DsiN-Sicherheitsindex 2017: Positive Bewertung der Chancen und Risiken digitaler Gesundheitsdienste

Drei Wochen vor dem Digital-Gipfel der Bundesregierung stellte der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) auf dem Jahreskongress 2017 seinen jährlichen Sicherheitsindex vor, der das Sicherheitsbewusstsein- und Wissen von Verbrauchern misst. Die 4. Studie ergab, dass sich die Online-Nutzer in diesem Jahr bedrohter fühlten als 2016. Das mag u.a. an den steigenden Angriffen im Cyberraum liegen. Eine zweite Erkenntnis macht deutlich, dass die Verbraucher ihr Sicherheitswissen zwar gesteigert haben, aber ihre Bereitschaft risikobewusst zu handeln, zurückgegangen ist. Dies macht sich besonders bei älteren und sehr jungen Verbrauchern bemerkbar und kann nur durch intensive Aufklärungsarbeit z.B. im Schulunterricht verbessert werden. Continue reading

Gröhe: Digitalisierung wird zum wichtigsten Treiber für den Fortschritt im Gesundheitswesen

Digitalisierung und E-Health sind zu zentralen Themen des Gesundheitswesens avanciert. „Weder medizinische Versorgung noch Forschung sind heute ohne die Erhebung und Auswertung großer Datenmengen denkbar“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Rahmen der Veranstaltungsreihe Digitales Deutschland bei Microsoft Berlin. Der CDU-Politiker machte deutlich, dass die Digitalisierung bereits heute der wichtigste Treiber für den Fortschritt im Gesundheitssektor sei. „Echten Fortschritt bringt uns die Digitalisierung aber nur, wenn wir nicht technische Möglichkeiten, sondern die Bedürfnisse der Patienten in den Mittelpunkt stellen“, mahnte der Gesundheitsminister im Gespräch mit dem Verleger Dr. Wolfram Weimer. „Die Möglichkeiten moderner Technik müssen menschliche Entscheidungen stützen, sie sollen Ärzte und medizinisches Personal aber nicht ersetzen.“

Digitale Prozesse, Datenanalyse und Vernetzung bergen große Chancen für mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheitsversorgung. Im Vordergrund sollte indes immer der Nutzen für die Patienten stehen. Eine „digitale Gesundheitsagenda“ sollte sich nach Gröhes Einschätzung deshalb an folgenden Leitmotiven orientieren: Teilhabe der Patienten am medizinischen Fortschritt, hohe Versorgungsqualität, Selbstbestimmung und Sicherheit. Vor allem der letzte Punkt ist für den Bundesgesundheitsminister ein elementares Element für eine erfolgreiche Digitalisierung. „Ich will den Datenschutz ausdrücklich würdigen, bei der Gesundheit geht es um höchstpersönliche Daten. Eine klug gemachte Digitalisierung bedeutet deshalb nicht weniger, sondern mehr Datenschutz“, so Gröhe. Am Ende kann ein digitaler Datenaustausch nach seiner Einschätzung sogar mehr Sicherheit bringen als traditionelle analoge Prozesse. Denn jedes Jahr werden heute rund fünf Milliarden Behandlungsdokumente noch immer per Fax oder Brief ausgetauscht. Aus Sicht des Datenschutzes keine vernünftige Lösung, stellt der Minister fest. Doppelte Verschlüsselung, protokollierte Datenzugriffe und weitere im E-Health-Gesetz festgeschriebene Sicherheitsstandards machen den digitalen Datenaustausch hingegen sehr sicher. Hermann Gröhes Anspruch: „Wir müssen Menschen befähigen, Herrin und Herr ihrer Daten zu werden.“

Im Mittelpunkt der Digitalisierungsstrategie im Gesundheitssektor steht der Aufbau einer Telematik-Infrastruktur durch die 2005 von den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens gegründete gematik im Auftrag der berufsständischen Selbstverwaltung. Kernstück dieser Infrastruktur ist die elektronische Gesundheitskarte, die derzeit in einem Pilotprojekt getestet wird – und in einem nächsten Schritt zu einer elektronischen Patientenakte ausgebaut werden soll. „Anfangs haben sich alle gegenseitig blockiert“, erinnert sich der Minister. „Und ja: Es könnte noch schneller gehen.“ Aber inzwischen mache das Projekt allen widrigen Umständen, Vorbehalten und divergierenden Interessen im Gesundheitssektor zum Trotz gute Fortschritte. „Es handelt sich immerhin um eines der größten IT-Projekte der Welt: 70 Millionen gesetzlich Versicherte, 150 000 Arztpraxen, 2000 Krankenhäuser und 20 000 Apotheken – wenn wir das gut hinbekommen, kann das ein Exportschlager werden“, unterstreicht Gröhe. Denn die Digitalisierung ist auch im Medizinsektor ein ökonomischer Treiber: Bis 2020 dürfte sich das globale Marktvolumen digitaler Gesundheitsleistungen Prognosen zufolge auf mehr als 200 Milliarden Dollar verdoppeln.

Im Zentrum steht auch bei der Infrastruktur der sichere Datenaustausch über die heute bestehenden Insellösungen hinweg, berichtet der Minister. Denn Daten müssen nicht nur digital erfasst, sondern auch vereinheitlicht werden, um sie für Forschung und Gesundheitsvorsorge verfügbar zu machen. Abschottung ist hier Gift, Gröhe fordert mehr Mannschaftsspiel zum Wohle der Versicherten. Gelingt das, kann der Nutzen indes schon bald bei den Patienten ankommen: Medikationspläne, Notfalldaten und Arzneimittelunverträglichkeiten, hinterlegt auf einer Gesundheitskarte, können Leben retten. Jahr für Jahr kommen in Deutschland allein 250 000 Menschen ins Krankenhaus, weil Medikamente nicht zusammenpassen.

Ein gutes Beispiel für digitalen Fortschritt im Gesundheitssektor ist schließlich Skype. „Fernbehandlungen“ sind bislang in Deutschland zwar verboten. In Baden-Württemberg hat die Landes-Ärztekammer jedoch seit Anfang April die Berufsordnung für Modellprojekte geöffnet. Ärzte und Patienten sollen ausprobieren, ob Videokonferenzen das traditionelle Arzt-Patienten-Gespräch ergänzen können. „Da sehe ich ganz viele Möglichkeiten, gerade in ländlichen Regionen“, ist Gröhe überzeugt.

 

Ein Beitrag von Tanja Böhm, Director Corporate Affairs Management und Leiterin Microsoft Berlin, Microsoft Deutschland.

conhIT 2017 – Technologien als innovative Therapie für die Gesundheitsbranche

Mit fast einer halben Million Patienten hat sich die Zahl der Krebsneuerkrankungen in Deutschland seit den Siebziger Jahren nahezu verdoppelt, ergab ein Bericht des Robert-Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums, der Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Tendenz weiter steigend. Wie schön wäre es, wenn Wissenschaftler in der Lage wären, menschliche Zellen direkt für den Kampf gegen Krebs programmieren zu können. Utopisch ist dieser Wunsch dank des Einsatzes moderner Technologien nicht mehr. Continue reading

Smart Silver Economy: EU-Kommission nennt RetroBrain auf Basis von Microsoft Kinect als Vorreiter für digitale Innovationen



Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der in Deutschland lebenden Über-65-Jährigen um rund 200.000 steigen. Diese Verschiebung der Altersverhältnisse wird jeden Einzelnen, aber auch die gesamte Gesellschaft betreffen. Sie wird die Art, wie wir leben und arbeiten verändern. Sie wird neue Anforderungen an die Wirtschaft stellen und gleichzeitig neue Geschäftsfelder in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Pflege, sowie Ernährung, Tourismus und Freizeit ermöglichen. Zukunftsforscher sprechen dabei schon lange von der „Silver Economy“. Continue reading

Smartphone-App hilft chronisch Erkrankten

Chronische Erkrankungen machen laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast zwei Drittel aller Todesfälle weltweit aus. Die langwierigen Leiden stellen sowohl die Betroffenen als auch die Gesundheitssysteme vor große finanzielle Herausforderungen. Jedes Jahr entstehen durch die krankheitsbedingten Arbeitsausfälle, Fehlbehandlungen und Doppeldiagnostiken Kosten in Milliardenhöhe, die in Zukunft von einem immer kleineren Teil der Gesellschaft getragen werden müssen.

Unser Team aus Ärzten und IT-Experten hat einen multimedialen Weg gefunden, Menschen zu unterstützen, die unter dem sogenannten Reizdarmsyndrom (RDS) leiden – eine Erkrankung, von der in Europa fast 17 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Mit der mobilen Smartphone-Applikation von HiDoc (Arbeitstitel) haben die RDS-Kranken einen persönlichen und ständig abrufbaren Gesundheits-Manager, der ihnen dabei hilft, das Leben mit der chronischen Krankheit besser zu bewältigen.

Da die Versorgung von RDS-Patienten nur unzureichend ist und die Ärzte und Therapeuten damit häufig überfordert sind, wird die mobile HiDoc-Lösung zu einem wertvollen Begleiter. Individuell auf den Krankheitsverlauf des Nutzers angepasst, erhält der Anwender u.a. sinnvolle Ernährungs- und Bewegungsinformationen. Darüber hinaus identifiziert die App sogenannte Triggerfaktoren, die für eine Verschlechterung bzw. Verbesserung der Symptome verantwortlich sind. Dazu werden Daten des Patienten wie Schmerzlevel, Stimmung, Nahrungsaufnahme und sogar Bewegungsleistungen analysiert. Im Idealfall wird der Patient von einem Arzt oder Psychotherapeuten betreut, der die Daten der App in seine Therapie mit einbezieht. Die Mediziner nutzen bis heute noch überwiegend Ernährungs- und Symptomtagebücher in Papierform.

Durch unsere digitale Lösung werden sie entlastet und können ihre Therapie durch die übersichtlich visualisierten Daten aus der App optimieren. Angesichts des Mangels an medizinischen Fachärzten und ambulanten Psychotherapieplätzen möchten wir mit HiDoc so viele Menschen wie möglich erreichen. In wenigen Wochen steht die App bereits für 1.000 Testpersonen zur Verfügung. Ein erster, wichtiger Schritt, um Betroffenen wirksam zu helfen und das Gesundheitssystem langfristig zu entlasten.

Gastbeitrag von André Sommer, approbierter Arzt und Mitbegründer von HiDoc, und Jesaja Brinkmann, cand. med. und Co-Founder bei HiDoc. Er befindet sich aktuell im letzten Jahr seines Medizinstudiums.

HiDoc
Das Team von HiDoc: Jesaja Brinkmann, André Sommer, Orest Tarasiuk, Dankrad Feist (v.l.n.r.)


HiDoc ist eines von acht Startups, die am 5. Durchlauf des Microsoft Accelerator-Programms teilnehmen. Über die Teilnahme sagt das Team: „Der Microsoft Accelerator unterstützt uns mit allem, was ein Startup braucht und ist eine unvergessliche Zeit. Durch das Programm bekommen wir intensive Unterstützung durch erfahrene Mentoren und erhalten die nötige Infrastruktur und das passende Netzwerk zur Entwicklung unserer Lösungen. Außerdem können wir uns mit den anderen Teams austauschen, haben eine steilere Lernkurve und können nach dem Programm selbstbewusster in den Markt gehen.“

Im Ventures Accelerator werden bis zu zehn junge Unternehmen vier Monate lang mit Mentoren, Know-how, Technik und einem weiten Netzwerk an Partnern und Kunden unterstützt. Am 29. Juni stellt das Team seine Lösung auf der Demo Night bei Microsoft Berlin einem Fachpublikum vor.

Online-Spende für Mercy Ships Deutschland

Author: Henrik TeschDie Hilfsorganisation Mercy Ships Deutschland erhält eine Online-Spende unseres Ad Donation-Programms und kann damit einen Monat lang kostenlos ein Werbebanner im Gegenwert von fünf Millionen Ad Impressions auf dem Internetportal MSN schalten.

In den letzten Wochen waren gemeinnützige Organisationen aus dem Bereich Gesundheit aufgerufen, sich für die Online-Spende zu bewerben. Durchsetzen konnte sich unter den zahlreichen Einsendungen Mercy Ships Deutschland. Der gemeinnützige Verein aus dem Allgäu ist Teil eines globalen Netzwerkes von Mercy Ships Ländervertretungen. Seit 1978 bringt die Hilfsorganisation dringend benötigte medizinische Hilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit in die ärmsten Länder der Erde. Mercy Ships verfügt über das weltweit größte private Hospitalschiff, die „Africa Mercy“, mit einer ständigen Besatzung von über 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern aus nahezu 40 Nationen. Bisher konnten mehr als 61.000 Operationen und 278.000 zahnmedizinische Behandlungen in 70 Ländern durchgeführt werden. Continue reading

Welt-Aids-Tag erhält Online-Spende

Henrik TeschIm Jahr 2011 lebten mehr als 73.000 Menschen in Deutschland mit HIV und Aids. Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember soll daran erinnern, dass wir alle etwas tun können, damit HIV-Positive oder an Aids Erkrankte ohne Ausgrenzung und Diskriminierung in unserer Gesellschaft leben können. Um das Thema HIV/Aids noch weiter in die Gesellschaft tragen zu können, wurden in diesem Jahr Unternehmen, Institutionen oder Verbände als Partner für die Kampagne gesucht, die den Welt-Aids-Tag unterstützen. Continue reading