Gröhe: Digitalisierung wird zum wichtigsten Treiber für den Fortschritt im Gesundheitswesen

Digitalisierung und E-Health sind zu zentralen Themen des Gesundheitswesens avanciert. „Weder medizinische Versorgung noch Forschung sind heute ohne die Erhebung und Auswertung großer Datenmengen denkbar“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Rahmen der Veranstaltungsreihe Digitales Deutschland bei Microsoft Berlin. Der CDU-Politiker machte deutlich, dass die Digitalisierung bereits heute der wichtigste Treiber für den Fortschritt im Gesundheitssektor sei. „Echten Fortschritt bringt uns die Digitalisierung aber nur, wenn wir nicht technische Möglichkeiten, sondern die Bedürfnisse der Patienten in den Mittelpunkt stellen“, mahnte der Gesundheitsminister im Gespräch mit dem Verleger Dr. Wolfram Weimer. „Die Möglichkeiten moderner Technik müssen menschliche Entscheidungen stützen, sie sollen Ärzte und medizinisches Personal aber nicht ersetzen.“

Digitale Prozesse, Datenanalyse und Vernetzung bergen große Chancen für mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheitsversorgung. Im Vordergrund sollte indes immer der Nutzen für die Patienten stehen. Eine „digitale Gesundheitsagenda“ sollte sich nach Gröhes Einschätzung deshalb an folgenden Leitmotiven orientieren: Teilhabe der Patienten am medizinischen Fortschritt, hohe Versorgungsqualität, Selbstbestimmung und Sicherheit. Vor allem der letzte Punkt ist für den Bundesgesundheitsminister ein elementares Element für eine erfolgreiche Digitalisierung. „Ich will den Datenschutz ausdrücklich würdigen, bei der Gesundheit geht es um höchstpersönliche Daten. Eine klug gemachte Digitalisierung bedeutet deshalb nicht weniger, sondern mehr Datenschutz“, so Gröhe. Am Ende kann ein digitaler Datenaustausch nach seiner Einschätzung sogar mehr Sicherheit bringen als traditionelle analoge Prozesse. Denn jedes Jahr werden heute rund fünf Milliarden Behandlungsdokumente noch immer per Fax oder Brief ausgetauscht. Aus Sicht des Datenschutzes keine vernünftige Lösung, stellt der Minister fest. Doppelte Verschlüsselung, protokollierte Datenzugriffe und weitere im E-Health-Gesetz festgeschriebene Sicherheitsstandards machen den digitalen Datenaustausch hingegen sehr sicher. Hermann Gröhes Anspruch: „Wir müssen Menschen befähigen, Herrin und Herr ihrer Daten zu werden.“

Im Mittelpunkt der Digitalisierungsstrategie im Gesundheitssektor steht der Aufbau einer Telematik-Infrastruktur durch die 2005 von den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens gegründete gematik im Auftrag der berufsständischen Selbstverwaltung. Kernstück dieser Infrastruktur ist die elektronische Gesundheitskarte, die derzeit in einem Pilotprojekt getestet wird – und in einem nächsten Schritt zu einer elektronischen Patientenakte ausgebaut werden soll. „Anfangs haben sich alle gegenseitig blockiert“, erinnert sich der Minister. „Und ja: Es könnte noch schneller gehen.“ Aber inzwischen mache das Projekt allen widrigen Umständen, Vorbehalten und divergierenden Interessen im Gesundheitssektor zum Trotz gute Fortschritte. „Es handelt sich immerhin um eines der größten IT-Projekte der Welt: 70 Millionen gesetzlich Versicherte, 150 000 Arztpraxen, 2000 Krankenhäuser und 20 000 Apotheken – wenn wir das gut hinbekommen, kann das ein Exportschlager werden“, unterstreicht Gröhe. Denn die Digitalisierung ist auch im Medizinsektor ein ökonomischer Treiber: Bis 2020 dürfte sich das globale Marktvolumen digitaler Gesundheitsleistungen Prognosen zufolge auf mehr als 200 Milliarden Dollar verdoppeln.

Im Zentrum steht auch bei der Infrastruktur der sichere Datenaustausch über die heute bestehenden Insellösungen hinweg, berichtet der Minister. Denn Daten müssen nicht nur digital erfasst, sondern auch vereinheitlicht werden, um sie für Forschung und Gesundheitsvorsorge verfügbar zu machen. Abschottung ist hier Gift, Gröhe fordert mehr Mannschaftsspiel zum Wohle der Versicherten. Gelingt das, kann der Nutzen indes schon bald bei den Patienten ankommen: Medikationspläne, Notfalldaten und Arzneimittelunverträglichkeiten, hinterlegt auf einer Gesundheitskarte, können Leben retten. Jahr für Jahr kommen in Deutschland allein 250 000 Menschen ins Krankenhaus, weil Medikamente nicht zusammenpassen.

Ein gutes Beispiel für digitalen Fortschritt im Gesundheitssektor ist schließlich Skype. „Fernbehandlungen“ sind bislang in Deutschland zwar verboten. In Baden-Württemberg hat die Landes-Ärztekammer jedoch seit Anfang April die Berufsordnung für Modellprojekte geöffnet. Ärzte und Patienten sollen ausprobieren, ob Videokonferenzen das traditionelle Arzt-Patienten-Gespräch ergänzen können. „Da sehe ich ganz viele Möglichkeiten, gerade in ländlichen Regionen“, ist Gröhe überzeugt.

 

Ein Beitrag von Tanja Böhm, Director Corporate Affairs Management und Leiterin Microsoft Berlin, Microsoft Deutschland.

Bodo Ramelow: Die digitale Welt human gestalten

Author: Dirk Bornemann Für Bodo Ramelow ist klar: Die Digitalisierung verändert alles und hat bereits einen fundamentalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft ausgelöst. Dabei sind Bits und Bytes nach Überzeugung des Thüringer Ministerpräsidenten keine Naturgewalt. „Wir müssen die digitale Welt für uns verändern und erobern“, forderte er in der Gesprächsreihe „Digitales Deutschland“ im Microsoft Atrium Unter den Linden. Das funktioniert nach Einschätzung des ersten Ministerpräsidenten der Partei Die Linke nur mit klaren gesetzlichen Leitplanken. „Es gilt beispielsweise, durch eindeutige Regelungen die Netzneutralität zu sichern, damit alle das Netz in gleicher Weise nutzen können“, sagte der 61-Jährige im Gespräch mit dem Verleger Wolfram Weimer.

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Die im Herbst 2015 beschlossene EU-Verordnung zur Netzneutralität ist nach Einschätzung der Linken schwammig und lückenhaft. Ramelow sprach sich ferner dafür aus, dass Arbeitszeit, die durch die Digitalisierung eingespart werde, der Gesellschaft durch Arbeitszeitverkürzung zugutekommen müsse. Dann könne die Digitalisierung nach dem Verständnis der Linkspartei zu Entlastung, einem höheren Grad an Selbstbestimmung und mehr Arbeits- und Lebensqualität beitragen. Auch die Veränderungen bei der SPD waren ein lebhaft diskutiertes Thema beim Digitalen Deutschland. Seit Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten gekürt wurde, verzeichnen die Sozialdemokraten ein stabiles Umfragehoch. Bodo Ramelow zeigte sich erfreut über den Umstand, „dass in Deutschland etwas in Bewegung geraten ist“. Der Linken-Politiker, der in Thüringen eine rot-rot-grüne Koalition führt, sieht darin ein Modell für den Bund. Eine konstruktive Zusammenarbeit gestalte sich bei drei Koalitionspartnern zwar nicht einfach, in Thüringen aber sei sie erfolgreich. Gerade bei der Digitalisierung habe man große Fortschritte im Freistaat auf den Weg gebracht. So initiierte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) das Aktionsprogramm Wirtschaft 4.0. Der Zehn-Punkte-Plan sieht unter anderem vor, den Breitbandausbau im Freistaat zu fördern und Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen besser zu vernetzen.

Als jüngstes Erfolgsbeispiel nannte Ramelow das künftig in Jena angesiedelte Datenforschungsinstitut. Das Institut für Smart & Big Data wird mit mehreren Millionen Euro vom Bund, von Thüringen und vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. „Aus dem Institut werden wichtige Forschungsimpulse zur Datenanalyse, Künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit kommen, der Wissenschaftsstandort Jena wird weiter gestärkt“, so Ramelow. Damit auch Thüringer Mittelständler die Digitalisierung nutzen, hat die Landesregierung gemeinsam mit der IHK das Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 ins Leben gerufen. Das Interesse Thüringer Unternehmen an Themen wie Digitaler Arbeitsplatz, Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Cloud Computing ist groß, berichtet die Landesregierung.

Großen Nachholbedarf für Thüringen – aber auch für ganz Deutschland – sieht Ramelow beim Thema E-Government. Hier seien Länder wie Estland oder sogar Tatarstan besser aufgestellt als die größte Volkswirtschaft Europas. „Die Tataren können sich im Supermarkt an einem Terminal einloggen und da fast alles klären, was staatlicherseits zu klären ist – zum Beispiel auch elektronisch das Aufgebot bestellen“, berichtete Ramelow. Gewiss: In Deutschland sind die Verwaltungsstrukturen erheblich komplexer. Trotzdem darf der digitale Wandel nicht vor der öffentlichen Verwaltung Halt machen, forderte der Ministerpräsident. Denn auch eine digital gut aufgestellte öffentliche Verwaltung gehört aus Sicht der Linken dazu, damit möglichst viele Menschen von der Digitalisierung profitieren.

Veröffentlicht von Dr. Dirk Bornemann, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Rechts- und Unternehmensangelegenheiten, Microsoft Deutschland GmbH

Grundlagen für eine datengesteuerte Wirtschaft in Europa

Nur knapp zwei Wochen des neuen Jahres sind vergangen, und wir haben bereits unseren ersten digitalen Meilenstein für 2017 erreicht: die letzten Bausteine für den digitalen Binnenmarkt in Europa wurden am 10. Januar mit der Mitteilung der Europäischen Kommission zur Schaffung einer europäischen Datenwirtschaft, dem Vorschlag für eine Verordnung über Datenschutz und elektronische Kommunikation sowie der Mitteilung über den Austausch und Schutz von personenbezogenen Daten in einer globalisierten Welt vorgelegt. Alle Initiativen zielen darauf, Europa für die vielen durch cloudbasierte Technologien entstehenden positiven Entwicklungen zu öffnen. Continue reading

Cem Özdemir: Die Digitalisierung fördert grüne Ideen

Author: Tanja Böhm„Ohne Digitalisierung geht‘s gar nicht“: Cem Özdemir hat eine klare Grundhaltung zum digitalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Im Microsoft Atrium Unter den Linden in Berlin warb der Parteivorsitzende der Grünen am 29. November in der Reihe Digitales Deutschland für einen chancenorientierten Blick auf die Veränderungen in der digitalen Ära. „Wir sehen immense Chancen durch die Digitalisierung – und das gerade für unser Kernanliegen, die Ökologie“, betonte Özdemir im Gespräch mit dem Verleger Dr. Wolfram Weimer. Ohne digitale Innovationen seien beispielsweise Elektrofahrzeuge und Energiewende gar nicht denkbar. Zugleich outete sich der Grünen-Chef als Wirtschaftsliberaler: „Freihandel bringt Wohlstand und öffnet die Gesellschaften. Wir brauchen mehr Freihandel, gerade in Zeiten von Donald Trump.“ Continue reading

Digitales Deutschland mit Andrea Nahles: „Die Arbeit wird uns nicht ausgehen“

Inger Paus_80x80Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Durch die fortschreitende Digitalisierung werden viele Tätigkeiten zunehmend automatisiert. Werden Roboter und Algorithmen in der Wirtschaft 4.0 zum Jobkiller, wie Skeptiker mutmaßen? „Das ist Unsinn“, zeigt sich Andrea Nahles überzeugt. Die Bundesarbeitsministerin hält nichts von solchem „Alarmismus“. Im Gegenteil: „Durch die Digitalisierung entstehen jeden Tag massiv neue Arbeitsplätze“, betont die SPD-Politikerin im Gespräch mit dem Verleger Wolfram Weimer im Microsoft Atrium Unter den Linden. „Und wenn es irgendein Land in Europa gibt, das die Digitalisierung positiv für sich nutzen kann, dann ist das Deutschland.“

Die Besucher der Microsoft-Veranstaltung „Arbeiten 4.0 – Wie erfasst die digitale Revolution die Arbeitswelt?“ erlebten eine optimistische Bundesministerin, die die Chancen des digitalen Wandels eindeutig in den Mittelpunkt rückt. Mögen die Amerikaner gegenwärtig die Nase vorn haben, so sei Deutschland Nahles zufolge gerade sehr erfolgreich dabei, seinen starken Industriestandort mit den Möglichkeiten der Digitalökonomie zu verschränken.

Wie stellen Sie sich den idealen Arbeitstag in 5-10 Jahren vor?

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist auch Nahles davon überzeugt, dass heutige Berufe nicht gänzlich verschwinden. Tätigkeitsfelder, Berufsbilder und die Arbeitswelt insgesamt werden sich dabei in den nächsten Jahren gewiss massiv verändern., heißt es dazu in einer IAB-Studie. Forscher weisen darauf hin, dass der technologische Fortschritt bislang immer mehr neue Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet hat. Schließlich ermöglicht die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Produkte. Die Produktivität steigt, Waren werden günstiger, mehr Nachfrage schafft mehr Wachstum und Beschäftigung.

Welche Rolle spielt Technologie bei der Veränderung der Arbeitswelt?

Zugleich gilt es aber auch, die Beschäftigten auf dem Weg der „schöpferischen Zerstörung“ (Schumpeter) mitzunehmen. Arbeiten 4.0 wird vernetzter, digitaler, flexibler. Unternehmen und Beschäftigte brauchen mehr Flexibilität. Eine Deregulierung nach US-Vorbild kann nach Einschätzung der SPD-Politikerin aber nicht die Lösung für Deutschland sein, weil das nicht zur Sozialen Marktwirtschaft passe. Die Ministerin macht sich deshalb für ein neues arbeitsmarktpolitisches Leitbild, einen neuen sozialen Kompromiss, einen „Flexibilitätskompromiss“ stark: „Die Schutzregeln der Industrie 3.0 passen nicht mehr zur Wirtschaft 4.0. Ich versuche deshalb, einen Kompromiss zwischen Schutzinteressen und Flexibilitätsanforderungen zu finden. Die Revolution des Digitalen erfordert eine behutsame Evolution des Sozialen.“

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Auch Arbeitnehmer sollen von der Digitalisierungsdividende durch flexible Arbeitszeitmodelle oder die freie Wahl des Arbeitsortes profitieren – „durch gute, sichere und gesunde Arbeit“, wie es Nahles ausdrückt. Microsoft hat schon vor zwei Jahren die Anwesenheitspflicht im Büro abgeschafft. Solche Modelle prägen nach den Vorstellungen der Ministerin die Zukunft der Arbeit. Betriebliche und tarifvertraglich vereinbarte Arrangements haben dabei ganz klar Vorfahrt vor neuen Bundesgesetzen, die nicht auf die spezifischen Anforderungen einzelner Branchen und Unternehmen abstellen können. Deshalb schweben Nahles künftig „Experimentierräume“ in verschiedenen Unternehmen und Branchen vor, in denen neue Arbeitsmodelle jenseits gesetzlicher Regelungen zeitlich befristet ausprobiert werden können. „Wir brauchen dringend weniger Ideologie, dafür mehr Erfahrungswissen!“

Hilfreiche Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Gestaltung der künftigen Arbeitswelt erhofft sich die Ministerin zusätzlich aus dem „Dialogprozess Arbeiten 4.0“, den das Ministerium im April 2015 mit einem Grünbuch initiiert hat. Sozialpartner, Beschäftigte und Unternehmen beteiligen sich an der Debatte, die bis Ende des Jahres in einem Weißbuch „Arbeiten 4.0“ münden soll. Eine Antwort ist für die Ministerin allerdings jetzt schon klar: „Wir brauchen dringend eine Weiterbildungsoffensive in den Betrieben, um den Transformationsprozess zu gestalten. Betriebe müssen noch mehr als bisher zu Lernorten werden. Das ist das Entscheidende, worum es in den nächsten Jahren geht!“

Warum haben Sie im letzten Jahr den Dialogprozess Arbeiten 4.0 gestartet? Was wünschen Sie sich als Ergebnis?

Veröffentlicht von Inger Paus, Leiterin Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

Kommentar zur Vorstellung der BMBF-Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“

Renate_RadonWir begrüßen es, dass Bundesministerin Johanna Wanka eine Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft startet und einen Digitalpakt zwischen Bund und Ländern schließen will. Ziel des Paktes soll es sein, Schulen in Deutschland flächendeckend mit digitaler Ausstattung zu versorgen und die pädagogischen Voraussetzungen zu schaffen, unter denen Bildung für eine digitale Welt gelingen kann. Dass die Bundesregierung ein Finanzierungsprogramm für digitale Infrastruktur an Schulen auflegen möchte, ist in unseren Augen dringend notwendig, denn digitale Technologien erleichtern den Zugang zu Informationen und Wissen und eröffnen mehr Menschen die Chance auf Bildung, beruflichen Erfolg und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gleichzeitig müssen aber die Bundesländer auch Schulen und Lehrer in die Lage versetzen, diese Chancen zu nutzen – durch digitale Schulentwicklungskonzepte sowie Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte. Nun gilt es, dass Bund und Länder gemeinsam Ziele und einen Handlungsraumen definieren, in dem sie diesen DigitalPakt#D umsetzen wollen. Dazu zählt auch die Frage der nachhaltigen Finanzierung digitaler Bildung.

Wir regen an, den #DigitalPaktD zu verbreitern und Stakeholder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit einzubeziehen. Denn nur so ist gewährleistet, dass Menschen entlang der gesamtem Bildungskette, erfolgreich für Leben und Arbeiten in einer digitalen Welt gerüstet sind. Wir haben selbst im vergangenen Jahr einen Digitalen Bildungspakt für Deutschland ins Leben gerufen, um den Strategieprozess zur digitalen Bildung von Bund und Ländern zu begleiten.

Veröffentlicht von Renate Radon, Mitinitiatorin des Digitalen Bildungspaktes für Deutschland und Mitglied der Geschäftsleitung, Microsoft Deutschland


Der Digitale Bildungspakt besteht aus rund einem Dutzend Verbänden, Organisationen und Unternehmen – unter anderem dem Bundesverband für mittelständische Wirtschaft, Didacta, Bündnis für Bildung, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, der Initiative D21, der Gesellschaft für Informatik und Microsoft. Am 9. November 2016 laden die Partner des Digitalen Bildungspaktes zur gleichnamigen Konferenz ein, um konkrete Vorschläge für eine bessere digitale Bildungslandschaft vorzustellen und zu diskutieren.
Weitere Informationen unter www.digitaler-bildungspakt.de.

Bauer sucht Cloud

Author: Tanja Böhm

Kaum eine andere Branche wird in der öffentlichen Wahrnehmung bis heute so von überkommenen Vorstellungen geprägt wie die Landwirtschaft. Wer jedoch dachte, die moderne Agrarwirtschaft beschränkt sich auf bukolische Landschaften und auf das Sähen, Düngen und das Ernten, konnte sich am Mittwoch dieser Woche von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) im Microsoft Atrium Unter den Linden eines Besseren belehren lassen. Die Landwirtschaft ist längst zu einem stillen und zugleich konsequenten Vorreiter der digitalen Revolution geworden. Der Arbeitstag der Landwirte beginnt heute in der Regel nicht auf dem Feld oder im Stall, sondern am Computer. Man könnte zugespitzt sagen: Bauer sucht nicht mehr Frau, sondern Bauer sucht Cloud. „Die Digitalisierung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse gewinnt immer mehr an Bedeutung“, hob der fränkische CSU-Politiker Schmidt, selbst Sohn eines Bäckers, im Gespräch mit dem Verleger Wolfram Weimer bei der Veranstaltungsreihe „Digitales Deutschland“ hervor. Continue reading