel zu Potential und Herausforderungen von VR/AR-Anwendungen. Dabei sind die Autoren entweder absolut begeistert oder verdammen die Technologie als schnell verfliegenden Hype.

Virtual & Augmented Reality sind heute umfassend nutz- und vor allem auch bezahlbar
Die Wahrheit liegt sicher dazwischen. Auf der einen Seite hat sich die Technologie in den letzten Jahren rasant verbessert. Grundlage hierfür: Neue Smartphones, Displays und Kameras, bessere Vernetzung und leistungsfähigere Prozessoren. Diese Bausteine ermöglichen jetzt bislang nur in schlechter Qualität oder gar nicht umsetzbare VR und AR-Anwendungen und zwar – und das ist wirklich neu – zu annehmbaren Kosten auch im Massenmarkt. Auf der anderen Seite wird das volle Potential der Technologie wohl erst in einigen Monaten/Jahren erreicht, wenn Zusatzanwendungen, wie Tast-, Geruchs- oder gar Gedankensteuerungsoptionen verfügbar sein werden.

Potentiale im B2B
Trotzdem haben mehr Unternehmen als gemeinhin angenommen die Entwicklung erkannt und testen oder nutzen die neuen Möglichkeiten bereits intensiv. In der Forschung, z.B. bei Crow-Projekten oder bei international verstreuten Teams, in der Fertigung, z.B. um Prozesse zu verbessern oder eine direkte Qualitätssicherung zu ermöglichen oder im Marketing, hier sind im Moment die meisten Anwendungen zu finden, da die Emotionalisierung von Produkten nie einfacher und umfassender möglich war, als mit den neuen Anwendungen.

Ausblick
Mit der Einführung verschiedenen VR-Brillen im Konsumentenmarkt und vor allem den Bekenntnissen einiger der wichtigsten Player zu der Technologie, ist davon auszugehen, dass sich die Technologie durchsetzen wird. Dabei werden einige Bereiche, wie Marketing, Forschung & Entwicklung sowie der Service-Bereich, sowie einige Industrien, vor allem Konsumgüter, Touristik oder Medien weit mehr profitieren, als andere. Es gilt, die Potentiale für das eigene Unternehmen frühzeitig zu identifizieren und umzusetzen. Unser Virtual & Augmented Realität Opportunity Assessment hilft unseren Kunden dabei, die Chancen und Herausforderungen zu identifizieren und einen qualifizierten Business Case aufzustellen.

Ein Gastbeitrag von Sebastian Paas, Partner der KPMG AG. zur 2. Digitalkonferenz Microsoft Explained