Studie belegt: Internetnutzer fürchten Cyberattacken zur Bundestagswahl

Nachrichten über Erpresserattacken und Cyberangriffe gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Dabei werden die „digitalen Waffen“ nicht nur von Cyberkriminellen abgefeuert, sondern oftmals von Regierungen orchestriert. Mit diesen Hacks werden Demokratien mitten ins Herz getroffen und verunsichern mehr und mehr die Bevölkerung. Auch die Vorkommnisse bei den Präsidentenwahlen in den USA haben dazu geführt, dass deutsche Wähler hierzulande ebenfalls mit Wahlmanipulationen rechnen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag von Microsoft.

Sie belegt, dass 60 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass unlautere Mittel wie zum Beispiel Fake News bei der Bundestagswahl eingesetzt werden. Weitere Ergebnisse der Umfrage haben wir bei unserem Lunchtalk „Hacking Democracy: Cyberalarm im Wahljahr! Zeit für eine digitale Genfer Konvention” mit Konstantin von NotzMdB, Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion, Hannfried Leisterer, Rechtsexperte für Internet-Sicherheit am Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft und Michael Kranawetter, Chief Security Officer, Microsoft Deutschland sowie unseren rund 40 Gästen diskutiert. Ein weiteres Thema in dieser Dialogrunde war möglichen Lösungsvorschlägen gewidmet.

So hatte Microsoft-Präsident und Chefjustiziar Brad Smith Anfang des Jahres eine digitale Genfer Konvention und die Einführung einer internationalen Kontrollbehörde ähnlich der Atomenergie-Organisation gefordert, Zivilisten im Internet vor Online-Attacken zwischen Staaten zu schützen.

Verantwortliche für die Sicherheit im Netz
69 Prozent der Befragten machen die Technologieunternehmen für die Sicherheit im Netz verantwortlich. 61 Prozent gaben in der Umfrage an, dass die Nutzer selber für ihre Sicherheit verantwortlich sind und nur 43 Prozent meinen, die nationalen Regierungen müssten für die Sicherheit im Internet Sorge tragen. Diese Umfrage-Ergebnisse verwundern Konstantin von Notz nicht. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzender und netzpolitische Sprecher seiner Partei, steht auf dem Standpunkt, dass der deutsche Gesetzgeber in Sachen Sicherheit in der Vergangenheit nicht erkennbar als Helfer reagiert habe.  Darüber hinaus sei der Staat der größte Hacker, gab von Notz an. Dabei wollte Deutschland das Verschlüsselungsland Nummer 1 werden. Stattdessen würde die Regierung Sicherheitslücken systematisch offen lassen und für ihre Zwecke nutzen, so der Grünen-Politiker.

Mögliche Lösungswege
Rechtsexperte Hannfried Leisterer plädierte dafür, einen europäischen Rechtsrahmen zu schaffen. Noch besser wäre ein globaler, aber dieser sei schwer zu definieren. Bevor es zu einem gemeinsamen Verständnis für IT-Sicherheit käme, brauche es noch eine Weile, glaubt er.

Das Internet ist ein privates Gut, in dem auch Freiheiten ausgelebt werden, und das sollte auch so bleiben, waren sich alle Diskutanten einig. Sicherlich müssen Terroristen bekämpft werden, aber dafür sollte die Gesellschaft nicht ihre digitalen Freiheitsrechte verspielen.

Beim Mittelstand, der sich aktuell in der digitalen Transformation befindet, können die Unternehmen selber eine Menge für ihre IT-Sicherheit tun, erklärte Michael Kranawetter. Dazu gehört die strikte Anwendung von vorhandenen IT-Sicherheitslösungen, aber auch der Austausch veralteter gegen moderne Technologien. Dieses würde automatisch einige Sicherheitslücken schließen.

Auch unsere Gäste griffen den Lösungsansatz der digitalen Genfer Konvention in der anschließenden Diskussionsrunde auf und fragten nach möglichen Sanktionen bei Regelverstößen. Welcher Art diese sein könnten, ist noch offen, aber dass es eine Überwachungsinstitution geben soll , die Regelbrecher bestraft und diese öffentlich macht, das sei ein Ziel, das es zu verfolgen gelte, so das Fazit der Veranstaltung.

Ein Beitrag von Isabel Richter, Communications Manager Corporate Communications und Citizenship bei Microsoft Deutschland

Digitalisierung für alle – gesellschaftliche Teilhabe gestalten

Zum dritten Teil der Veranstaltungsreihe „A Cloud for Global Good: German Perspectives“ durfte ich am 17. Mai 2017 bei Microsoft Berlin mit Aktion Mensch Vorstand Armin von Buttlar, Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Helliwood media & education und Senior Director Human Resources Markus Köhler über gesellschaftliche Teilhabe diskutieren. Continue reading

DsiN-Sicherheitsindex 2017: Positive Bewertung der Chancen und Risiken digitaler Gesundheitsdienste

Drei Wochen vor dem Digital-Gipfel der Bundesregierung stellte der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) auf dem Jahreskongress 2017 seinen jährlichen Sicherheitsindex vor, der das Sicherheitsbewusstsein- und Wissen von Verbrauchern misst. Die 4. Studie ergab, dass sich die Online-Nutzer in diesem Jahr bedrohter fühlten als 2016. Das mag u.a. an den steigenden Angriffen im Cyberraum liegen. Eine zweite Erkenntnis macht deutlich, dass die Verbraucher ihr Sicherheitswissen zwar gesteigert haben, aber ihre Bereitschaft risikobewusst zu handeln, zurückgegangen ist. Dies macht sich besonders bei älteren und sehr jungen Verbrauchern bemerkbar und kann nur durch intensive Aufklärungsarbeit z.B. im Schulunterricht verbessert werden. Continue reading

Die Demokratisierung Künstlicher Intelligenz – Wie gelingt Wertschöpfung in Deutschland?

Zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „A Cloud for Global Good: German Perspectives“ durfte ich am 26. April 2017 bei Microsoft Berlin mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, dem Gründer und CEO der arago AG, Hans-Christian Boos und der Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland, Sabine Bendiek über die Demokratisierung von Künstlicher Intelligenz diskutieren. Continue reading

Meilenstein des gesellschaftlichen Engagements: AWO-Bundesverbandes und Microsoft Initiative „Schlaumäuse“ starten bundesweite Kooperation

Seit 2003 tragen wir bei Microsoft mit der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ zum Abbau sprachlicher Defizite bei, um möglichst vielen Kindern in Deutschland einen erfolgreichen Start in der Schule zu ermöglichen. Jetzt starten der AWO-Bundesverband und unsere Schlaumäuse eine bundesweite Kooperation um die Sprachförderung von Kindern weiter zu unterstützen- die Unterstützung der Arbeit mit geflüchteten Kinder steht dabei im Fokus, denn sie profitieren besonders vom spielerischen Ansatz, die deutsche Sprach zu erlernen. Dafür erhalten AWO-Einrichtungen zum Start der Kooperation 75 Schlaumäuse-Starterpaketen inklusive Tablets und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte.

Wir freuen uns besonders, dass wir dabei ganz prominent unterstützt werden: Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz unterstützt die Schlaumäuse und betonte heute anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung mit der AWO die Bedeutung von Sprache für Bildung und Integration betonte: „Sprache ist der Schlüssel für Bildung, Teilhabe und Integration in der Gesellschaft und kann nur erfolgreich gelingen, wenn Sprachbarrieren ab- und Sprachkompetenzen aufgebaut werden. Hier ist die neue Schlaumäuse-App eine geeignete Hilfe.“

Bereits heute arbeiten mehr als 12.000 Kindertagesstätten und Schulen mit der vielfach ausgezeichneten Lernsoftware. Seit einem halben Jahr steht die neueste Version als Universal-App für Windows 10, Android und iOS bereit. Neu in der aktuellsten Version sind neben Deutsch drei weitere Sprachen: Englisch, Französisch und Arabisch. So können auch Kinder ohne deutsches Hörverständnis die Sprachlernsoftware nutzen und spielerisch Deutsch lernen. Damit stößt die App auf große Nachfrage, 40.000-mal wurde sie seitdem installiert.

Wertvolle Partnerschaften wie die mit der AWO stehen für uns im Fokus unseres gesellschaftlichen Engagements am Standort Deutschland. Die Pädagogen der AWO leisten bei der frühkindlichen Sprachförderung- und Integration wertvolle Arbeit, und wir freuen uns sehr, diese mit unseren Schlaumäusen ab sofort unterstützen zu können.

Ein Beitrag von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

Interview with James Kirchick – „The End of Europe“

On 30 March, Microsoft Berlin and Atlantik-Brücke hosted American journalist, author, and Atlantik-Brücke Young Leader Alum James Kirchick, for a panel discussion on Europe, Trump, Russia, and the way forward. Kirchick’s new book “The End of Europe” was published this month, and is a look at the current state of a continent in crisis.

The event was part of the Transatlantic Dialogue series, co-hosted by Microsoft Berlin and Atlantik-Brücke. Continue reading

EXPLAINED erklärt die digitale Transformation

Christoph Seitz

Christoph Seitz

Ein digitales Wartungsmanagement ermittelt, ob ein Flugzeug in naher Zukunft ausfallen könnte, weil es ein Ersatzteil benötigt und spart den Fluggesellschaften auf diese Weise Kosten von bis zu 180 Millionen Euro jährlich. Volkskrankheiten können immer schneller geheilt werden, weil Systeme mit Millionen von Daten individueller Krankheitsbilder gefüttert werden, die diese vergleichen und auswerten – und das in kürzester Zeit. Jeder Anwender kann sich in wenigen Minuten einen Bot erstellen, der wie ein intelligenter Assistent agiert und zum Beispiel selbständig Reisen zu den besten Konditionen organisiert, weil im Kalender des Nutzers auswärtige Termine eingetragen sind. Continue reading