„Neue Nähe-Hackathon“ entwickelt Anwendungen für mehr Barrierefreiheit

Astrid AupperleÜber zehn Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Behinderung. Dank der fortschreitenden Digitalisierung kann ihnen durch intelligente Technik immer mehr geholfen werden, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Um die Entwicklung von neuen Inklusions-Ideen voranzutreiben, hat Microsoft gemeinsam mit Aktion Mensch den „Neue Nähe-Hackathon“ ins Leben gerufen. Vom 25. bis 27. November 2016 entwickelten 60 Teilnehmer zehn innovative IT-Anwendungen, die einen wertvollen Beitrag zu einem gleichberechtigten Miteinander leisten können. Drei der Projekte wurden am 1. Dezember in Berlin mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro ausgezeichnet.

  • Das Team „Good Vibrations“ aus Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, hörgeschädigten Menschen Alltagslaute und Signale durch ein vibrierendes Gerät fürs Handgelenk spürbar zu machen. Die fünf jungen IT-Entwickler wurden nicht nur mit einem Gewinn geehrt, sie haben auch die Chance, sich für das viermonatige Microsoft-Accelerator-Programm zu qualifizieren und ihr Projekt gemeinsam mit Experten zur Marktreife zu bringen.
  • Mehr soziale Teilhabe ermöglicht auch das zweite prämierte Projekt „Emotionserkennung“, das sich an Personen richtet, denen es schwerfällt, Emotionen wahrzunehmen und einzuordnen. Auf Basis einer digitalen Körper- und Spracherkennung werden die Gefühlsregungen des Gegenübers bei diesem Projekt visualisiert und verständlich gemacht.
  • Mit dem Ziel, auch schwer beeinträchtigten Menschen die Kommunikation und Interaktion mit ihrer Umwelt zu ermöglichen, konnte auch der dritte Preisträger beeindruckende Ergebnisse beim Hackathon erzielen. Im Fokus des Projekts „Werner“ steht die Gesichtserkennung über eine 3D-Kamera, die es dem Anwender ermöglichen soll, ein Kommunikationssystem anhand von Mundbewegungen zu steuern und damit sowohl den direkten Dialog als auch die Bedienung des Internet-Browsers zu ermöglichen.

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Die Premiere des „Neue Nähe-Hackathons“ hat unter Beweis gestellt, dass barrierefreie IT ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche digitale Inklusion ist. Am Leben teilzunehmen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und Dinge zu tun, die vorher unerreichbar schienen, werden durch Technologien möglich. Microsoft treibt deshalb nicht nur die Entwicklung barrierefreier Softwarelösungen voran, auch innerhalb des Unternehmens wird selbstverständliches Miteinander gelebt. So arbeiten beispielsweise autistische Softwareingenieure und sehbehinderte Entwickler gleichberechtigt mit ihren Kollegen in einem Team zusammen. Daraus ergeben sich neue Formen der Zusammenarbeit und viele innovative Ideen, die Menschen einander näher bringt.

Veröffentlicht von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

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