Die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz

Die Einführung von Diensten, die auf künstlicher Intelligenz (KI), basieren, rücken mehr und mehr in den Fokus unserer Arbeits- und Lebenswelt. So forscht die Automobilbranche schon lange im Bereich des automatisierten Fahrens. Auch die Gesundheitsbranche nutzt immer häufiger die Ergebnisse von Millionen ausgewerteter Daten für individuelle Therapiezwecke.

Im Rahmen unseres jüngsten Politikfrühstücks diskutierten die Teilnehmer mit dem National Technology Officer von Microsoft Europe, Andreas Ebert, über die Chancen und Risiken von Daten, die auf Algorithmen bzw. auf maschinellem Lernen basieren.

Für Microsoft ist künstliche Intelligenz eine Allzweck-Technologie, die dazu dient, Menschen zu helfen. KI soll allen Menschen zur Verfügung stehen; Ziel ist daher die Demokratisierung der KI. Damit dies gelingt, müssen bestimmte Herausforderungen und Fragen schon jetzt gelöst werden. Dazu gehören u.a. die Modernisierung von Gesetzen und die Prüfung von Datenzugriffsrechten. Denn die Entwicklung künstlicher Intelligenz setzt voraus, dass große Datenmengen analysiert werden können. Dieser Prozess wiederum wirft ethische Fragen auf, die die Politik gemeinsam mit Wirtschaft und Gesellschaft diskutieren muss, um neue Rahmenbedingungen zum Schutz der Privatsphäre erarbeiten zu können.

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Ein wichtiger Schritt, um KI-Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig den Datenschutz zu gewährleisten, ist die Entwicklung von Anonymisierungstechniken. Diese ermöglichen die Auswertung großer Datenmengen, ohne dabei Rückschlüsse auf die Identität von Personen schließen zu können. Ihre Entwicklung sollte unbedingt von der Politik gefördert werden.

Künstliche Intelligenz wird durch Cloud Computing erst möglich gemacht. Von daher ist die Stärkung des Vertrauens in diese Technologie ein Hauptkriterium, um die Entwicklung von KI-Innovationen vorantreiben zu können.

Veröffentlicht von Tanja Böhm, Leiterin Industrie- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

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