#neueNähe: Maschinelles Lernen schafft Inklusion

Aktion Mensch und Microsoft haben mit den #neueNähe-Hackathons eine Plattform geschaffen, in der sich Expertenteams aus verschiedenen Kreisen an Anwendungsideen rund um das Thema Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit versuchen können. Nach dem erfolgreichen Auftakt 2016 in Berlin freue ich mich auch am kommenden Wochenende (30. Juni – 2. Juli 2017) in Erlangen dabei zu sein.

Diese #neueNähe-Initiative kommt genau zur rechten Zeit, denn es findet unter dem Titel „Deep Learning“ gerade eine regelrechte Revolution des Umgangs von Menschen mit Computern und umgekehrt statt. Dies wird auch erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Mensch-Maschine-Schnittstellen im Allgemeinen aber eben auch Inklusionsangeboten im Besonderen haben.

Beim ersten Hackathon letztes Jahr in Berlin waren bereits etliche Ideen vertreten, die sich explizit maschinellen Lernens bedient haben, um zum Beispiel Bildinhalte zu analysieren oder Sprache zu verstehen.

Eine moderne Interpretation von Mimik und Gestik

Maschinelles Lernen ermöglicht es Computern mit Hilfe neuer Algorithmen und entsprechender Sensorik, typisch menschliche Alltagssituationen zu Interpretieren und Hilfestellungen anzubieten. Dies kann zum Beispiel das Verstehen der menschlichen Sprache und der Intention hinter einer Äußerung, deren Übersetzung oder aber das Interpretieren von Mimik und Gestik sein.

In diese Richtung ging auch das Projekt vom Team Metrilus beim Hackathon 2016 in Berlin: Wir haben eine Software geschrieben, die Personen detektiert und versucht, an deren Mimik und Stimme den emotionalen Zustand der Personen zu bestimmen. Dies soll Menschen in Gesprächen helfen, die von sich aus mit der Erkennung von Emotionen Schwierigkeiten haben. Diese Anwendung verwendet als Sensor eine Microsoft Kinect-Kamera. Die liefert neben einem konventionellen Farbbild auch 3D-Informationen, anhand derer Personen detektiert werden können. Zudem kann über das Mikrofon auch Sprache zu verschriftlichen. Diese Daten verwenden wir, um die Gesichter zu extrahieren und an die Emotion API der Microsoft Cognitive Services zu schicken. Der Text wird vom Tone Analyzer der IBM Watson API analysiert.

Wer Erfahrung mit Programmierung hat, kann sich das Projekt hier herunterladen und selber ausprobieren. Natürlich ist auch jeder herzlich eingeladen, zur Weiterentwicklung beizutragen.

Deep-Learning ist für alle gemacht

Das ist nur ein Beispiel der vielen Möglichkeiten, die Deep Learning-Anwendungen bieten. Und das Beste dabei ist, dass diese Möglichkeiten nicht nur einigen wenigen großen Firmen vorbehalten sind: Praktisch alle großen Cloud-Anbieter stellen Dienste bereit, mit denen jeder mit Grundkenntnissen in Programmierung seine Ideen ausprobieren kann, ohne selbst einen Algorithmus entwickeln zu müssen.  Und das ist für experimentelle Zwecke meist gratis. Eine gute Gelegenheit zum Ausprobieren ist zum Beispiel der nächste #NeueNähe-Hackathon vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 in Erlangen – sehen wir uns dort? Du kannst dich jetzt hier anmelden.

 

Ein Gastbeitrag von Michael Balda
Geschäftsführer der Metrilus GmbH, Erlangen

Mit diesen 6 Web-Tipps machen wir das Netz barrierefrei

Gemeinsam mit der Aktion Mensch haben wir im vergangenen Jahr bereits gezeigt, dass Innovationen das Leben für Menschen mit Behinderung erleichtern können. Der #neueNähe-Hackathon bei Microsoft Berlin im letzten Dezember hat Ideen in innovative Lösungen verwandelt. Vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 folgt nun die Neuauflage in Erlangen. Wie beim ersten Mal suchen wir innovative Lösungen mit modernen Technologien. Mit dem Medical Valley EMN haben wir außerdem einen starken neuen Partner mit an Bord.

Du willst in Erlangen dabei sein? Auf dem Microsoft Newsroom haben wir alle Informationen zusammengefasst, hier kannst Du dich anmelden.

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Studie belegt: Internetnutzer fürchten Cyberattacken zur Bundestagswahl

Nachrichten über Erpresserattacken und Cyberangriffe gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Dabei werden die „digitalen Waffen“ nicht nur von Cyberkriminellen abgefeuert, sondern oftmals von Regierungen orchestriert. Mit diesen Hacks werden Demokratien mitten ins Herz getroffen und verunsichern mehr und mehr die Bevölkerung. Auch die Vorkommnisse bei den Präsidentenwahlen in den USA haben dazu geführt, dass deutsche Wähler hierzulande ebenfalls mit Wahlmanipulationen rechnen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag von Microsoft.

Sie belegt, dass 60 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass unlautere Mittel wie zum Beispiel Fake News bei der Bundestagswahl eingesetzt werden. Weitere Ergebnisse der Umfrage haben wir bei unserem Lunchtalk „Hacking Democracy: Cyberalarm im Wahljahr! Zeit für eine digitale Genfer Konvention” mit Konstantin von NotzMdB, Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion, Hannfried Leisterer, Rechtsexperte für Internet-Sicherheit am Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft und Michael Kranawetter, Chief Security Officer, Microsoft Deutschland sowie unseren rund 40 Gästen diskutiert. Ein weiteres Thema in dieser Dialogrunde war möglichen Lösungsvorschlägen gewidmet.

So hatte Microsoft-Präsident und Chefjustiziar Brad Smith Anfang des Jahres eine digitale Genfer Konvention und die Einführung einer internationalen Kontrollbehörde ähnlich der Atomenergie-Organisation gefordert, Zivilisten im Internet vor Online-Attacken zwischen Staaten zu schützen.

Verantwortliche für die Sicherheit im Netz
69 Prozent der Befragten machen die Technologieunternehmen für die Sicherheit im Netz verantwortlich. 61 Prozent gaben in der Umfrage an, dass die Nutzer selber für ihre Sicherheit verantwortlich sind und nur 43 Prozent meinen, die nationalen Regierungen müssten für die Sicherheit im Internet Sorge tragen. Diese Umfrage-Ergebnisse verwundern Konstantin von Notz nicht. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzender und netzpolitische Sprecher seiner Partei, steht auf dem Standpunkt, dass der deutsche Gesetzgeber in Sachen Sicherheit in der Vergangenheit nicht erkennbar als Helfer reagiert habe.  Darüber hinaus sei der Staat der größte Hacker, gab von Notz an. Dabei wollte Deutschland das Verschlüsselungsland Nummer 1 werden. Stattdessen würde die Regierung Sicherheitslücken systematisch offen lassen und für ihre Zwecke nutzen, so der Grünen-Politiker.

Mögliche Lösungswege
Rechtsexperte Hannfried Leisterer plädierte dafür, einen europäischen Rechtsrahmen zu schaffen. Noch besser wäre ein globaler, aber dieser sei schwer zu definieren. Bevor es zu einem gemeinsamen Verständnis für IT-Sicherheit käme, brauche es noch eine Weile, glaubt er.

Das Internet ist ein privates Gut, in dem auch Freiheiten ausgelebt werden, und das sollte auch so bleiben, waren sich alle Diskutanten einig. Sicherlich müssen Terroristen bekämpft werden, aber dafür sollte die Gesellschaft nicht ihre digitalen Freiheitsrechte verspielen.

Beim Mittelstand, der sich aktuell in der digitalen Transformation befindet, können die Unternehmen selber eine Menge für ihre IT-Sicherheit tun, erklärte Michael Kranawetter. Dazu gehört die strikte Anwendung von vorhandenen IT-Sicherheitslösungen, aber auch der Austausch veralteter gegen moderne Technologien. Dieses würde automatisch einige Sicherheitslücken schließen.

Auch unsere Gäste griffen den Lösungsansatz der digitalen Genfer Konvention in der anschließenden Diskussionsrunde auf und fragten nach möglichen Sanktionen bei Regelverstößen. Welcher Art diese sein könnten, ist noch offen, aber dass es eine Überwachungsinstitution geben soll , die Regelbrecher bestraft und diese öffentlich macht, das sei ein Ziel, das es zu verfolgen gelte, so das Fazit der Veranstaltung.

Ein Beitrag von Isabel Richter, Communications Manager Corporate Communications und Citizenship bei Microsoft Deutschland

Inklusion braucht Innovation – Microsoft und die Aktion Mensch laden zum zweiten #NeueNähe-Hackathon

Nach dem erfolgreichen Auftakt beim ersten #NeueNähe-Hackathon, der Ende des vergangenen Jahres bei Microsoft Berlin stattfand, geht das Projekt nun in seine zweite Runde. Auch diesmal soll es darum gehen, moderne Technologien zu entwickeln, die mehr Barrierefreiheit und digitale Teilhabe für alle ermöglichen. Microsoft Deutschland und die Aktion Mensch setzen hierbei ihre Kooperation fort und holen sich zusätzlich noch einen dritten starken Partner mit an Bord: das Medical Valley der europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN).

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Microsoft Whitepaper Cybersecurity im Internet der Dinge

Die fortschreitende Digitalisierung im Internet der Dinge bietet unzählige Möglichkeiten für Endverbraucher, Unternehmen und Regierungen. Durch die Fusion von physischen und digitalen Eigenschaften ergeben sich neue Nutzererlebnisse sowie Geschäftsmodelle, beispielsweise in der Industrie oder im vernetzten Zuhause. Continue reading

„Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“: Unsere Bildungsinitiative gewinnt den European Excellence Award 2017

Für ihr beispielhaftes soziales Engagement zur Sprachförderung von Kindern mit Fluchthintergrund ist die Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ mit dem European Excellence Awards Public Affairs (EEAPA) ausgezeichnet worden. Mehr als 50.000 Kinder hat die bundesweite Kampagne „Schlaumäuse for refugees“ seit ihrem Start im Herbst 2016 erreicht und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Integrationsarbeit in Deutschland.

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