Mit Industrie 4.0 Standards setzen: OPC UA wird zentrale Schnittstelle in der digitalen Fabrik

Die Industrie 4.0 bietet insbesondere am starken Industriestandort Deutschland ganz neue Möglichkeiten für unternehmerischen Erfolg. Vernetzung, Kooperation und technologische Offenheit sind die Voraussetzung für ein smartes Manufacturing, das Kosten spart, Ressourcen schont, Prozesse optimiert und ganz neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Continue reading

EXPLAINED erklärt die digitale Transformation

Christoph Seitz

Christoph Seitz

Ein digitales Wartungsmanagement ermittelt, ob ein Flugzeug in naher Zukunft ausfallen könnte, weil es ein Ersatzteil benötigt und spart den Fluggesellschaften auf diese Weise Kosten von bis zu 180 Millionen Euro jährlich. Volkskrankheiten können immer schneller geheilt werden, weil Systeme mit Millionen von Daten individueller Krankheitsbilder gefüttert werden, die diese vergleichen und auswerten – und das in kürzester Zeit. Jeder Anwender kann sich in wenigen Minuten einen Bot erstellen, der wie ein intelligenter Assistent agiert und zum Beispiel selbständig Reisen zu den besten Konditionen organisiert, weil im Kalender des Nutzers auswärtige Termine eingetragen sind. Continue reading

Grundlagen für eine datengesteuerte Wirtschaft in Europa

Nur knapp zwei Wochen des neuen Jahres sind vergangen, und wir haben bereits unseren ersten digitalen Meilenstein für 2017 erreicht: die letzten Bausteine für den digitalen Binnenmarkt in Europa wurden am 10. Januar mit der Mitteilung der Europäischen Kommission zur Schaffung einer europäischen Datenwirtschaft, dem Vorschlag für eine Verordnung über Datenschutz und elektronische Kommunikation sowie der Mitteilung über den Austausch und Schutz von personenbezogenen Daten in einer globalisierten Welt vorgelegt. Alle Initiativen zielen darauf, Europa für die vielen durch cloudbasierte Technologien entstehenden positiven Entwicklungen zu öffnen. Continue reading

Kommentar zur Vorstellung der BMBF-Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“

Renate_RadonWir begrüßen es, dass Bundesministerin Johanna Wanka eine Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft startet und einen Digitalpakt zwischen Bund und Ländern schließen will. Ziel des Paktes soll es sein, Schulen in Deutschland flächendeckend mit digitaler Ausstattung zu versorgen und die pädagogischen Voraussetzungen zu schaffen, unter denen Bildung für eine digitale Welt gelingen kann. Dass die Bundesregierung ein Finanzierungsprogramm für digitale Infrastruktur an Schulen auflegen möchte, ist in unseren Augen dringend notwendig, denn digitale Technologien erleichtern den Zugang zu Informationen und Wissen und eröffnen mehr Menschen die Chance auf Bildung, beruflichen Erfolg und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gleichzeitig müssen aber die Bundesländer auch Schulen und Lehrer in die Lage versetzen, diese Chancen zu nutzen – durch digitale Schulentwicklungskonzepte sowie Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte. Nun gilt es, dass Bund und Länder gemeinsam Ziele und einen Handlungsraumen definieren, in dem sie diesen DigitalPakt#D umsetzen wollen. Dazu zählt auch die Frage der nachhaltigen Finanzierung digitaler Bildung.

Wir regen an, den #DigitalPaktD zu verbreitern und Stakeholder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit einzubeziehen. Denn nur so ist gewährleistet, dass Menschen entlang der gesamtem Bildungskette, erfolgreich für Leben und Arbeiten in einer digitalen Welt gerüstet sind. Wir haben selbst im vergangenen Jahr einen Digitalen Bildungspakt für Deutschland ins Leben gerufen, um den Strategieprozess zur digitalen Bildung von Bund und Ländern zu begleiten.

Veröffentlicht von Renate Radon, Mitinitiatorin des Digitalen Bildungspaktes für Deutschland und Mitglied der Geschäftsleitung, Microsoft Deutschland


Der Digitale Bildungspakt besteht aus rund einem Dutzend Verbänden, Organisationen und Unternehmen – unter anderem dem Bundesverband für mittelständische Wirtschaft, Didacta, Bündnis für Bildung, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, der Initiative D21, der Gesellschaft für Informatik und Microsoft. Am 9. November 2016 laden die Partner des Digitalen Bildungspaktes zur gleichnamigen Konferenz ein, um konkrete Vorschläge für eine bessere digitale Bildungslandschaft vorzustellen und zu diskutieren.
Weitere Informationen unter www.digitaler-bildungspakt.de.

Cloud Computing als Chance begreifen

Author: Tanja Böhm

Im Kreis Gütersloh setzt der Rettungsdienst ein Smartphone basiertes Alarmiersystem ein, mit dem medizinische Ersthelfer in wenigen Minuten zu Menschen mit Herz-Kreislaufversagen beordert werden und am Notfallort sofort lebenserhaltende Maßnahmen ergreifen können. Die Stadt Ulm beteiligt ihre Bürger an Diskussionen und Entscheidungen von Großbauprojekten über ein öffentliches Webportal. Der Industriekonzern Thyssen Krupp hat seine Fahrstühle mit Sensoren ausgestattet, die Wartungsarbeiten schon lange vor einem tatsächlichen Ausfall aktivieren. Alle diese Beispiele basieren auf Cloud Computing. Eine Technologie, die schon jetzt Antworten auf einige der größten Herausforderungen der Welt gibt und privaten Nutzern sowie Organisationen dazu verhilft, mehr zu erreichen. Das betonten Microsoft-CEO Satya Nadella und Microsoft-Präsident Brad Smith bei ihrem Berlin-Besuch am 5. Oktober.

Im Zuge ihrer viertägigen Europareise präsentierten sie das Buch „Cloud for Global Good: Die Cloud als Wegbereiter für globalen Wohlstand“. Mit dieser Denkschrift will Microsoft die Diskussionen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen von Cloud Computing für den Standort Deutschland fördern. Anhand von 78 Handlungsempfehlungen und Praxisbeispielen aus aller Welt zeigt das Buch den sicheren und nachhaltigen Weg in die Cloud auf.

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Die Denkschrift soll dabei helfen, die Technologie voranzutreiben und einen tieferen Diskussionsprozess über regulatorische Erfordernisse rund um die gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation anzustoßen.  Cloud Computing ist der Treiber der digitalen Transformation und diese sei zehnmal schneller und werde in einem 300 Mal größeren Umfang stattfinden als die erste industrielle Revolution, schätzen die Analysten von McKinsey.

Die Denkschrift steht unter www.cloudpolitik.de zum Herunterladen zur Verfügung. Wir freuen uns auf viele konstruktive Dialoge mit Ihnen über die Technologie, die unsere Zukunft bestimmen und Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Städteplanung oder die Automobilbranche revolutionieren wird.

Veröffentlicht von Tanja Böhm, Leitung Industrie- und Wirtschaftspolitik, Microsoft Deutschland

Bauer sucht Cloud

Author: Tanja Böhm

Kaum eine andere Branche wird in der öffentlichen Wahrnehmung bis heute so von überkommenen Vorstellungen geprägt wie die Landwirtschaft. Wer jedoch dachte, die moderne Agrarwirtschaft beschränkt sich auf bukolische Landschaften und auf das Sähen, Düngen und das Ernten, konnte sich am Mittwoch dieser Woche von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) im Microsoft Atrium Unter den Linden eines Besseren belehren lassen. Die Landwirtschaft ist längst zu einem stillen und zugleich konsequenten Vorreiter der digitalen Revolution geworden. Der Arbeitstag der Landwirte beginnt heute in der Regel nicht auf dem Feld oder im Stall, sondern am Computer. Man könnte zugespitzt sagen: Bauer sucht nicht mehr Frau, sondern Bauer sucht Cloud. „Die Digitalisierung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse gewinnt immer mehr an Bedeutung“, hob der fränkische CSU-Politiker Schmidt, selbst Sohn eines Bäckers, im Gespräch mit dem Verleger Wolfram Weimer bei der Veranstaltungsreihe „Digitales Deutschland“ hervor. Continue reading

Das Auto wird zum rollenden Rechenzentrum

Author: Dirk BornemannAlle sind digital, überall und jederzeit: Während das Smartphone längst zur Schaltzentrale des modernen Lebens geworden ist, entwickelt sich jetzt auch das Auto zum festen Bestandteil der digitalen Welt. Die Automobilindustrie hat sich aufgemacht in die digitale Ära, die Branche steckt inmitten des größten Umbruchs ihrer Geschichte. „Autos werden immer mehr zu rollenden Computern, zu Rechenzentren auf Rädern“, sagte Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG, beim Transatlantischen Dialog im Microsoft Atrium Unter den Linden. Die Branche wird sich nach Einschätzung des Opel-Managers in den nächsten fünf Jahren schneller verändern als in den fünf Jahrzehnten zuvor.

Die Digitalisierung löst somit einen epochalen Wandel in der Automobilindustrie aus. „Ihr Rechnung zu tragen ist keine Option, sondern eine absolute Notwendigkeit“, erklärte Neumann im Gespräch mit dem Moderator Udo van Kam-pen. Pro Stunde Autofahrt entstehen bereits heute zehn Gigabyte Daten, die für einen effizienten, bequemen und sicheren Verkehrsfluss genutzt werden können. „Wir wollen Treiber der Digitalisierung sein, nicht Getriebener. Dabei können wir von Technologieunternehmen wie Microsoft lernen – sie stoßen neue Denkrichtungen an.“ Denn die Entwicklung und Produktion von Autos reicht künftig nicht mehr aus, um im zunehmend härteren und von immer schnelleren Innovationszyklen geprägten Wettbewerb bestehen zu können. Automobilhersteller wandeln sich zu Mobilitätsanbietern. Neumann, der auch Vorsitzender der Geschäftsführung der Opel Group ist, welche die Geschäfte der US-Muttergesellschaft GM in Europa bündelt, identifiziert vier technologiegetriebe-ne Megatrends, welche die Zukunft der Automobilindustrie prägen werden.

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Erstens: Die Elektromobilität. Noch sind Elektroautos für den Massenmarkt zwar zu teuer. In der Gesamtschau mit den drei weiteren Megatrends Vernetztes Fahren, Carsharing und Autonomes Fahren sieht der Opel-Chef indes schon heute vielversprechende Einsatzmöglichkeiten für Elektroantriebe. „Eine Stufe weiter sind wir schon beim vernetzten Auto.“ Opel-Fahrer werden vom digitalen Assistenten OnStar unterstützt, das soll den Verkehr schneller und sicherer machen. In den USA und Asien ist das System schon seit Jahren in Betrieb. „Aus meiner Sicht ist OnStar deshalb ein Paradebeispiel dafür, wie in einem internationalen Konzern Synergien und Größenvorteile transatlantisch sinnvoll ausgenutzt werden“, so Neumann. Lokale Besonderheit in Europa: Hier haben Kunden wegen des größeren Bedürfnisses nach Datenschutz die Möglichkeit, mit einer „Privat-Taste“ die Aufzeichnung von Bewegungsdaten zu stoppen. „Ich bin Optimist: Technologien rund ums vernetzte Auto bieten immense Geschäfts-potenziale“, sagte Neumann. Bereits 2025 soll Studien zufolge jedes neu verkaufte Auto vernetzt sei, das jährliche Marktvolumen mit digitalem Auto-Content dürfte bis dahin auf rund 500 Milliarden Euro steigen. „Automobilhersteller müssen deshalb lernen, solchen neuen digitalen Geschäftsmöglichkeiten die Tür zu öffnen“, analysiert der Opel-Manager. „Das vernetzte Auto bedeutet einen Paradigmenwechsel, der zu tiefgreifenden Veränderungen in der Branche führen wird.“ Ähnliches gilt für Carsharing und Ridesharing: GM rechnet bis 2020 mit weltweit mehr als 26 Millionen Nutzern von alternativen Mobilitätsdiensten. Die GM-Partnerschaft mit der Plattform Lyft, die eigene GM-Carsharing-Flotte Maven und der Opel-Dienst CarUnity dokumentieren, wie ernst der Konzern das Thema nimmt. „Auch hier profitieren wir von der engen transatlantischen Beziehung“, betonte Neumann.

Die Ausführungen des Auto-Managers zeigen: Auf dem Beifahrersitz hat das Internet schon Platz genommen. In Zukunft werden digitale Technologien aber auch das Steuer selbst in die Hand nehmen. „Das autonome Fahrzeug wird kommen – und zwar schneller, als manche glauben“, prophezeit Neumann. In 15 Jahren könnte jedes fünfte Auto ohne Fahrer und Lenkrad auskommen, sagen Studien voraus. Die „Vision Zero“ nimmt damit Gestalt an – der Traum von einem Straßenverkehr ohne Tote. Das digitale Zeitalter verändert Mobilität und Verkehrssysteme grund-legend. „Und wir stehen erst am Anfang einer spannenden und komplexen Entwicklung“, zeigte sich Neumann überzeugt.

Veröffentlicht von Dr. Dirk Bornemann, Leiter Corporate, External and Legal Affairs und Mitglied der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland GmbH