„Neue Nähe-Hackathon“ entwickelt Anwendungen für mehr Barrierefreiheit

Astrid AupperleÜber zehn Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Behinderung. Dank der fortschreitenden Digitalisierung kann ihnen durch intelligente Technik immer mehr geholfen werden, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Um die Entwicklung von neuen Inklusions-Ideen voranzutreiben, hat Microsoft gemeinsam mit Aktion Mensch den „Neue Nähe-Hackathon“ ins Leben gerufen. Vom 25. bis 27. November 2016 entwickelten 60 Teilnehmer zehn innovative IT-Anwendungen, die einen wertvollen Beitrag zu einem gleichberechtigten Miteinander leisten können. Drei der Projekte wurden am 1. Dezember in Berlin mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro ausgezeichnet. Continue reading

#neueNähe zu Gast bei Microsoft Berlin: Hacktivisten programmieren Anwendungen für mehr Barrierefreiheit

astrid_aupperleAm letzten Wochenende wurde gehackt – rund 60 Programmierer mit und ohne Behinderung legten sich in der Digital Eatery bei Microsoft Berlin kräftig ins Zeug und entwickelten beim #NeueNähe Ideen-Hackathon von Microsoft und Aktion Mensch in 72 Stunden verschiedene Anwendungen für mehr Inklusion und Teilhabe.

Kann Technologie der Schlüssel zu einer inklusiveren Gesellschaft sein? Rund 1,2 Milliarden Menschen mit Behinderungen leben auf der Welt. Sie alle müssen mit technologischen Produkten und Diensten ihren Alltag meistern. Continue reading

Smartphone-App hilft chronisch Erkrankten

Chronische Erkrankungen machen laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast zwei Drittel aller Todesfälle weltweit aus. Die langwierigen Leiden stellen sowohl die Betroffenen als auch die Gesundheitssysteme vor große finanzielle Herausforderungen. Jedes Jahr entstehen durch die krankheitsbedingten Arbeitsausfälle, Fehlbehandlungen und Doppeldiagnostiken Kosten in Milliardenhöhe, die in Zukunft von einem immer kleineren Teil der Gesellschaft getragen werden müssen.

Unser Team aus Ärzten und IT-Experten hat einen multimedialen Weg gefunden, Menschen zu unterstützen, die unter dem sogenannten Reizdarmsyndrom (RDS) leiden – eine Erkrankung, von der in Europa fast 17 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Mit der mobilen Smartphone-Applikation von HiDoc (Arbeitstitel) haben die RDS-Kranken einen persönlichen und ständig abrufbaren Gesundheits-Manager, der ihnen dabei hilft, das Leben mit der chronischen Krankheit besser zu bewältigen.

Da die Versorgung von RDS-Patienten nur unzureichend ist und die Ärzte und Therapeuten damit häufig überfordert sind, wird die mobile HiDoc-Lösung zu einem wertvollen Begleiter. Individuell auf den Krankheitsverlauf des Nutzers angepasst, erhält der Anwender u.a. sinnvolle Ernährungs- und Bewegungsinformationen. Darüber hinaus identifiziert die App sogenannte Triggerfaktoren, die für eine Verschlechterung bzw. Verbesserung der Symptome verantwortlich sind. Dazu werden Daten des Patienten wie Schmerzlevel, Stimmung, Nahrungsaufnahme und sogar Bewegungsleistungen analysiert. Im Idealfall wird der Patient von einem Arzt oder Psychotherapeuten betreut, der die Daten der App in seine Therapie mit einbezieht. Die Mediziner nutzen bis heute noch überwiegend Ernährungs- und Symptomtagebücher in Papierform.

Durch unsere digitale Lösung werden sie entlastet und können ihre Therapie durch die übersichtlich visualisierten Daten aus der App optimieren. Angesichts des Mangels an medizinischen Fachärzten und ambulanten Psychotherapieplätzen möchten wir mit HiDoc so viele Menschen wie möglich erreichen. In wenigen Wochen steht die App bereits für 1.000 Testpersonen zur Verfügung. Ein erster, wichtiger Schritt, um Betroffenen wirksam zu helfen und das Gesundheitssystem langfristig zu entlasten.

Gastbeitrag von André Sommer, approbierter Arzt und Mitbegründer von HiDoc, und Jesaja Brinkmann, cand. med. und Co-Founder bei HiDoc. Er befindet sich aktuell im letzten Jahr seines Medizinstudiums.

HiDoc
Das Team von HiDoc: Jesaja Brinkmann, André Sommer, Orest Tarasiuk, Dankrad Feist (v.l.n.r.)


HiDoc ist eines von acht Startups, die am 5. Durchlauf des Microsoft Accelerator-Programms teilnehmen. Über die Teilnahme sagt das Team: „Der Microsoft Accelerator unterstützt uns mit allem, was ein Startup braucht und ist eine unvergessliche Zeit. Durch das Programm bekommen wir intensive Unterstützung durch erfahrene Mentoren und erhalten die nötige Infrastruktur und das passende Netzwerk zur Entwicklung unserer Lösungen. Außerdem können wir uns mit den anderen Teams austauschen, haben eine steilere Lernkurve und können nach dem Programm selbstbewusster in den Markt gehen.“

Im Ventures Accelerator werden bis zu zehn junge Unternehmen vier Monate lang mit Mentoren, Know-how, Technik und einem weiten Netzwerk an Partnern und Kunden unterstützt. Am 29. Juni stellt das Team seine Lösung auf der Demo Night bei Microsoft Berlin einem Fachpublikum vor.

Tourenplanung trifft Vernetzung: Gemeinsam mehr erreichen

Vincent Frey, Flutaro_KleinDie Entwicklung des E-Commerce ändert das Konsumverhalten und dadurch den Transport von Gütern. Die beförderte Gütermenge über den Straßenverkehr steigt jährlich weiter an. Neue Ansätze und Konzepte entlang der gesamten Lieferkette werden erforderlich.

In diesem Prozess nimmt der Disponent eine wichtige Rolle ein. Aufträge verzögern sich durch Stau, Fahrzeuge müssen gewartet werden, Fahrer fallen aus, neue Aufträge treffen ein. Disponenten müssen viele Faktoren bei der Einplanung von Transportaufträgen berücksichtigen. Das bedeutet: Die optimale Einplanung der vorhandenen Ressourcen unter Berücksichtigung der Leerfahrten zu gewährleisten. Eine effiziente Tourenplanung ist der maßgebliche Erfolgsfaktor im Wettbewerb um Aufträge.

An dieser Stelle setzt die Softwarelösung von Flutaro an. Die Planungssoftware mit einem integrierten Optimierungsalgorithmus automatisiert die Einplanung der Ressourcen. Das Ergebnis: Eine dynamische und automatisierte Tourenplanung. Auf der integrierten Auftrags-Plattform können sich Transporteure zu privaten Netzwerken zusammenschließen. Unpassende Aufträge werden von der Funktion identifiziert und können im Netzwerk ausgetauscht werden. Kooperationen werden vereinfacht und die Kommunikations- und Auftragsabwicklung digitalisiert.

Unternehmen, die Flutaro einsetzen, können zwischen sieben und vierzehn Prozent ihrer Kosten einsparen. Durch die Verwendung der Auftrags-Plattform wird zusätzlich die Rendite des Unternehmens gesteigert. Oberstes Ziel ist die Einsparung von Leerkilometern. Flutaro bringt aber nicht nur Vorteile für Transporteure. Digitalisierung und Automatisierung ziehen so weite Kreise, dass der Verkehr besser ausgelastet wird, Ressourcen geschont und Emissionen reduziert werden. Die Planung und Auftragslage wird insgesamt optimiert und damit auch der Einsatz von Fahrzeugen.

Flutaro ist aus einem Forschungsprojekt des Lehrstuhls Wirtschaftsinformatik der Universität Potsdam entstanden. Die Flutaro UG wurde im April 2016 durch vier Gesellschafter mit Sitz in Potsdam gegründet und wird derzeit am deutschsprachigen Markt erprobt. Zukünftig soll die Software auch international im Einsatz sein. Wir möchten die Transportbranche revolutionieren und Prozesse in der Logistik vereinfachen und automatisieren. Auch deshalb soll eine Einbindung der Funktionen in bestehende Planungstools mit offenen Schnittstellen möglich sein.

Gastbeitrag von Vincent Frey, Mitbegründer von Flutaro


Das Start-up nimmt am 5. Durchlauf des Microsoft Accelerator-Programms teil. Über die Teilnahme sagt das Team: „Vom Accelerator erwarten wir neben der Unterstützung auf der technischen Ebene auch persönliche Unterstützung in Form von Netzwerken bzw. Mentoren. Wir erhoffen uns dadurch andere Sichtweisen auf unser Geschäftsmodell/Produkt.“

Im Ventures Accelerator werden bis zu zehn junge Unternehmen vier Monate lang mit Mentoren, Know-how, Technik und einem weiten Netzwerk an Partnern und Kunden unterstützt. Am 29. Juni stellt Flutaro seine Lösung auf der Demo Night bei Microsoft Berlin einem Fachpublikum vor.

Flutaro Team

Berlin: Aufbruch in die digitale Ära

Dirk_Bornemann_0071 1 Der digitale Aufschwung hat Berlin längst erfasst. Alle 20 Stunden entsteht hier eine neue Digitalfirma, Berlin zieht inzwischen mehr Venture Capital an als London. „Das macht deutlich, wie attraktiv diese Stadt ist und welche Zukunftshoffnungen mit ihr verbunden werden“, zeigte sich Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller im Microsoft Atrium Unter den Linden überzeugt. Ohne Zweifel: Die deutsche Hauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum digitalen Musterschüler entwickelt. Aber ist Berlin tatsächlich auf dem richtigen Weg zur digitalen Hauptstadt Europas? Im Mittelpunkt der Diskussion Müllers mit dem Journalisten Wolfram Weimer stand die Frage, wie die Politik den Aufbruch Berlins in die digitale Ära fördern kann. Continue reading

Die Digitale Agenda ist der erste Schritt

Bernhard RohlederIm August 2014 hat die Bundesregierung die Digitale Agenda auf den Weg gebracht. Eine Art Masterplan für Deutschlands Weg in die Digitale Welt. Sie ist so wichtig und gewichtig, dass gleich drei Bundesminister gemeinsam das Papier der Öffentlichkeit vorstellten. Dabei war die Freude allenthalben groß, dass es überhaupt erstmals ein Programm gab, das sich explizit und exklusiv der Digitalisierung unseres Landes widmet. Continue reading

Wie IT die Modewelt verändert

Author: Christoph Seitz Ein Ballkleid mit LED-Leuchten, ein schlaues Schaufenster, mit dem der Betrachter über Gesten interagieren und sich über Produkte informieren kann oder ein virtueller Spiegel, vor dem eine Person Kleidung anprobiert, ohne sie anziehen zu müssen: Die Ausstellung „IT-Couture“, die Microsoft Berlin anlässlich der 17. Berliner Fashion Week zeigt, macht deutlich, welchen Einfluss IT heutzutage auf die Modewelt hat. Auch eine Diskussionsrunde mit fünf Experten aus der Technologie- und Fashionbranche zeigte das Potenzial auf, das tatsächlich hinter der Verbindung dieser beiden Wirtschaftszweige steckt.

Abgesehen von betriebswirtschaftlichen Gründen, IT in der Verwaltung, beim Vertrieb, Marketing oder für eine kosteneffizientere Produktion einzusetzen, sorgen Big Data-Lösungen bei Modeherstellern und -Verkäufern für kostensparende Erkenntnisse. Continue reading