Digitalisierung für alle – gesellschaftliche Teilhabe gestalten

Zum dritten Teil der Veranstaltungsreihe „A Cloud for Global Good: German Perspectives“ durfte ich am 17. Mai 2017 bei Microsoft Berlin mit Aktion Mensch Vorstand Armin von Buttlar, Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Helliwood media & education und Senior Director Human Resources Markus Köhler über gesellschaftliche Teilhabe diskutieren.

Daddeln stört die Konzentration, Kinder sollten bloß nicht zu früh eigene Smart Phones besitzen – und gehören „Mobile Endgeräte“ überhaupt in die Schule?

Und wie! Findet Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Helliwood media & education. Denn digitale Technologie ermögliche Formen des Lernens und Wissenserwerbs, von denen man bislang nur zu träumen gewagt hatte. Vor allem aber hätten Kinder mit klug eingesetzter Technologie Spaß am Lernen. Und erst das, so bestätigen auch Neurowissenschaftler, sorgt dafür, dass Information hängen bleibt, also zu Wissen wird.

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Der nunmehr dritte Teil der Reihe „A Cloud for Global Good“ beschäftigte sich mit dem Thema „Digitalisierung für alle – gesellschaftliche Teilhabe gestalten“. Dabei ging es nicht um Theorie, sondern um äußerst Bodenständiges: Wie hilft Technologie im Alltag und wie können möglichst viele von der Digitalisierung profitieren? Armin von Buttlar, Vorstand der „Aktion Mensch“ hat die Erfahrung gemacht, dass Apps, die von Menschen mit Einschränkungen konzipiert werden, oft sehr viel bedienungsfreundlicher sind. Menschen mit Seebehinderungen können und wollen sich eben nicht durch lange Menüs tippen. „Teilhabe“ heißt, dass Menschen mit Lese- und Schreibschwäche ihre Texte auch diktieren können und plötzlich Spaß am Schreiben finden. Oder dass die Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften auch Blinden ermöglicht wird, weil es inzwischen recht unaufwändig ist, eine Audi-Version herzustellen.

Digitalisierung ermöglicht ein beständiges Lernen, so Markus Köhler, Senior Director Human Resources. Microsoft Deutschland. Sie erfordert aber auch ein beständiges Lernen. Das mag aber allerdings zuweilen ein Gefühl der Überforderung erzeugen. Wie wäre dem entgegen zu wirken? Durch frühes Heranführen an digitale Technologie, um das Gefühl zu vermitteln, dass der Mensch nicht nur Objekt der Veränderungen ist, sondern selber gestalten kann. Das beginnt, da waren sich alle Panelisten einig, mit Programmier-Unterricht in den Schulen. Am Wichtigsten aber bleibt: die technologischen Entwicklungen zwingen zum Lernen. Aber mit ihnen macht Lernen so viel mehr Spaß.

Ich freue mich bereits auf den vierten Teil der Veranstaltungsreihe. Alle weiteren Informationen zu der kommenden Veranstaltung finden Sie, wie gewohnt, hier.

Ein Gastbeitrag von Dr. Sylke Tempel, Chefredakteurin „Internationale Politik“ und Moderatorin der Veranstaltungsreihe „A Cloud for Global Good: German Perspectives“

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