Die Demokratisierung Künstlicher Intelligenz – Wie gelingt Wertschöpfung in Deutschland?

Zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „A Cloud for Global Good: German Perspectives“ durfte ich am 26. April 2017 bei Microsoft Berlin mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, dem Gründer und CEO der arago AG, Hans-Christian Boos und der Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland, Sabine Bendiek über die Demokratisierung von Künstlicher Intelligenz diskutieren. Continue reading

Meilenstein des gesellschaftlichen Engagements: AWO-Bundesverbandes und Microsoft Initiative „Schlaumäuse“ starten bundesweite Kooperation

Seit 2003 tragen wir bei Microsoft mit der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ zum Abbau sprachlicher Defizite bei, um möglichst vielen Kindern in Deutschland einen erfolgreichen Start in der Schule zu ermöglichen. Jetzt starten der AWO-Bundesverband und unsere Schlaumäuse eine bundesweite Kooperation um die Sprachförderung von Kindern weiter zu unterstützen- die Unterstützung der Arbeit mit geflüchteten Kinder steht dabei im Fokus, denn sie profitieren besonders vom spielerischen Ansatz, die deutsche Sprach zu erlernen. Dafür erhalten AWO-Einrichtungen zum Start der Kooperation 75 Schlaumäuse-Starterpaketen inklusive Tablets und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte.

Wir freuen uns besonders, dass wir dabei ganz prominent unterstützt werden: Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz unterstützt die Schlaumäuse und betonte heute anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung mit der AWO die Bedeutung von Sprache für Bildung und Integration betonte: „Sprache ist der Schlüssel für Bildung, Teilhabe und Integration in der Gesellschaft und kann nur erfolgreich gelingen, wenn Sprachbarrieren ab- und Sprachkompetenzen aufgebaut werden. Hier ist die neue Schlaumäuse-App eine geeignete Hilfe.“

Bereits heute arbeiten mehr als 12.000 Kindertagesstätten und Schulen mit der vielfach ausgezeichneten Lernsoftware. Seit einem halben Jahr steht die neueste Version als Universal-App für Windows 10, Android und iOS bereit. Neu in der aktuellsten Version sind neben Deutsch drei weitere Sprachen: Englisch, Französisch und Arabisch. So können auch Kinder ohne deutsches Hörverständnis die Sprachlernsoftware nutzen und spielerisch Deutsch lernen. Damit stößt die App auf große Nachfrage, 40.000-mal wurde sie seitdem installiert.

Wertvolle Partnerschaften wie die mit der AWO stehen für uns im Fokus unseres gesellschaftlichen Engagements am Standort Deutschland. Die Pädagogen der AWO leisten bei der frühkindlichen Sprachförderung- und Integration wertvolle Arbeit, und wir freuen uns sehr, diese mit unseren Schlaumäusen ab sofort unterstützen zu können.

Ein Beitrag von Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland

Interview with James Kirchick – „The End of Europe“

On 30 March, Microsoft Berlin and Atlantik-Brücke hosted American journalist, author, and Atlantik-Brücke Young Leader Alum James Kirchick, for a panel discussion on Europe, Trump, Russia, and the way forward. Kirchick’s new book “The End of Europe” was published this month, and is a look at the current state of a continent in crisis.

The event was part of the Transatlantic Dialogue series, co-hosted by Microsoft Berlin and Atlantik-Brücke. Continue reading

EXPLAINED erklärt die digitale Transformation

Christoph Seitz

Christoph Seitz

Ein digitales Wartungsmanagement ermittelt, ob ein Flugzeug in naher Zukunft ausfallen könnte, weil es ein Ersatzteil benötigt und spart den Fluggesellschaften auf diese Weise Kosten von bis zu 180 Millionen Euro jährlich. Volkskrankheiten können immer schneller geheilt werden, weil Systeme mit Millionen von Daten individueller Krankheitsbilder gefüttert werden, die diese vergleichen und auswerten – und das in kürzester Zeit. Jeder Anwender kann sich in wenigen Minuten einen Bot erstellen, der wie ein intelligenter Assistent agiert und zum Beispiel selbständig Reisen zu den besten Konditionen organisiert, weil im Kalender des Nutzers auswärtige Termine eingetragen sind. Continue reading

Bodo Ramelow: Die digitale Welt human gestalten

Author: Dirk Bornemann Für Bodo Ramelow ist klar: Die Digitalisierung verändert alles und hat bereits einen fundamentalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft ausgelöst. Dabei sind Bits und Bytes nach Überzeugung des Thüringer Ministerpräsidenten keine Naturgewalt. „Wir müssen die digitale Welt für uns verändern und erobern“, forderte er in der Gesprächsreihe „Digitales Deutschland“ im Microsoft Atrium Unter den Linden. Das funktioniert nach Einschätzung des ersten Ministerpräsidenten der Partei Die Linke nur mit klaren gesetzlichen Leitplanken. „Es gilt beispielsweise, durch eindeutige Regelungen die Netzneutralität zu sichern, damit alle das Netz in gleicher Weise nutzen können“, sagte der 61-Jährige im Gespräch mit dem Verleger Wolfram Weimer.

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Die im Herbst 2015 beschlossene EU-Verordnung zur Netzneutralität ist nach Einschätzung der Linken schwammig und lückenhaft. Ramelow sprach sich ferner dafür aus, dass Arbeitszeit, die durch die Digitalisierung eingespart werde, der Gesellschaft durch Arbeitszeitverkürzung zugutekommen müsse. Dann könne die Digitalisierung nach dem Verständnis der Linkspartei zu Entlastung, einem höheren Grad an Selbstbestimmung und mehr Arbeits- und Lebensqualität beitragen. Auch die Veränderungen bei der SPD waren ein lebhaft diskutiertes Thema beim Digitalen Deutschland. Seit Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten gekürt wurde, verzeichnen die Sozialdemokraten ein stabiles Umfragehoch. Bodo Ramelow zeigte sich erfreut über den Umstand, „dass in Deutschland etwas in Bewegung geraten ist“. Der Linken-Politiker, der in Thüringen eine rot-rot-grüne Koalition führt, sieht darin ein Modell für den Bund. Eine konstruktive Zusammenarbeit gestalte sich bei drei Koalitionspartnern zwar nicht einfach, in Thüringen aber sei sie erfolgreich. Gerade bei der Digitalisierung habe man große Fortschritte im Freistaat auf den Weg gebracht. So initiierte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) das Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0. Der Zehn-Punkte-Plan sieht unter anderem vor, den Breitbandausbau im Freistaat zu fördern und Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen besser zu vernetzen.

Als jüngstes Erfolgsbeispiel nannte Ramelow das künftig in Jena angesiedelte Datenforschungsinstitut. Das Institut für Smart & Big Data wird mit mehreren Millionen Euro vom Bund, von Thüringen und vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. „Aus dem Institut werden wichtige Forschungsimpulse zur Datenanalyse, Künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit kommen, der Wissenschaftsstandort Jena wird weiter gestärkt“, so Ramelow. Damit auch Thüringer Mittelständler die Digitalisierung nutzen, hat die Landesregierung gemeinsam mit der IHK das Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 ins Leben gerufen. Das Interesse Thüringer Unternehmen an Themen wie Digitaler Arbeitsplatz, Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Cloud Computing ist groß, berichtet die Landesregierung.

Großen Nachholbedarf für Thüringen – aber auch für ganz Deutschland – sieht Ramelow beim Thema E-Government. Hier seien Länder wie Estland oder sogar Tatarstan besser aufgestellt als die größte Volkswirtschaft Europas. „Die Tataren können sich im Supermarkt an einem Terminal einloggen und da fast alles klären, was staatlicherseits zu klären ist – zum Beispiel auch elektronisch das Aufgebot bestellen“, berichtete Ramelow. Gewiss: In Deutschland sind die Verwaltungsstrukturen erheblich komplexer. Trotzdem darf der digitale Wandel nicht vor der öffentlichen Verwaltung Halt machen, forderte der Ministerpräsident. Denn auch eine digital gut aufgestellte öffentliche Verwaltung gehört aus Sicht der Linken dazu, damit möglichst viele Menschen von der Digitalisierung profitieren.

Veröffentlicht von Dr. Dirk Bornemann, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Rechts- und Unternehmensangelegenheiten, Microsoft Deutschland GmbH

Personalie: Tanja Böhm leitet Corporate Affairs-Team und Hauptstadtrepräsentanz Microsoft Berlin

In eigener Sache: Personalie aus unserem Politik-Team


Tanja Böhm (42) verantwortet seit dem 15. Februar 2017 die politischen und gesellschaftlichen Aktivitäten von Microsoft Deutschland und ist damit auch für die Leitung der Repräsentanz Microsoft Berlin verantwortlich. In dieser Position berichtet sie an Dr. Dirk Bornemann, Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland.

Die Volljuristin folgt auf Henrik Tesch, der 2016 das Unternehmen verließ. Tanja Böhm arbeitet seit 2010 bei Microsoft in verschiedenen Funktionen im Bereich Industry und Government Affairs und war zuletzt Leiterin für Industrie- und Wirtschaftspolitik. Bevor sie zu Microsoft wechselte, war sie als Landesbeamtin u.a. Leiterin des Referats Politische Koordinierung Bund-Land-Europa in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund und Nationale Expertin im Ausschuss der Regionen in Brüssel. In dieser Zeit nahm sie am International Visitor Leadership Programm des US State Departments teil. In ihrer neuen Funktion leitet sie ein achtköpfiges Team.

Neben der Arbeit mit mittlerweile 32.000 Partnerunternehmen in Deutschland sind die politischen und gesellschaftlichen Aktivitäten für Microsoft ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur, die seit der Gründung der Microsoft Deutschland GmbH im Jahre 1982 kontinuierlich ausgebaut wurden. „Mit der Errichtung unser Repräsentanz Unter den Linden 17 und der Microsoft Start-up Förderung vor Ort möchten wir unser besonderes Bekenntnis zum Standort Deutschland zeigen. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit Tanja Böhm eine politisch sehr erfahrene Managerin an die Spitze unseres Berliner Büros bekommen, die ihre Expertise in den Dialog mit Gesellschaft und Politik maßgeblich einbringen wird“, so Dr. Dirk Bornemann.

„Die Hauptstadtrepräsentanz von Microsoft Deutschland im Herzen des politischen Berlins ist eine Plattform für den politischen Diskurs rund um Fragen der digitalen Transformation. Die Digitalisierung durchzieht alle Lebens- und Arbeitsbereiche und wird die Arbeitsabläufe in allen Branchen nachhaltig verändern. Es ist mir daher ein zentrales Anliegen, einen Ort für die Debatte über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen sowie regulatorischen Anforderungen zu schaffen. Wir bewegen uns in besonders spannenden sowie herausfordernden Zeiten. Einem US-amerikanischen Unternehmen wie Microsoft kommt dabei auch in lokalem Handeln und Tun eine besondere Verantwortung zu. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinem Team das Engagement von Microsoft in Deutschland weiter auszubauen und den Dialog an der Schnittstelle von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik voranzutreiben.“

Tanja Böhm

IT-Sicherheit – ein neues Rechtsgebiet im Entstehen

Wahljahre sind aus Sicht des Gesetzgebers Winterschlussverkaufs-Jahre. Alles muss raus, bevor nichts mehr geht. Gesetzentwürfe, die bis Mitte Februar 2017 nicht das Bundeskabinett passiert haben, können bis zum Ende der Legislaturperiode nicht mehr vom Bundestag beschlossen werden. Und weil mit der Bundestagswahl gesetzgeberisch alles „auf null“ gesetzt wird (sog. Diskontinuität), erleben wir gerade ein außerordentlich produktives Kabinett.

Ein Ergebnis ist der am vergangenen Mittwoch verabschiedete Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie über „Maßnahmen zur Gewährleistung eines hohen gemeinsamen Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen“ (kurz NIS-RL). Mit dem Entwurf wird nach dem schon 2015 in Kraft getretenen IT-Sicherheitsgesetz der zweite wichtige regulatorische Pfeiler der IT-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung errichtet. Beide zusammen betrachtet bedeuten nichts weniger als die Begründung eines grundlegend neuen Rechts- und Regulierungsrahmens inklusive einer einflussreichen Aufsichtsbehörde. Continue reading