Coding in Action: Microsoft lädt Eltern, Kinder und Lehrer zur Hour of Code ein

thumb_80x80_StephanHohmannIm Rahmen der Hour of Code, der internationalen Computer Education Week (5. bis 11. Dezember 2016) veranstaltet die Initiative Code your Life bei Microsoft Berlin zahlreiche Veranstaltungen und Workshops, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene fürs Programmieren zu begeistern. Noch immer programmieren hierzulande zu wenig Kinder und Jugendliche, obwohl bereits heute 99 Prozent der Schüler der Meinung sind, dass digitale Themen viel stärker in den Unterricht involviert werden müssen (Quelle: Bitkom 2015). Continue reading

Macht Technologie unsere Gesellschaft inklusiver?

michel-arriens1,2 Milliarden Menschen mit Behinderungen leben auf der Welt. Sie haben Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und noch zu viele Steine im Lebenslauf. Sie müssen auch heute noch, im Zeitalter von Pizzadrohnen, Flügen zum Mond und selbstfahrenden Autos, oft nach teuren, kräftezehrenden und zeitfressenden Wegen suchen, um ihren Alltag barrierefrei zu gestalten. Kann Technologie der Schlüssel zu einer inklusiveren Gesellschaft sein? Und wie schaffen wir es, nach vorne zu schauen, ohne dabei Menschen hinter uns zu lassen?

Teilhabe AN digitalen Innovationen
Die meisten meiner FreundInnen tummeln sich auf Facebook, Twitter, Instagram, haben WhatsApp & Co. Einige von ihnen sind blind, gehörlos, mobilitätseingeschränkt oder haben Lernschwierigkeiten. Sie haben sich die digitale Welt an ihre Bedürfnisse angepasst, sodass sie auf Augenhöhe mit mir und der Welt kommunizieren können. Das funktioniert nur, wenn die Dienste barrierefreie Kommunikation auch ermöglichen. Sprich: Untertitelung und Gebärdensprachübersetzung von Videos, Anpassungsmöglichkeiten in der Darstellung, einfache und leichte Sprache (ja, es gibt Unterschiede) und Screenreader-freundliche Formatierungen müssen angeboten werden.

Viele Firmen zögern noch, entscheiden sich oft aus Kostengründen gegen barrierefreie Angebote. Schauen wir uns die eingangs genannte Zahl von 1,2 Milliarden Menschen an, lassen sich die geringen Mehrkosten pro Kopf ziemlich schnell mit der neu gewonnen, tendenziell online-affinen Zielgruppe erwirtschaften. Außerdem helfen bspw. Untertitel und leichte/einfache Sprache Kindern beim Lese-/Spracherwerb oder Nicht-MuttersprachlerInnen beim Deutsch lernen. Jede/r Social-Media Guru empfiehlt außerdem Untertitel als reichweitensteigernde Maßnahme, und über Anpassungsmöglichkeiten am Text freut sich spätestens im Alter jede/r.

Teilhabe DURCH digitale Innovationen
Innovationen wie das Smartphone, kompakte Notebooks oder Apps wie die „Wheelmap“, eine community-gestützte Weltkarte für barrierefreie Geschäfte, Bars und andere POIs, erleichtern mir das Leben immens. Durch das Zusammenspiel von fortschrittlicher Soft- und Hardware kann ich meine Reisen überall auf der Welt barrierefrei planen, meine Steuer im Zug machen, mich über ausgefallene Aufzüge informieren, unabhängig von zu hohen Geldautomaten meinen Kaffee bargeldlos bezahlen oder mit Menschen, die nicht ohne Probleme von A nach B fahren können, in Kontakt bleiben. Insbesondere durch das Internet und Dienste wie change.org, WordPress, Facebook, MailChimp etc., ist es mir und anderen AktivistInnen möglich, unabhängig von den strukturellen oder baulichen Barrieren, politische und gesellschaftliche Arbeit zu leisten. Wir können jederzeit, an jedem Ort der Welt, unsere Gedanken per Skype austauschen, papierlos Unterschriften für unsere Anliegen sammeln, UnterstützerInnen mobilisieren, Bündnisse bilden oder Gelder für Aktionen einwerben.

Einige Apps, die ich nutze oder gut finde:

  • Wheelmap – Onlinekarte für barrierefreie POIs
  • Lern lormen – Lormen, die Sprache vieler taubblinder Menschen, lernen
  • Be My Eyes – Blinde Menschen können sehende Menschen per Livevideo um Hilfe bitten
  • ColorVisor – Farben erkennen per Knopfdruck
  • Ava – Automatische Audiotranskription in Gruppengesprächen

Und wo ist der Haken?
Viele Behinderungsformen können mit technischen Hilfsmitteln bereits ausgeglichen werden. So ermöglichen Cochlea-Implantate einigen gehörlosen Menschen das Hören oder Exoskelette querschnittsgelähmten Menschen einen aufrechten Gang. Leider ist die medial gemachte Wirklichkeit der Realität aber um Jahre voraus. So gibt es auch heute noch keine unplattbaren Reifen für meinen Roller, viele E-Rollstühle fallen nach Flügen einfach komplett aus und Klamotten muss ich immer noch in der Kinderabteilung kaufen. Wenn Krankenkassen schon bei der Kostenübernahme von bis zu 60.000 Euro teuren Armprothesen oder individuell angefertigten Laufrädern Probleme machen, wer soll dann eine bionische, also gedankengesteuerte, Hand bezahlen? Und wenn es jemanden gibt, der diese Hilfsmittel aus eigener Hand zahlen kann, haben wir dann in Zukunft eine neue Zwei-Klassen-Gesellschaft? Auf der einen Seite die, die Zugriff auf „Cyborgisierung“, also technische Erweiterbarkeit haben, auf der anderen Seite die, die sich gegen die Möglichkeiten entscheiden, nicht genug Geld haben oder am falschen Fleck der Erde leben.

Ich sehe außerdem die Gefahr eines neuen „Normbegriffs“. In Zeiten von vorgeburtlicher Selektierung durch Pränataldiagnostik müssen sich Eltern von Kindern mit Behinderung schon heute oft Sätze wie „So ein Kind muss doch heute nicht mehr sein!“ anhören. Der Druck auf die Verweigerer von technischem Fortschritt steigt mit den Möglichkeiten, sie werden ausgegrenzt und das Konstrukt „Behinderung“ als persönliches, nur selbst zu lösendes Problem begriffen. Sätze wie „Du hättest ja keine 5 im Sportunterricht haben müssen, hättest du mal im Exoskelett Fußball gespielt“ werden in Zukunft normal sein.

Digitale Teilhabe sehe ich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Als gegenseitiges Aufeinander Zukommen, als Möglichkeit des Austauschs und des gegenseitigen Respekts. Hilfsmittel wie Exoskelette oder Apps a la „Be My Eyes“ und Wheelmap dürfen nicht dazu führen, dass wir keine Rampen mehr bauen oder Informationen nicht in Brailleschrift zur Verfügung stellen. Damit niemand abgehängt wird, muss Barrierefreiheit in allen Bereichen, auch im Netz, mitgedacht und an den Bedürfnissen orientiert weiterentwickelt werden. Technische Innovation kann Motor und Getriebeschaden zugleich sein, verschließen können und sollten wir uns aber auf keinen Fall vor ihr.

Gastbeitrag von Michel Arriens, Blogger und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Kleinwüchsiger Menschen (@RollerUndIch)

Unter dem Motto „Neue Wege gehen und damit Begegnungen schaffen“ haben sich Aktion Mensch und Microsoft in einer Kooperation das Ziel gesetzt, digitale Anwendungen und Angebote zu fördern, die für mehr Barrierefreiheit und ein selbstverständlicheres Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung sorgen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit findet vom 25. bis 27. November 2016 im Microsoft Office in Berlin der „Neue Nähe“-Hackathon statt. Ziel des Programmiermarathons ist es, Ideen und Ansätze für mehr Teilhabe und Inklusion in echte Anwendungen und innovative Lösungen zu verwandeln.
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Smart School made in Saarbrücken

Inger Paus_80x80Nach Smartphone und Smart Home, der Smart Factory und den Smart Cars folgt nun auch die gute alte Institution Schule der anhaltenden technologischen Entwicklung und wird zur Smartschool. Und zwar ganz konkret: Die Gemeinschaftsschule Bellevue in Saarbrücken, wo in diesem Jahr am 16. und 17. November der nationale IT-Gipfel mit einem Schwerpunkt auf digitale Bildung stattfand.

In der IT-Gipfel Plattform „Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft“ unter Federführung des Bundesbildungsministeriums, in der auch Microsoft Mitglied ist, haben Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Unternehmen zentrale Fragen zum Thema digitale Bildung in Deutschland diskutiert: „Wie können digitale Medien das Lernen erleichtern?“ „Wie vermitteln wir die richtigen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt von morgen?“ Und „wie können sich Bildungsakteure besser vernetzen?“ Eines der konkreten Ergebnisse aus dieser Zusammenarbeit ist die erste Smart School in Saarbrücken, die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka und der saarländische Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon, am Vortag des IT-Gipfels vorstellten.

Wie neues Lernen in der Praxis aussieht
Ziel ist es, die Gemeinschaftsschule Bellevue in Saarbrücken unter Federführung des Bitkom zu einer komplett digitalisierten Schule und zu einem Ökosystem zu machen, in dem Digitalisierung stattfindet und Lernende auf die digitale Gesellschaft vorbereitet werden. Das klingt erstmal toll – aber wie funktioniert das?

Die Smart School basiert auf den drei wesentlichen Säulen: Infrastruktur, Pädagogik und Lehrerfortbildung. Beim Thema Infrastruktur liegt der Fokus auch bundesweit auf Breitband-Zugängen. In Saarbrücken surfen die Schüler der Smart School nun mit 100 Megabit Datenrate. Dazu steht ihnen im gesamten Schulgebäude WLAN zur Verfügung, mit dem sie beispielsweise auf eine Lernplattform zugreifen, aber auch interaktive Whiteboards per Smartphone bedienen können. Im digitalen Lernlabor experimentieren die Saarbrücker Schülerinnen und Schüler unter realen Problemstellungen mit 3-Druckern oder Micro-Controllern. Im Rahmen der Initiative „Code your life“ lernen die Schüler mit Microcomputern wie dem Calliope mini oder Arduinos praxisnah und kollaborativ zu programmieren´.


Günter Hoffmann, Lehrer an der Ganztagsschule Saarbrücken-Bellevue, erklärt das Smart Learning-Konzept und die Rolle der Wirtschaft in der digitalen Bildung.

Neue pädagogische Konzepte für die digitale Bildung gehören natürlich ebenfalls zum Smart School-Modell der Gemeinschaftsschule Bellevue. Die Schule demonstriert bereits seit vielen Jahren, dass digitales Lernen funktionieren kann und hat bei den pädagogischen Ansätzen ebenfalls schon viel Pionierarbeit geleistet. Die didaktischen Ansätze im digitalen Lernlabor basieren dabei auf den vielen Erfahrungen, u.a. aus der Einführung unseres Code your Life-Programms schon mit Schülern gesammelt werden konnten. Die didaktischen Konzepte, die in dieser Schule zum Tragen kommen werden, werden später auch anderen Schulen in einem Leitfaden zur Verfügung gestellt.

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Voraussetzung für digitalen Wandel: Lernen in der Schul-Cloud
Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Innovationen im Bildungsbereich“ wurde zum IT-Gipfel außerdem das Konzept der „Schulcloud“ präsentiert. Sie soll künftig die Vernetzung zwischen Lehrenden, Lernenden und Bildungsinstitutionen erleichtern indem sie schul- und fächerübergreifend digitale Lehr- und Lernangebote zentral verwaltet. Das hätte den Vorteil, dass die Schüler und Lehrer überall Zugriff auf Inhalte über Tablets oder Smartphones hätten. Das Konzept zur bundesweiten „Schul-Cloud“ entstand in Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten aus Wirtschaft und Bildungseinrichtungen unter Federführung des HPI und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Mit dem MINT-EC Excellence-Schulnetzwerk als Kooperationspartner soll die Schul-Cloud im nächsten Jahr in die Pilotphase gehen. Mehr als 25 MINT-EC-Schulen haben bundesweit bereits zugesagt, daran teilzunehmen.

Veröffentlicht von Inger Paus, Leiterin Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

Die digitale Barrierefreiheit in der Mitte der Gesellschaft

johannes-meirhofer

Johannes Mairhofer, Copyright: Juri Gottschall

Digitale Barrierefreiheit muss aus der Nische und Filterblase raus, denn sie geht uns alle an und hilft allen. Warum und was dabei zu beachten ist, hat Johannes Mairhofer, Dozent und Berater für WordPress, Social Media und digitale Barrierefreiheit, hier zusammengefasst.

Bei der digitalen Barrierefreiheit geht es darum, digitale Dokumente und Webseiten möglichst allen Menschen auf möglichst vielen Geräten zugänglich zu machen. Hier spielt sowohl die Vielzahl der Geräte eine Rolle, als auch die verwendete Software und die besonderen Bedürfnisse der Nutzer. So soll z.B. eine Webseite auf dem PC und Mac, aber auch mit dem Smartphone, auf dem Smart-TV, mit der Smartwatch und auf anderer zukünftig noch kommender Hardware funktionieren.

Warum?
Unsere Generation und die folgenden noch viel mehr sind es gewohnt, ständig zu kommunizieren und das meist digital, kaum jemand schreibt Briefe oder telefoniert. Wir wollen mit unseren Freunden und der Familie in Kontakt bleiben, egal wann und wo die anderen und man selbst sich gerade befinden. Emails können mit vielen Geräten verarbeitet werden, Whatsapp kann ich per Webseite steuern und andere Messenger bieten auch meist mehrere Möglichkeiten um auf die Nachrichten zuzugreifen.
Weil die Vielzahl der Messenger steigt und der Bedarf nach digitaler Kommunikation mit den Generationen wächst, wird es immer wichtiger das immer mehr Menschen auch im Alter noch digital kommunizieren können.
Das Ganze stelle ich mir wie eine umgedrehte altersbedingte Pyramide vor. Während meine Eltern und Großeltern noch kaum Bedarf hatten, steigt dieser aber von Generation zu Generation. Ich wünsche mir, das immer mehr Entwickler und Firmen dies wahrnehmen und so den Wunsch nach digitaler Barrierefreiheit aus einer vermeintlichen Nische herausholen und zu einem aktuellen Thema machen. Microsoft geht hier mit den Kampagnenansätzen und Kooperationen #neuenähe und #digitaleteilhabe voran.

Wie?
Es gibt ein paar Punkte, mit denen ohne viel Aufwand die eigene Webseite zumindest barrierearm gemacht werden kann. Diese sind z.B.:

  • Auf das 2-Sinne-Prinzip achten und Inhalte für mindestens 2 Sinne verfügbar machen
  • Bilder mit Alt-text und Bildbeschreibung versehen. Das geht z.B. in WordPress ganz einfach im WordPress Admin-Menü.
  • Videos mit Untertiteln versehen. Youtube kann das bis zu einem gewissen Grad sogar automatisch.
  • Einfache Sprache verwenden und Texte gliedern.
  • Überschriften als Überschrift (H1…) definieren und nicht nur fett machen.
  • Überschriften hierarchisch ordnen. Wenige H1, mehr H2, noch mehr H3 etc
  • Aufzählungen wie diese hier mit Aufzählungszeichen anstatt mit – (Minus) umsetzen.
  • Inhalt und Design trennen. So kann z.B. mit einem Wechsel der CSS Daten der Kontrast erhöht werden, die Schriftart vergrößert oder die Seite ohne Bilder geladen werden.

Auch die Aktion Mensch hat zu diesem Thema einen Beitrag veröffentlicht. Übrigens: Wenn Webseiten und Texte für Screenreader optimiert sind, fällt es auch dem Google Roboter leichter, die Seite zu verstehen.

Wir, der Stand der Dinge und die Filterblase
Im Netz leben wir alle in Filterblasen. Alles, was außerhalb der Blase passiert, bekommt man oft selten oder gar nicht mit. Die Blase bastelt man sich jedoch selbst, indem wir uns aussuchen wem wir folgen, welche News wir abonnieren und welche Freunde bei Facebook wir haben. Ich folge z.B. bewusst auch Menschen, die auf vielen Gebieten eine andere Meinung haben als ich, um meine Filterblase wenigstens ein bisschen zu erweitern.
Nun habe ich selbst eine Behinderung und bin dadurch und durch mein vergangenes Projekt #keinwiderspruch auch mit der Themenwelt der Behinderung verbunden. Dies spiegelt sich letztendlich auch in meiner Filterblase wieder.
Das Thema der digitalen Barrierefreiheit taucht leider auch viel zu oft nur in diesem Segment meiner Blase auf. Dabei ist es meiner Meinung nach ein Thema, das uns alle, egal ob behindert oder nicht, tangiert. Spätestens im Alter, wenn die ersten Gebrechen auftauchen. Wir sollten aber aufhören mit dem Egoismus „was geht’s mich an“ und dahingehen, dass wir an digitale Barrierefreiheit denken, nicht, weil wir müssen, sondern einfach, weil wir‘s können.

Ein Beitrag von Johannes Mairhofer, Dozent und Berater für WordPress, Social Media und digitale Barrierefreiheit

Unter dem Motto „Neue Wege gehen und damit Begegnungen schaffen“ haben sich Aktion Mensch und Microsoft in einer Kooperation das Ziel gesetzt, digitale Anwendungen und Angebote zu fördern, die für mehr Barrierefreiheit und ein selbstverständlicheres Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung sorgen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit findet vom 25. bis 27. November 2016 im Microsoft Office in Berlin der „Neue Nähe“-Hackathon statt. Ziel des Programmiermarathons ist es, Ideen und Ansätze für mehr Teilhabe und Inklusion in echte Anwendungen und innovative Lösungen zu verwandeln.
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Streife digital – Mobile Unfallerfassung bei der Polizei des Saarlandes

thomas-lippJährlich kracht es auf den Straßen des Saarlandes rund 33.000 Mal. Ein Großteil der Verkehrsunfälle sind glücklicherweise Blechschäden, die ohne Personen- oder schweren Sachschaden verlaufen und ohne Alkoholeinfluss entstehen. Solche Unfälle werden von den Beamten bisher über handschriftliche Notizen, Skizzen und Fotos aufgenommen. Zurück auf der Wache müssen die aufgenommenen Unfalldaten aufwändig in das polizeiliche Vorgangsbearbeitungssystem eingegeben und dort weiterverarbeitet werden. Leider bedeutet die doppelte Datenerfassung auch doppelte Arbeit für die Beamten und kostet eine Menge Zeit. Nicht selten führt dieser umständliche Prozess auch zu Fehlern in der Unfallbearbeitung.

Entlastung der Einsatzkräfte durch Digitalisierung
Um die Einsatzkräfte zu entlasten und die Fehlerquote bei der Aufnahme von Bagatellunfällen zu senken, nutzt die Polizei des Saarlandes als bundesweiter Vorreiter nun in einem Testprojekt Windows-Smartphones und Microsoft Surface Tablets. Microsoft gehört zu den Unterstützern des Projekts „Mobile Verkehrsunfallaufnahme bei der Polizei des Saarlandes“, bei dem seit September gut ein Drittel der Crashs im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Saarlouis digital erfasst werden. Mit den eingesetzten Geräten entfällt für die Polizisten vor Ort ab sofort die fehleranfällige Zettelwirtschaft. Stattdessen können die Bilder und Notizen von der Unfallstelle nun direkt und ohne Medienbrüche auf den Geräten erstellt, abgespeichert und an das Erfassungssystem gesendet werden.

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Mehr Zeit für wesentliche Aufgaben
„Der Einsatz mobiler Endgeräte bei der Unfallaufnahme erleichtert nicht nur die Datenerfassung vor Ort, sondern ermöglicht auch eine stärkere Integration des gesamten Verwaltungsprozesses“, kommentiert Professor Dr. Peter Loos vom Institut für Wirtschaftsinformatik im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und von der Universität des Saarlandes. Das stimmt: Dank der Vorort-Erfassung der Daten spart die Polizei eine Menge Zeit bei der Erfassung und der Fehlerbereinigung der Unfallberichte. Und sie gewinnt Zeit für eine stärkere Präsenz auf der Straße.

Polizei zieht positive Zwischenbilanz
In einer ersten Zwischenbilanz zeigen sich Polizei und Politik gleichermaßen begeistert von dem Projekt. Nach ersten wissenschaftlichen Auswertungen kann die Gesamterfassungsdauer eines Verkehrsunfalls teilweise um die Hälfte der Zeit verkürzt werden. „Mit der Digitalisierung des Polizeidienstes geht das Saarland einen neuen Weg“, sagt Jürgen Lennartz, Chef der Staatskanzlei und CIO des Saarlands. Dieser Weg führt seine Beamten aber nicht an den Schreibtisch, denn der Großteil der Polizeiarbeit findet außerhalb der Dienststelle statt – auf der Straße, also dort, wo die Bürger sind. Im mobilen Einsatz aber brauchen die Mitarbeiter effiziente, zuverlässige und sichere Technologien auf geeigneten Geräten.

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Der saarländische Staatssekretär Jürgen Lennartz und der Staatssekretär aus dem Bundesinnenministerium und CIO des Bundes Klaus Vitt haben das Projekt, das bis Ende des Jahres läuft, im Rahmen der Plattformveranstaltung „Digitale Verwaltung und Öffentliche IT“ des Nationalen IT-Gipfels 2016 vorgestellt. Der Gipfel steht unter dem Motto „Lernen und Handeln in der digitalen Welt“. Das Projekt im Saarland hat beides zu bieten: Es zeigt, wie einfach und nützlich das Handeln in der digitalen Welt ist. Und lehrreich ist es sicher auch.

Ein Beitrag von Thomas Lipp, Senior Business Development Manager bei Microsoft Deutschland

Microsoft veröffentlicht CSR-Report 2016

Astrid AupperleEinmal im Jahr veröffentlicht Microsoft den Corporate Social Responsibility Report. Der Bericht gibt einen Überblick über unser gesellschaftliches Engagement. In allen Ländern, in denen Microsoft aktiv ist, haben wir Initiativen gestartet, mit denen wir die Gesellschaft und gemeinnützige Organisationen dabei unterstützen, effizienter und mobiler zu arbeiten und unsere Welt ein Stück lebenswerter zu machen. Dafür stellen wir zum einen Technologien zur Verfügung, zum anderen stärken wir mit vielen unterschiedlichen Projekten die Medienkompetenz Menschen unterschiedlichen Alters, angefangen bei Vorschulkindern bis hin zu Senioren. Überdies setzen wir uns für Datenschutz und -sicherheit ein und machen uns stark für innovative Technologien wie Cloud Computing.

Hier ein kleiner Überblick über unsere Aktivitäten aus diesem Finanzjahr:

  • Gemeinsam mit internationalen Vertretern aus Politik und Wirtschaft haben wir eine Denkschrift mit 78 Handlungsempfehlungen zusammengestellt. Diese erklären beispielhaft, wie die Potenziale der Digitalisierung mithilfe von Cloud-Services voll ausgeschöpft werden können. In Deutschland steht das Buch unter dem Titel „A Cloud for Global Good – Die Cloud als Wegbereiter für globalen Wohlstand“ zur Verfügung.
  • Unsere Abteilung Microsoft Philanthropies hat es sich zur Aufgabe gemacht, innerhalb von drei Jahren gemeinnützigen Organisationen weltweit Cloud-Dienste im Wert von einer Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen. Damit wollen wir die Erreichung der Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziele der Vereinten Nationen unterstützen. Hier haben wir in diesem Jahr gute Fortschritte erzielt.
  • Auch unsere Mitarbeiter setzen sich für andere Menschen ein. Weltweit haben sie schon 133 Millionen Dollar für über 18.000 gemeinnützige Organisationen gesammelt.

In Deutschland machen wir uns besonders für frühkindliche Sprachförderung und für die Verbesserung von Medienkompetenz stark. Mit unserer Schlaumäuse-Sprachlernsoftware für 5-7-Jährige haben wir bisher mehr als 12.000 Bildungseinrichtungen ausgestattet. In diesem Jahr haben wir das Lernprogramm überarbeiten lassen und bieten es nun auch speziell für die Integration von Flüchtlingskindern mit arabischen, englischen und französischen Erklärungen an.

Ein weiteres Beispiel unseres Engagements in Deutschland: Unsere Initiative Code your Life richtet sich an Schulkinder zwischen 10 und 14 Jahren. Für sie haben wir Unterrichtsmaterial für Programmierstunden entwickelt. Neben vielen Workshops an bundesweiten Schulen haben wir auch in diesem Sommer wieder ein Camp angeboten, das ein voller Erfolg wurde.

Auch im kommenden Jahr werden wir unsere Projekte weiter mit viel Einsatz voranbringen. Wir freuen uns über alle Partner und Mitarbeiter, die uns bei unserem Engagement unterstützen.

Veröffentlicht von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement, Microsoft Deutschland

cloud-buch

Die richtige Bildung für die digitale Welt

sabine-bendiek80x802016 markiert eine Zeitenwende bei der digitalen Bildung. Ab sofort geht es nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“. Es herrscht Einigkeit darüber, dass wir mehr digitale Bildung brauchen. Das denkt die Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka genauso wie Experten aus Bildung und Wirtschaft. Und auch viele Pädagogen und Lehrer, wie sich diese Woche bei der Konferenz des Digitalen Bildungspaktes unter dem Motto „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“ herausgestellt hat. Mit der Ankündigung einer digitalen Bildungsoffensive hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt getan. Jetzt können wir gemeinsam an der Umsetzung arbeiten. Dabei müssen alle Kompetenzträger an einen Tisch, die Politik, die Bildungseinrichtungen – und auch die Wirtschaft.

13 starke Partner
Schon vor rund einem Jahr hat Microsoft zum Digitalen Bildungspakt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlichem Sektor und der Zivilgesellschaft aufgerufen. Das Ziel: Gemeinsam mit allen Akteuren die digitalen Kompetenzen in Deutschland zu stärken, um aus einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort einen erfolgreichen digitalen Standort zu machen. Bei unserer Veranstaltung war es beeindruckend zu sehen, was seit dem Startschuss aus dem Pakt geworden ist – eine starke Allianz, die gemeinsam das Ziel der besseren Bildung für die digitale Welt voranbringen will. Und es war großartig zu beobachten, mit wie viel Herzblut, Engagement und Eifer für die gemeinsame Sache gekämpft und gestritten wird.

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Impressionen der Konferenz zum Digitalen Bildungspakt am 8. und 9. November 2016

Kompendium schlägt nationalen Aktionsplan und Investitionsprogramm vor
Wir haben uns dabei in die Debatte um eine bessere Bildung in der digitalen Welt eingebracht und ein neues Kompendium mit neun politischen Handlungsempfehlungen vorgestellt, die von Wissenschaftlern, Bildungsexperten, Unternehmern und kommunale Entscheider entwickelt wurden. Wir brauchen einen nationalen Aktionsplan und ein nachhaltiges Investitionsprogramm für digitale Bildung. Wir müssen die Finanzierungsmöglichkeiten von Bund, Ländern und Kommunen voll ausschöpfen und Bildungseinrichtungen mehr Autonomie geben: jede Bildungseinrichtung braucht beispielsweise einen eigenen Etat für Digitalisierung.

Deutschlands Klassenzimmer ins digitale Zeitalter führen
Bildlich gesprochen geht es heute darum, Deutschlands Klassenzimmer aus dem Kreidezeitalter ins digitale Zeitalter zu führen. Wir wollen Digitalisierung als Bildungschance begreifen, dabei digitale Kompetenzen fördern, um für mehr Chancengleichheit, Teilhabe und Qualifikation am Arbeitsmarkt zu sorgen und jedem die Chance geben, seine eigene Zukunft zu gestalten. Die digitale Gesellschaft braucht Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Kreativität und Beurteilungsvermögen. Sie alle setzen ein Grundverständnis von IT voraus, um Medien- und Technologiekompetenz zu erlangen. Deshalb wollen wir möglichst vielen Lernenden und Lehrenden Zugang zu aktuellen Informationstechnologien bieten und setzen uns dafür ein, die Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien zu stärken. Dann stimmt wieder das uralte Zitat „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen.“

Veröffentlicht von Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland