Die Demokratisierung Künstlicher Intelligenz – Wie gelingt Wertschöpfung in Deutschland?

Zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „A Cloud for Global Good: German Perspectives“ durfte ich am 26. April 2017 bei Microsoft Berlin mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, dem Gründer und CEO der arago AG, Hans-Christian Boos und der Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland, Sabine Bendiek über die Demokratisierung von Künstlicher Intelligenz diskutieren. Continue reading

B20: Grenzüberschreitender Datenverkehr und Vertrauen

Die Bundesregierung hat Ende letzten Jahres die G20-Präsidentschaft übernommen. Der Wirtschaftsdialog B20 ist ein integraler Bestandteil des G20-Prozesses und vertritt die Wirtschaft aus allen G20-Mitgliedern. Aufgabe der B20 ist es, die G20 durch konkrete Handlungsvorschläge, konsolidierte Interessenvertretung und Expertise zu unterstützen. Gemeinsame Empfehlungen werden in B20-Taskforces durch Vertreter von Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und internationalen Organisationen aus der ganzen Welt erarbeitet. Continue reading

Die richtige Bildung für die digitale Welt

sabine-bendiek80x802016 markiert eine Zeitenwende bei der digitalen Bildung. Ab sofort geht es nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“. Es herrscht Einigkeit darüber, dass wir mehr digitale Bildung brauchen. Das denkt die Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka genauso wie Experten aus Bildung und Wirtschaft. Und auch viele Pädagogen und Lehrer, wie sich diese Woche bei der Konferenz des Digitalen Bildungspaktes unter dem Motto „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“ herausgestellt hat. Mit der Ankündigung einer digitalen Bildungsoffensive hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt getan. Jetzt können wir gemeinsam an der Umsetzung arbeiten. Dabei müssen alle Kompetenzträger an einen Tisch, die Politik, die Bildungseinrichtungen – und auch die Wirtschaft.

13 starke Partner
Schon vor rund einem Jahr hat Microsoft zum Digitalen Bildungspakt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlichem Sektor und der Zivilgesellschaft aufgerufen. Das Ziel: Gemeinsam mit allen Akteuren die digitalen Kompetenzen in Deutschland zu stärken, um aus einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort einen erfolgreichen digitalen Standort zu machen. Bei unserer Veranstaltung war es beeindruckend zu sehen, was seit dem Startschuss aus dem Pakt geworden ist – eine starke Allianz, die gemeinsam das Ziel der besseren Bildung für die digitale Welt voranbringen will. Und es war großartig zu beobachten, mit wie viel Herzblut, Engagement und Eifer für die gemeinsame Sache gekämpft und gestritten wird.

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Impressionen der Konferenz zum Digitalen Bildungspakt am 8. und 9. November 2016

Kompendium schlägt nationalen Aktionsplan und Investitionsprogramm vor
Wir haben uns dabei in die Debatte um eine bessere Bildung in der digitalen Welt eingebracht und ein neues Kompendium mit neun politischen Handlungsempfehlungen vorgestellt, die von Wissenschaftlern, Bildungsexperten, Unternehmern und kommunale Entscheider entwickelt wurden. Wir brauchen einen nationalen Aktionsplan und ein nachhaltiges Investitionsprogramm für digitale Bildung. Wir müssen die Finanzierungsmöglichkeiten von Bund, Ländern und Kommunen voll ausschöpfen und Bildungseinrichtungen mehr Autonomie geben: jede Bildungseinrichtung braucht beispielsweise einen eigenen Etat für Digitalisierung.

Deutschlands Klassenzimmer ins digitale Zeitalter führen
Bildlich gesprochen geht es heute darum, Deutschlands Klassenzimmer aus dem Kreidezeitalter ins digitale Zeitalter zu führen. Wir wollen Digitalisierung als Bildungschance begreifen, dabei digitale Kompetenzen fördern, um für mehr Chancengleichheit, Teilhabe und Qualifikation am Arbeitsmarkt zu sorgen und jedem die Chance geben, seine eigene Zukunft zu gestalten. Die digitale Gesellschaft braucht Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Kreativität und Beurteilungsvermögen. Sie alle setzen ein Grundverständnis von IT voraus, um Medien- und Technologiekompetenz zu erlangen. Deshalb wollen wir möglichst vielen Lernenden und Lehrenden Zugang zu aktuellen Informationstechnologien bieten und setzen uns dafür ein, die Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien zu stärken. Dann stimmt wieder das uralte Zitat „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen.“

Veröffentlicht von Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland

Programmierer braucht das Land

Sabine-Bendiek80x80Darüber, dass Programmieren zukünftig eine Kernkompetenz darstellt, ist man sich einig. Doch darüber, wie und in welchem Maße wir den Nachwuchs auf diese Zukunft vorbereiten, herrscht immer noch Unklarheit.

Sicher ist nur, dass in der Arbeitswelt von morgen eine ganze Reihe neuer Kompetenzen notwendig sind, wie die aktuelle Studie „New Vision for Education“ des Weltwirtschaftsforums in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group zeigt: Neben grundlegenden Skills wie Lesen und Schreiben werden Kompetenzen im Umgang mit Informations- und Kommunikations-Technologie immer wichtiger. Zudem erkennt die Studie, dass Technologie dabei hilft, soziale und emotionale Kompetenzen zu entwickeln, die auf dem Arbeitsmarkt ebenfalls gefragt sein werden.

16 skills students 21 century

Programmierer braucht Deutschland aber heute schon. Wir müssen hierzulande endlich mit der Transformation beginnen und Coding zur anerkannten Kulturtechnik etablieren – nur durch gezielte Förderung des Nachwuchses können wir den Fachkräftemangel abwenden. Damit aus Kindern und Jugendlichen kompetente Fachkräfte, Erfinder oder Unternehmensgründer werden, ist es aus unserer Sicht besonders wichtig, sie schon früh an Informationstechnologien und das Programmieren heranzuführen.

Coden macht Spaß! In dieser Woche nutzen 120 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland die Gelegenheit, beim Code your Life-Summercamp in Berlin zu erleben, wie kreativ, vielfältig und spannend Programmieren ist. Es geht nicht nur darum, zu lernen, wie Algorithmen geschrieben werden, sondern auch darum, die Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts zu vermitteln, wie Problemlösekompetenz, Reflexionsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und ganzheitliches Denken.

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Unser Ziel zum Start der Initiative im Februar 2016 war es, bis Mitte dieses Jahres mindestens 100 Trainer auszubilden – dieses Ziel haben wir schon heute übertroffen und konnten bereits 130 neue Code your Life-Trainer schulen. 200 Lerngruppen arbeiten mit uns zusammen, und inzwischen sind schon rund 5.000 Kinder im Programm aktiv.

Nur wer programmieren lernt, kann neue Technologien nicht nur kompetent anwenden, sondern auch selbst entwickeln und gestalten und erwirbt damit eine wesentliche Kompetenz zur gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und demokratischen Teilhabe.

Veröffentlicht von Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland GmbH

Digitalisierungspanel beim Wirtschaftstag

Guido Brinkel 80x80Gestern fand der jährliche Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrats statt, bei dem mehr als 2.700 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenkommen und über aktuelle wirtschaftspolitische Themen diskutieren. In der zentralen Diskussionsrunde zur Digitalisierung nahm Günter Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, einleitend die Rolle des Internet-Evangelisten ein und prophezeite: bis zum Ende des Jahrzehnts stünden Gewinner und Verlierer der Digitalisierung fest. Er ordnete die digitale Revolution in die großen industriellen Revolutionen bis zurück zum Buchdruck ein und betonte den Faktor Geschwindigkeit als Besonderheit der digitalen Revolution.

Anknüpfend an sein früheres Zuständigkeitsgebiet als Energiekommissar betonte Oettinger unter anderem die Bedeutung preiswerter Energie für die vierte industrielle Revolution, mahnte abermals eine rasche Harmonisierung der Spektrumspolitik in Europa an und forderte ein europäisches „bürgerliches Gesetzbuch für Daten.“ Den deutschen Mittelstand forderte er auf, den Chief Information Officer als wichtigste Managerfunktion der nächsten Jahre zu begreifen.

In dieser Diskussion unterstrich Microsoft Deutschland-Geschäftsführerin Sabine Bendiek die Bedeutung des individuellen unternehmerischen Mutes bei der Gestaltung der Digitalisierung. Bendiek mahnte an, die Digitalisierung politisch nicht als Wettbewerb zwischen den USA und Europa um die bessere Strategie zu diskutieren, sondern den durch die Digitalisierung bewirkten Veränderungsdruck als gemeinsame Chance zu begreifen. Zwei Trends seien prägend für die aktuelle Situation: Die massive Veränderung der Wertschöpfungsketten klassischer Industriezweige sowie Machine Learning und Künstliche Intelligenz, die heute in der Unternehmenspraxis angekommen seien.

Für den Bankensektor betonte Lutz Diederichs, Vorstandsmitglied der HypoVereinsbank, dass langfristig nur überleben könne, wer bereit sei, sein eigenes Geschäftsmodell zu kannibalisieren; daher sei die Zusammenarbeit mit Fintechs, also Startups und Unternehmen, die Technologien rund um Finanzdienstleistungen entwickeln, für Banken eine schlichte Notwendigkeit.

Einigkeit bestand zu den wesentlichen Herausforderungen für alle Unternehmen bei der Gestaltung der Digitalisierung: Cybersecurity, der Umgang mit der immensen Geschwindigkeit der Veränderungen in den Märkten und die Bedeutung einer modernen Netzinfrastruktur wurden von den Diskussionsteilnehmern als die erfolgskritischen Faktoren bewertet.

Veröffentlicht von Dr. Guido Brinkel, Leiter Regulierungspolitik, Microsoft Deutschland