Integration durch Sprache: Schlaumäuse-Sprachlernprogramm für Berliner Grundschulen

Sprache und Bildung sind eng miteinander verknüpft. Denn nur wer die deutsche Sprache beherrscht, kann erfolgreich lernen – eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Aus diesem Grund setzen wir uns im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements schon seit 2003 mit der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ für die Förderung der frühkindlichen Sprachentwicklung ein. Seitdem arbeiten mehr als 12.000 Kindertagesstätten und Schulen mit der vielfach ausgezeichneten Lernsoftware. Seit Ende 2016 können auch Kinder mit Fluchthintergrund verstärkt mit der neuen Version der Schlaumäuse-App in die deutsche Sprachwelt eintauchen. Continue reading

Aufruf an NPOs: Umfrage zum digitalen Ehrenamt

Astrid AupperleDer diesjährige NPO-Tag von stifter-helfen.de mit über 200 Teilnehmern hat uns gezeigt, dass die Themen IT und Digitalisierung für viele Organisationen inzwischen von hoher Relevanz sind. Eine App auf dem Smartphone, eine eigene Homepage, der Dienstplan in der Cloud, effiziente Gesundheitsvorsorge oder Wissensmanagement über Ländergrenzen hinweg – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Mehr und mehr Non-Profit-Organisationen (NPO) schaffen mittels moderner Technologien attraktive Plattformen, Gutes zu tun.

Als wichtiger Partner von gemeinnützigen Initiativen haben wir im Jahr 2016 Software im Wert von rund 53 Millionen Euro an nahezu 8.000 NPOs in Deutschland zur Verfügung gestellt. Unser Ziel ist es, diese beträchtliche Summe an Technologiespenden deutlich zu erhöhen. Damit dies gelingen kann, bitten wir um Ihr Feedback zu unseren Technologieangeboten, zum Bezugsprozess und Ihren Anforderungen für ein erfolgreiches Digitales Ehrenamt.

Zur Umfrage

Über eine Teilnahme bis zum 7. April 2017 würden wir uns sehr freuen.

Veröffentlicht von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

Grundrechte können digital – Lösungen für den Rechtsstaat im Wandel

In der Cloud liegt die Zukunft, denn die digitale Revolution – vom autonomen Fahren bis hin zu den Produktionsmethoden einer Industrie 4.0 – erfordert gigantische Speicherkapazitäten. Was aber gespeichert ist, muss sicher liegen: Nur, wenn die User, von Unternehmen bis zum individuellen Bürger, Vertrauen in die sichere, verantwortungsvolle und transparente Speicherung von Daten haben, kann das volle Potenzial der Cloud auch ausgenutzt werden, kann sie tatsächlich eine „Cloud for Global Good“ sein.

„Rechtsstaatlichkeit“ heißt also das Stichwort, und „Rechtsstaatlichkeit im digitalen Wandel“ war das Thema der Auftaktveranstaltung einer vierteiligen Veranstaltungsreihe bei Microsoft Berlin mit Brad Smith, President and Chief Legal Officer von Microsoft, und Professor Udo di Fabio, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht. Continue reading

EXPLAINED erklärt die digitale Transformation

Christoph Seitz

Christoph Seitz

Ein digitales Wartungsmanagement ermittelt, ob ein Flugzeug in naher Zukunft ausfallen könnte, weil es ein Ersatzteil benötigt und spart den Fluggesellschaften auf diese Weise Kosten von bis zu 180 Millionen Euro jährlich. Volkskrankheiten können immer schneller geheilt werden, weil Systeme mit Millionen von Daten individueller Krankheitsbilder gefüttert werden, die diese vergleichen und auswerten – und das in kürzester Zeit. Jeder Anwender kann sich in wenigen Minuten einen Bot erstellen, der wie ein intelligenter Assistent agiert und zum Beispiel selbständig Reisen zu den besten Konditionen organisiert, weil im Kalender des Nutzers auswärtige Termine eingetragen sind. Continue reading

Eine Freiheitswerkstatt für geflüchtete Menschen

Alles begann mit einer Suppen-Küche in Athen: Wir wollten geflüchteten Menschen helfen und sind Ende 2015 zu acht in einem Kleintransporter von Heidelberg nach Griechenland gefahren. Im Gepäck hatten wir Kochutensilien, die uns mein Vater von seinem Catering-Service geliehen hatte sowie Geld- und Sachspenden. Während der Fahrt standen wir täglich über Smartphone und Internet mit anderen Initiativen in engem Kontakt, um zu erfahren, wo die Not am größten ist. So kamen wir nach Athen und verteilten dort zwei Wochen lang Suppen und Kleidung an die Geflüchteten.

Zurück in Deutschland ließ uns das Schicksal der Menschen nicht los. Wir gründeten den Verein Soup & Socks e.V. und fuhren ein zweites Mal, diesmal noch besser ausgestattet, Richtung Griechenland. Von zwei Spanierinnen, die ehrenamtlich ein Flüchtlingscamp mit rund 1200 Menschen in Nordgriechenland managten und die mit uns während unserer Fahrt kommunizierten, wurden wir nach Katsikas geleitet. Continue reading

Smart Silver Economy: EU-Kommission nennt RetroBrain auf Basis von Microsoft Kinect als Vorreiter für digitale Innovationen



Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der in Deutschland lebenden Über-65-Jährigen um rund 200.000 steigen. Diese Verschiebung der Altersverhältnisse wird jeden Einzelnen, aber auch die gesamte Gesellschaft betreffen. Sie wird die Art, wie wir leben und arbeiten verändern. Sie wird neue Anforderungen an die Wirtschaft stellen und gleichzeitig neue Geschäftsfelder in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Pflege, sowie Ernährung, Tourismus und Freizeit ermöglichen. Zukunftsforscher sprechen dabei schon lange von der „Silver Economy“. Continue reading

Bodo Ramelow: Die digitale Welt human gestalten

Author: Dirk Bornemann Für Bodo Ramelow ist klar: Die Digitalisierung verändert alles und hat bereits einen fundamentalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft ausgelöst. Dabei sind Bits und Bytes nach Überzeugung des Thüringer Ministerpräsidenten keine Naturgewalt. „Wir müssen die digitale Welt für uns verändern und erobern“, forderte er in der Gesprächsreihe „Digitales Deutschland“ im Microsoft Atrium Unter den Linden. Das funktioniert nach Einschätzung des ersten Ministerpräsidenten der Partei Die Linke nur mit klaren gesetzlichen Leitplanken. „Es gilt beispielsweise, durch eindeutige Regelungen die Netzneutralität zu sichern, damit alle das Netz in gleicher Weise nutzen können“, sagte der 61-Jährige im Gespräch mit dem Verleger Wolfram Weimer.

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Die im Herbst 2015 beschlossene EU-Verordnung zur Netzneutralität ist nach Einschätzung der Linken schwammig und lückenhaft. Ramelow sprach sich ferner dafür aus, dass Arbeitszeit, die durch die Digitalisierung eingespart werde, der Gesellschaft durch Arbeitszeitverkürzung zugutekommen müsse. Dann könne die Digitalisierung nach dem Verständnis der Linkspartei zu Entlastung, einem höheren Grad an Selbstbestimmung und mehr Arbeits- und Lebensqualität beitragen. Auch die Veränderungen bei der SPD waren ein lebhaft diskutiertes Thema beim Digitalen Deutschland. Seit Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten gekürt wurde, verzeichnen die Sozialdemokraten ein stabiles Umfragehoch. Bodo Ramelow zeigte sich erfreut über den Umstand, „dass in Deutschland etwas in Bewegung geraten ist“. Der Linken-Politiker, der in Thüringen eine rot-rot-grüne Koalition führt, sieht darin ein Modell für den Bund. Eine konstruktive Zusammenarbeit gestalte sich bei drei Koalitionspartnern zwar nicht einfach, in Thüringen aber sei sie erfolgreich. Gerade bei der Digitalisierung habe man große Fortschritte im Freistaat auf den Weg gebracht. So initiierte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) das Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0. Der Zehn-Punkte-Plan sieht unter anderem vor, den Breitbandausbau im Freistaat zu fördern und Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen besser zu vernetzen.

Als jüngstes Erfolgsbeispiel nannte Ramelow das künftig in Jena angesiedelte Datenforschungsinstitut. Das Institut für Smart & Big Data wird mit mehreren Millionen Euro vom Bund, von Thüringen und vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. „Aus dem Institut werden wichtige Forschungsimpulse zur Datenanalyse, Künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit kommen, der Wissenschaftsstandort Jena wird weiter gestärkt“, so Ramelow. Damit auch Thüringer Mittelständler die Digitalisierung nutzen, hat die Landesregierung gemeinsam mit der IHK das Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 ins Leben gerufen. Das Interesse Thüringer Unternehmen an Themen wie Digitaler Arbeitsplatz, Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Cloud Computing ist groß, berichtet die Landesregierung.

Großen Nachholbedarf für Thüringen – aber auch für ganz Deutschland – sieht Ramelow beim Thema E-Government. Hier seien Länder wie Estland oder sogar Tatarstan besser aufgestellt als die größte Volkswirtschaft Europas. „Die Tataren können sich im Supermarkt an einem Terminal einloggen und da fast alles klären, was staatlicherseits zu klären ist – zum Beispiel auch elektronisch das Aufgebot bestellen“, berichtete Ramelow. Gewiss: In Deutschland sind die Verwaltungsstrukturen erheblich komplexer. Trotzdem darf der digitale Wandel nicht vor der öffentlichen Verwaltung Halt machen, forderte der Ministerpräsident. Denn auch eine digital gut aufgestellte öffentliche Verwaltung gehört aus Sicht der Linken dazu, damit möglichst viele Menschen von der Digitalisierung profitieren.

Veröffentlicht von Dr. Dirk Bornemann, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Rechts- und Unternehmensangelegenheiten, Microsoft Deutschland GmbH